Orlovo: Kirchengeschichte und regionale Kultur entdecken
Unterkünfte in Orlovo
Die Kirchengeschichte Orlovos reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Besonders prägnant ist die Abfolge aus frühen Gemeindekirchen, wiederholten Umbauten, Zerstörung und späterer Rückgabe der Epiphany-Kirche. Im übergeordneten Reiseziel Oblast Woronesch kommen weitere Kultur- und Naturthemen hinzu: Dort reichen die beschriebenen Ziele von einem Naturreservat und Kreidelandschaften bis zu archäologischen Museen.
Kirchengeschichte in Orlovo
Die erste hölzerne Gemeindekirche in Orlovo entstand 1646 und wurde zu Ehren der Erscheinung des Herrn geweiht. An der Epiphany-Kirche erfolgten 1650, 1701 und 1762 Umbauten; 1778 brannte sie nieder. Die Jahreszahlen markieren mehrere Bauphasen. 1885 wurde eine neue Epiphany-Kirche nach dem Entwurf des Woronescher Architekten W. W. Stainowski errichtet.
1935 wurde die Epiphany-Kirche geschlossen und in den 1990er-Jahren den Gläubigen zurückgegeben. Am 2. August 2009 weihte Metropolit Sergi von Woronesch und Borissoglebsk die Kirche feierlich. Sie ist aktiv. Wenn Sie einen Besuch planen, informieren Sie sich vorab über die Besuchsmöglichkeiten.
Kultur und Landschaft in der Oblast Woronesch
Im übergeordneten Reiseziel Oblast Woronesch erstreckt sich das Gebiet des Chopyor-Naturreservats über die Verwaltungsbezirke Nowochoperski, Poworinski und Gribanowski. Das Naturmuseum des Reservats widmet sich in zwei Sälen seiner Tierwelt und den Lebensräumen. Zu den Ausstellungsthemen gehören Biber, Russischer Desman, wasserbewohnende und räuberische Vögel sowie Wildschwein, Elch, Damhirsch und Rothirsch. Eine große Reliefkarte zeigt das Reservat. Informieren Sie sich vor einem Besuch über die Besuchsmodalitäten.
Für eine unterschiedliche Zeit- und Streckenplanung stehen im Chopyor-Reservat eine Wander- und eine Radtour: Die Wanderexkursion „Legendy Khopra“ ist 5 km lang und dauert drei Stunden; bei Frühjahrshochwasser ist sie geschlossen. Die Radtour „Tur de Khopyor“ umfasst 26 km und dauert vier Stunden. Damit ist die Radstrecke deutlich länger, während die angegebene Dauer nur eine Stunde mehr beträgt.
Das Museum-Reservat „Divnogorje“ ist für seine Kreidelandschaften mit bizarren Kreidefelsen an steilen Hängen und großen, kammartigen Kreideschluchten bekannt. Der Divnogorskiy Canyon ist etwa einen Kilometer lang und bis zu 200 Meter breit. Zum kulturellen Erbe des Reservats gehören steinzeitliche Siedlungsplätze, die Ruinen der mittelalterlichen Mayatskaya-Festung und kultische Höhlenkomplexe. Sechs Höhlen und Höhlenkomplexe sind in das Kreidemassiv am rechten Ufer der Flüsse Tikhaya Sosna und Don gehauen; sie erstrecken sich über etwa 8,5 km. In den „Paleoliticheskie masterskie“ wird die Steinzeit nachgebildet, außerdem finden Workshops zur Herstellung von Steinwerkzeugen statt.
Ein weiterer archäologischer Schwerpunkt der Oblast ist das Museum-Reservat „Kostenki“. Sein Archäologiemuseum ist so gebaut, dass das Gebäude eine steinzeitliche Siedlungsstätte vollständig überdeckt. Zum Museum-Reservat gehören außerdem 25 Schutzzonen mit etwa 60 Fundstätten des Jungpaläolithikums. Das Gelände umfasst 9 Hektar. Die Kombination aus Museum, überdeckter Fundstätte und zahlreichen Schutzbereichen gibt diesem Ort einen anderen Schwerpunkt als die Kreidelandschaften und Höhlen von „Divnogorje“.
Auch eine Höhlenkirche in der Oblast Woronesch lässt sich über ihre Bauweise und den Weg dorthin einordnen: Die Kirche zu Ehren der Sizilianischen Ikone der Gottesmutter in Bolshiye Divy ist in den Sockel eines Kreidefelsens gehauen und hat zwei durch einen Treppenübergang verbundene Ebenen. Zur Höhlenkirche der Geburt Johannes des Täufers in Malye Divy führt ein Fußweg über das Gelände von „Divnogorje“; er dauert 30 bis 40 Minuten. Der Zugang zur Kirche erfolgt nach Vereinbarung mit dem Pilgerdienst des Klosters.
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