Annino entdecken
Unterkünfte in Annino
Zu den konkreten Ortsmerkmalen Anninos zählen ein 8,5 Hektar großer Stausee, die Kirche des Heiligen Johannes des Theologen und mehrere Gedenkorte. Sie zeigen unterschiedliche Seiten des Ortes: Erholung am Wasser, Baugeschichte und Erinnerung.
Stausee und Erholung
Der Stausee auf dem Gebiet von Annino umfasst 8,5 Hektar. Für die Einwohner ist er ein beliebter Ort zur Erholung und zum Angeln. Die Fläche gibt dem See einen konkreten Maßstab; die Freizeitnutzung der Einwohner gehört ebenfalls zu seinem örtlichen Bezug. Damit steht der Stausee für ein anderes Thema als Kirche und Denkmäler, deren Schwerpunkt auf Baugeschichte und Gedenken liegt.
Die Geschichte der Kirche
Die Kirche des Heiligen Johannes des Theologen wurde ab 2000 errichtet. Dafür wurde ein verlassenes, eingeschossiges Kindergartengebäude umgenutzt. An den Bau kam ein Glockenturm; auf dem Dach über dem Altar wurde eine kleine Kuppel angebracht. Diese Entstehungsgeschichte umfasst damit sowohl die Umnutzung des vorhandenen Gebäudes als auch die Ergänzung um kirchliche Bauteile.
In der Nacht vom 12. auf den 13. April 2008 brannten Teile der Innenräume und das Dach aus. Anschließend wurde die Kirche wiederhergestellt; die Innenräume wurden verbessert und das Gelände gestaltet.
Gedenkorte in Annino
Das Denkmal „Ruhm den siegreichen Kriegern“ ist eine vierseitige, dunkelrote Granitstele mit einer metallenen Skulptur des Heiligen Georg des Siegreichen. Die Widmung gilt den russischen Kriegern, die im Lauf der Geschichte das Vaterland geeint und verteidigt haben – den Toten ebenso wie den Lebenden. Die Skulptur stammt vom Bildhauer A. S. Charkin.
Im Siegespark in Annino wurde am 22. Juni eine Büste von Pavel Fyodorovich Semyonov enthüllt. Der 22. Juni ist der Tag des Gedenkens und der Trauer. Semyonov war Träger aller Grade des Ordens des Ruhmes und nahm am Durchbruch der Leningrader Blockade teil. Die beiden Gedenkformen setzen unterschiedliche Akzente: Das Denkmal trägt eine breit gefasste historische Widmung, während die Büste eine konkrete Person und ihren Bezug zur Blockade benennt.
Landschaft und Kulturerbe in der Oblast Leningrad
Über Annino hinaus bietet die Oblast Leningrad weitere Landschafts- und Kulturthemen. Im äußersten Osten der Oblast liegt der Naturpark Wepser Wald. Er umfasst sieben Reservate mit besonders strengen Schutzbestimmungen. Im Park gibt es zahlreiche Seen; der größte ist der Lerinskoje-See im gleichnamigen Reservat. Zu den besonderen Werten des Parks zählen erhaltene alte Fichten- und Kiefernwälder in den Reservaten „Vepski Les“ und „Aschtschozjorski“. Diese Wälder sind wichtig für zahlreiche Organismen, die nur in Wäldern überleben können, die nicht durch wirtschaftliche Nutzung gestört wurden.
Auch die Tier- und Kulturwelt des Naturparks ist eigenständig: Braunbären kommen dort in größerer Zahl vor; außerdem wurde der in der Region äußerst seltene Vielfraß festgestellt. Im Naturpark leben traditionell die Wepser, ein kleines Volk Russlands mit eigener Kultur und eigenen Traditionen.
Ein weiteres Kulturerbe der Oblast Leningrad ist die Festung Koporje, ein Museum und Denkmal altrussischer Steinarchitektur. In ihrer heutigen Form ist sie seit dem 16. Jahrhundert erhalten; Teile des Mauerwerks stammen aus dem 13. Jahrhundert. Ein Besuch ohne Führung ist mit dem Multimediaführer „Koporskaja krepost 2.0“ möglich. Prüfen Sie bei der Planung dessen aktuelle Verfügbarkeit. Das Besteigen der Mauern und Türme ist wegen ihres Notzustands untersagt.
Weitere Reiseziele entdecken: Nikiforovskoye, Somino, Kerro massiv, Trubnikov Bor, Zamoshye, Murino, Lyugovichi, Issad.
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