Murino: Geschichte, Park und Kunst
Unterkünfte in Murino
Murino bietet für die Wahl eines Aufenthaltsziels mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: erhaltene Holzarchitektur, eine klassizistische Kirche, Parkgeschichte und Kunst im Stadtraum. Wer ein Hotel in Murino sucht, kann anhand dieser Themen einschätzen, welche Ortsgeschichte den Aufenthalt besonders interessant macht. Die Spuren reichen von einem Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert bis zu Skulpturen und einem historischen Wasserturm.
Holzbau und klassizistische Kirchenarchitektur
Das Shagin-Haus an der Borowaja-Straße 4 ist eines der ältesten erhaltenen Holzhäuser Murinos. Der wohlhabende Murinoer Bauer Nikolai Shagin ließ den Blockbau im 19. Jahrhundert errichten, noch während der Leibeigenschaft. Bei dieser Bauweise prägen übereinanderliegende Holzbalken die Konstruktion. Das Haus setzt damit einen anderen baulichen Akzent als die steinerne Kirche der heiligen Katharina.
Die einschiffige Kirche ist im klassizistischen Stil gestaltet und wurde nach einem Entwurf von N. A. Lvov errichtet. Entwurf und Bau fallen in das späte 18. Jahrhundert; die Arbeiten standen unter der Leitung von Nikolai Lvov. Ihre Geschichte reicht aber weit über die Bauzeit hinaus: 1988 wurde die Kirche vollständig wiederhergestellt und den Gläubigen zurückgegeben. Am 6. Dezember desselben Jahres weihte Metropolit Alexius von Leningrad und Nowgorod sie. Während der Sowjetzeit war sie die erste Kirche der Diözese Sankt Petersburg, die im vollen bischöflichen Ritus geweiht wurde. So verbindet die Katharinenkirche eine architektonische Einordnung mit einem klar datierten Abschnitt ihrer Geschichte.
Parkgeschichte und ein lang bekannter Quellort
Der Murinsky-Park eröffnet eine andere Perspektive auf die Entwicklung des Ortes. Auf Initiative des Muriner Dorfrats wurde er 1973 angelegt; nach einer umfassenden Sanierung folgte im November 2015 die feierliche Wiedereröffnung. Im Park gibt es Sport- und Kinderspielplätze, außerdem finden dort festliche und sportliche Veranstaltungen statt. Wenn Sie einen Besuch mit einer bestimmten Veranstaltung verbinden möchten, prüfen Sie deren Termine vorab.
Mitten in dieser Parkgeschichte steht auch die heilige Quelle „Rodnik“, die den Einheimischen seit mehr als drei Jahrhunderten bekannt ist. Der Park verbindet damit eine jüngere Entwicklungsgeschichte mit einem Ort, dessen lokale Bekanntheit weit zurückreicht. Die Anlage, ihre Spielplätze und die Veranstaltungen geben unterschiedliche Anhaltspunkte, wenn Sie sich für Murino als Aufenthaltsziel interessieren.
Skulpturen und Denkmäler im Stadtraum
Auch die Kunst im Stadtraum setzt unterschiedliche Akzente. Auf der Jekaterininskaja-Straße befinden sich elf kleine Bronzefiguren des Bildhauers Denis Tretjakow, eines Absolventen der Ilja-Repin-Kunstakademie. In Medvezhy Stan wurde 2015 am Tag der Siedlung die Skulpturengruppe „Medvedi dlya Medvezhki“ an der Oboronnaja-Straße eröffnet. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts befand sich dort eine Bärenaufzuchtstation. Bärenmotiv und Ortsgeschichte stehen so in einem konkreten räumlichen Zusammenhang.
Das Kunstobjekt „Son Mendeleyeva“ befindet sich auf dem nach Mendelejew benannten Boulevard und ist von der Geschichte seines schicksalhaften Traums inspiriert. Es zeigt Dmitri Iwanowitsch Mendelejew auf einem hohen Sockel; die Figur ist dargestellt, als schwebe sie darüber, und chemische Elemente scheinen sie zu umgeben. Eine andere Art des Erinnerns bietet das Denkmal „Aviatoram Baltiki“ an der Aviatorov-Baltiki-Straße 19: Es erinnert an den Einsatz der Verteidiger des belagerten Leningrad. Auf der Straße Aviatorov Baltiki steht außerdem ein Denkmal in Form eines echten Schulungsflugzeugs vom Typ L-39 „Albatros“.
Ein historischer Blick auf Technik und Versorgung
Der Wasserturm in Medvezhy Stan ergänzt diese Motive um die Geschichte der Wasserversorgung. Er wurde 1907 in Betrieb genommen und versorgte das Ischora-Regiment mit Wasser. Zusammen mit dem Flugzeugdenkmal, den Skulpturen, dem Park und den beiden sehr unterschiedlichen Kirchen lässt sich Murino über mehrere Themen statt nur über eine einzelne Sehenswürdigkeit einordnen.
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