Veitastrond: Seterlandschaft und Gletscherwege
Unterkünfte in Veitastrond
Veitastrond verbindet Gletscherlandschaft, Seterkultur und historische Bauwerke. Rund um Tungestølen führen Wege in die Täler Langedalen und Austerdalen; am Veitastrondvatnet prägen außerdem eine geschichtsträchtige Straße und Möglichkeiten für Aktivitäten auf dem Wasser den Aufenthalt. Die verschiedenen Schwerpunkte helfen Ihnen, Ihre Reise nach Landschaft, Wanderungen oder Kultur auszurichten.
Tungestølen und die Seterlandschaft
Die Tungestølen Turisthytte liegt am Fuß des markanten Skyttarpiggen. Der Berg öffnet den Zugang zu Langedalen und Austerdalen in Richtung Jostedalsbreen. Unterhalb von Tungestølen liegt ein großes Flussdelta mit smaragdgrünen Gletscherflüssen und mehreren Seterhöfen, auf deren Weiden Vieh grast. Gletscherflüsse und bewirtschaftete Seterflächen prägen so gemeinsam das Landschaftsbild.
Seit 1910 wird Tungestølen als Turisthytte betrieben. Die touristische Anlage auf Øvre Tungestølen besteht aus sechs Gebäuden und gilt wegen ihrer innovativen Architektur als wichtige Attraktion. Zugleich wird Tungestølen seit jeher im Sommer als Seter genutzt. Auch Tungestølen und Nystølen sind typische Seterlandschaften: Gruppen von Seterhäusern liegen inmitten gut beweideter Flächen. Die oberen Bereiche von Langedalen und Austerdalen gehören zum Pflegegebiet Veitastrond; ihre oberen Talabschnitte sind Teil des Jostedalsbreen-Nationalparks.
Wandern und Gletscherblicke
Von Nystølen oder Tungestølen aus lässt sich Midtnovi als Wanderziel erreichen. Die frühere Markierung wurde nicht erneuert, und die Orientierung kann variieren. Prüfen Sie deshalb vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen. Von Tungestølen führt außerdem eine anspruchsvolle Wanderung zum Skyttarpgiggen.
Ein etwa fünf Kilometer langer Weg durch das Austerdalen führt zum Austerdalsbreen. Er war früher markiert, ist inzwischen jedoch unzureichend markiert; prüfen Sie auch hier die aktuellen Bedingungen. Auf dem Touristenweg zum Austerdalsbreen liegt der höchste Punkt vor dem Gletscherrand. Von dort bieten sich weite Ausblicke auf das Gletscherende, die Schutthalden und zwei Gletscherfälle. Der Austerdalsbreen hat drei benannte wilde Gletscherfälle: Tor, Odin und Loke.
Von Tungestølen dauert der Zustieg zur Gletscherfront etwas mehr als eineinhalb Stunden. Dort wird Ausrüstung angelegt, bevor es mit Blick auf Odin, Tor und Loke auf dem Blankeis weitergeht. Die saisonale Verfügbarkeit dieser Aktivität sollten Sie vor der Reise prüfen. So lässt sich ein Gletschererlebnis mit einem klar benannten Zeitaufwand in die Planung einordnen, ohne es mit den kürzeren Eindrücken von einem Aussichtspunkt gleichzusetzen.
Am Veitastrondvatnet: Straße und Aktivitäten
Entlang des Veitastrondvatnet verläuft die Veitastrondvegen. Seit 2002 ist sie in Norwegens nationalem Erhaltungsplan für Straßen, Brücken und straßenbezogene Kulturdenkmäler enthalten. Auf der alten Straße entlang des Sees kann man an den Tunneln vorbeiradeln; Straßen- und Tunnelbedingungen können sich ändern, prüfen Sie diese daher vor der Fahrt.
Auf dem Wasser bietet Kvam Guiding & Service eine geführte RIB-Tour auf dem Veitastrondsvatnet an. Sie dauert zwei Stunden, ist als leicht beschrieben und findet mit einem privaten Guide statt. Da die Verfügbarkeit saisonabhängig ist und sich die Dauer ändern kann, empfiehlt sich eine Prüfung vor der Reise. Damit unterscheidet sich die Fahrt deutlich von den Wanderungen und dem längeren Zustieg zur Gletscherfront.
Kapelle und Gletschergeschichte
Die Veitastrond-Kapelle ist eine hölzerne Langkirche mit 120 Sitzplätzen. Sie wurde 1928 als Bethaus errichtet und am 14. Juli 1935 für den kirchlichen Gebrauch geweiht und als Kapelle bezeichnet. Auch am Austerdalsbreen ist Geschichte präsent: Dort wurde am 13. August 1994 ein Gedenkstein enthüllt, fast genau 100 Jahre nachdem William Cecil Slingsby und zwei weitere Personen diesen Gletscherarm erstmals erkundet hatten. Zusammen mit der Geschichte der Seter und der Straße ergibt sich so ein kultureller Blick auf Veitastrond, der über die Wege in die Gletscherlandschaft hinausreicht.
Ein ergänzender Blick auf Luster
Im übergeordneten Reiseziel Luster setzt die Stabkirche von Urnes einen anderen kulturellen Akzent. Sie wurde in den 1130er-Jahren erbaut und zählt zu den ältesten erhaltenen norwegischen Stabkirchen. Innen und außen ist sie reich geschmückt. Dieser historische Bezug ergänzt die Kapellengeschichte Veitastronds um ein weiteres Beispiel für das kulturelle Erbe in Luster.
Weitere Reiseziele entdecken: Hafslo, Luster, Marifjøra, Skjolden, Høyheimsvik, Gaupne, Ornes, Jostedal.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Luster.