Hovden: Strände, Küstenkultur und Berglandschaft
Unterkünfte in Hovden
Hovden liegt in einer Landschaft mit offenem Meer und steilen Bergen und zählt zu den ältesten Fischerdörfern Vesterålens. Seit Jahrhunderten lebt der Ort vom Meer; Hafen, Wellenbrecher und die Nähe zu den Fischgründen prägen Hovden weiterhin. Zugleich zählt Hovden in Bø zu den Bademöglichkeiten. Diese Verbindung macht den Ort für Reisende interessant, die Küstenlandschaft nicht nur als Kulisse, sondern auch über Strand, Ortsgeschichte und Küstenkultur betrachten möchten.
Strände, Panorama und Mitternachtssonne
Malnessanden und die übrigen Strände in Hovden gehören zu den schönsten Stränden in Bø. Die Strände sind entweder direkt an der Straße oder über einen kurzen Spaziergang leicht erreichbar. So gibt es verschiedene Zugänge zur Küste, statt eines einheitlichen Strandbilds. Von Malnesberget, 529 Meter hoch, bietet sich ein Panorama auf alle drei Sandstrände von Hovden. Der Blick vom Berg und der Aufenthalt an den Stränden sind unterschiedliche Perspektiven auf dieselbe Küstenlandschaft.
Auch Buholmen setzt einen eigenen saisonalen Akzent: Es zählt zu den schönsten Orten in Bø, um die Mitternachtssonne zu erleben. Für die Orientierung bei der Reiseplanung lassen sich damit Strand und Mitternachtssonne als verschiedene Anknüpfungspunkte unterscheiden. Hovdens Küste ist nicht nur durch ihre Sandstrände geprägt, sondern auch durch die offene Meereslandschaft und die steilen Berge, die den Ort umgeben.
Fischerdorf und Küstengeschichte
Die maritime Geschichte ist an mehreren Merkmalen des Ortes abzulesen. Der alte Steinwellenbrecher ist weiterhin sichtbar und gilt als Zeugnis lokaler Handwerkskunst und Küstenkultur. In Hovden befinden sich außerdem die alte Kaimauer und der ursprüngliche Wellenbrecher aus dem Jahr 1899. Dieser wurde aus handbehauenen Steinblöcken errichtet, die von Frugga herangeschafft wurden. Die Bauweise gibt der Küstengeschichte ein konkretes Beispiel, während Hafen und Wellenbrecher den Ort bis heute mit seiner Lage am Meer verbinden.
Große Gestelle zum Trocknen von Stockfisch gehören ebenfalls zu Hovden. Sie ergänzen das Bild eines Fischerdorfs, dessen Leben seit Jahrhunderten vom Meer geprägt ist. Auf Buholmen steht „Ræk III“, Teil der Jahrtausendmarkierung Vesterålens. Die Installation besteht aus Treibholz und einer Basaltsäule aus Island. Sie erinnert an die Bedeutung des Golfstroms für das Leben an den Küsten auf beiden Seiten des offenen Meeres. Damit steht in Hovden neben den Spuren der Fischerei auch ein Kunstwerk, dessen Thema über den einzelnen Ort hinaus auf das Leben an der Küste verweist.
Die Zufahrt und die Landschaft im Umfeld
Hovden liegt am Ende der Straße. Die FV7656 führt über Eidet und Nykvåg weiter nach Hovden. Die Zufahrt verläuft über einen Moränenrücken aus der letzten Eiszeit und entlang einer Geländestufe im Bergmassiv Tussen. Außerdem führt die FV7656 durch einen offenen Steinbruch. Diese Abfolge macht die Straße selbst zu einem markanten Teil der Landschaftsorientierung auf dem Weg nach Hovden.
Auch im näheren Umfeld zeigt sich die Wirkung der Eiszeit und des Meeres. Unterhalb der Straße nach Hovden ist der äußere Moränenrücken rund 1,5 Kilometer lang und staut das Ra-vatnet gegenüber dem Meer auf. Zwischen Nykvåg und Hovden hat das Meer den äußeren Moränenrücken bearbeitet und dadurch ein Geröllufer geformt. Diese Merkmale gehören zum Umfeld des Reiseziels und ergänzen die Strand- und Küstenlandschaft um einen geologischen Blickwinkel.
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