Bø entdecken: Küste, Strände und Kultur
Unterkünfte in Bø
Das Naturreservat Nyke/Tussen schützt einen der größten und geomorphologisch am besten ausgebildeten Geröllstrände Nordlands. Zum Reservat gehört ein zusammenhängender, 3,5 Kilometer langer Geröllstrand. Er zeigt eine markante Seite von Bø: Die Küstenlinie ist 294 Kilometer lang und tief von Fjorden eingeschnitten. Besonders im Nordwesten und Osten prägen steile, zerklüftete Berge das Landschaftsbild. Bø vereint offene Meeresküste und geschützte Schären mit weißen Sandstränden, alpinen Gipfeln, Vogelfelsen und Feuchtgebieten. So treffen an einem Reiseziel unterschiedliche Küsten- und Landschaftsformen aufeinander, vom Geröllstrand bis zu den Bergen.
Strände und Wege an der Küste
Die Strände unterscheiden sich auch in Länge und Lage: Fjærvollstranda ist 800 Meter lang und liegt an der Straße; Svinøyvalen ist mit 1.870 Metern Bøs längster Strand. Der Strand ist so flach, dass man zur Insel Svinøya hinüberwaten kann. Bei Ebbe lässt sich Svinøya zu Fuß erreichen. Dort befindet sich Nordnorwegens größte registrierte Sammlung von Grabhügeln aus der Eisenzeit.
Im Größenvergleich stehen ein langer Geröllstrand, Bøs längster Strand und ein 800 Meter langer Strand an der Straße nebeneinander. Svinøyvalen ergänzt diese Auswahl durch seine geringe Tiefe und die Möglichkeit, zur Insel zu waten. Damit unterscheiden sich die Küstenziele nicht allein durch ihre Maße, sondern auch durch die beschriebene Verbindung nach Svinøya.
Der Küstenwanderweg von Nykvåg nach Sandviksanden verläuft am Ufer entlang und bietet Ausblicke auf die sechs charakteristischen Vogelfelsen rund um Nykvåg. Zusammen mit Svinøyvalen ergibt sich ein Unterschied für die Tagesplanung: Dort geht es um das Erreichen der Insel bei Ebbe, hier um einen Küstenweg mit Ausblicken auf Vogelfelsen.
Kunst und Kulturgeschichte
In Vinjesjøen präsentiert das Friluftsgalleri alle 36 Skulpturen des Projekts Skulpturlandskap Nordland; der Besuch ist kostenlos. Dort steht auch die Skulptur „Mannen fra havet“. Vom Parkplatz sind bis dorthin etwa 400 Meter zu Fuß zurückzulegen. Das Friluftsgalleri zeigt das vollständige Skulpturenprojekt, während „Mannen fra havet“ ein einzelnes Werk mit einer konkreten Wegstrecke vom Parkplatz ist.
Bei Bø kirke befinden sich fünf spätmittelalterliche Skulpturen aus Lübeck. Für den Besuch sind auch die vorhandenen Einrichtungen relevant: Es gibt gute Parkmöglichkeiten, einen Rollstuhlzugang, eine Induktionsschleife sowie Toiletten einschließlich einer barrierefreien Toilette. Hier kommen ein konkretes Kunst- und Geschichtsthema und praktische Besucherorientierung zusammen.
Archäologische Orte und Fischereigeschichte
An der archäologischen Fundstätte Føre sind Steinkisten, Grabhügel und Bautasteine sichtbar. Auf Buholmen in Hovden ist der Fischerdorfhügel ein automatisch geschütztes Kulturdenkmal. Die Geschichte Buholmens zeigt auch eine besondere Fischereipraxis: Die Fischer dort waren auf „rav og rekling“ spezialisiert, fettige Streifen vom Heilbutt, die getrocknet sowie geräuchert oder gesalzen wurden. So ergänzen sich unterschiedliche historische Perspektiven: der geschützte Kulturdenkmalhügel und die konkret beschriebene Verarbeitung des Heilbutts.
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