Rabat: Antike Spuren und Kulturerbe
Unterkünfte in Rabat
Rabat beginnt unterhalb der Bastionen von Mdina. Früher umfasste der Vorort nahezu die gesamte römische Stadt – ein Bezug, der die antike Geschichte der Gegend in den Mittelpunkt rückt. Zwischen unterirdischen Begräbnisstätten, einer römischen Wohnwelt und barocker Baugeschichte eröffnet sich ein vielschichtiges Kulturthema für Ihre Reiseplanung.
Catacombs und religiöse Überlieferung
Die St Paul’s Catacombs dienten in punischer, römischer und byzantinischer Zeit als Begräbnisstätte. Ihr Gebiet umfasst mehr als 30 Hypogäen; der Hauptkomplex erstreckt sich über mehr als 2.000 m². Die Angaben beschreiben zwei verschiedene Maßstäbe: die Zahl der unterirdischen Grabanlagen und die Fläche des Hauptkomplexes. Die Stätte war zudem die erste in Malta, die mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurde. Wer archäologische Orte nach ihrer langen Nutzungsgeschichte einordnet, kann hier drei aufeinanderfolgende Epochen betrachten.
Auch die St Paul’s Grotto ist mit einer religiösen Überlieferung verbunden und zählt zu den meistverehrten Orten Maltas. Der Überlieferung nach soll Paulus nach seiner Ankunft auf Malta im Jahr 60 n. Chr. dort geblieben sein. In der Grotto steht eine Statue des heiligen Paulus, die Großmeister Pinto 1748 stiftete. Im unterirdischen Bereich bilden Catacombs ein Labyrinth aus Gräbern des 3. Jahrhunderts n. Chr. Daneben umfassen die Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg im unterirdischen Bereich etwa 50 Räume. Religiöse Erinnerung, antike Bestattung und Geschichte des Zweiten Weltkriegs stehen hier als unterschiedliche Zeitschichten nebeneinander.
Museumsgeschichte und römischer Alltag
Eine andere historische Schicht zeigt das Wignacourt Collegiate Museum: Das Gebäude war früher die barocke Residenz der Kapläne des Johanniterordens. Im ersten Stock umfasst die Bildergalerie Werke von Mattia Preti, Antoine Favray und Francesco Zahra. So begegnen Ihnen an diesem Ort sowohl die frühere Funktion des Hauses als auch Kunstwerke dreier konkret benannter Künstler.
Die Domvs Romana wurde 1881 zufällig entdeckt. Auf den maltesischen Inseln entstand das erste eigens errichtete Bauwerk zum Schutz einer archäologischen Stätte und ihrer Sammlung. Die aktuelle Ausstellung führt Besucher durch verschiedene Aspekte des Familien- und Haushaltslebens der römischen Aristokratie. Damit ergänzt die Domvs Romana die Begräbnisstätten um eine andere Perspektive auf die Antike: Hier steht das private und häusliche Leben im Mittelpunkt.
Landschaftsgeschichte und Wasser
Der Name Chadwick Lakes erinnert an das Wirken von Sir Osbert Chadwick. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts plante er mehrere Dämme zur Speicherung von Regenwasser. Die Geschichte des Ortsnamens verweist damit zugleich auf den damaligen Umgang mit Wasser.
Im Qlejgħa Valley bildet der Bach dort, wo Vertiefungen im Gelände liegen, kleine Becken oder sogar einen kleinen Wasserfall. Die Wasserverhältnisse sind saisonabhängig. Dieses Landschaftsbild unterscheidet sich von den baulichen und archäologischen Themen der Museen und Catacombs: Im Tal prägen Bachlauf und Gelände die Eindrücke.
Weg zum Fiddien Box Interpretation Centre
Vom Għajn National Water Conservation Centre in Rabat führt ein ausgeschilderter Weg über die Għajn Qajjet Road etwa 500 Meter bergab zum Haupteingang des Fiddien Box Interpretation Centre. Die Entfernung ist als ungefähre Angabe zu verstehen. Prüfen Sie die Straßenverhältnisse vor Ort, bevor Sie den Weg gehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Marsaskala, Gozo, San Pawl Il-Baħar, Għasri, Munxar, Għargħur, Ħal Għaxaq, Gharb.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Malta.