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Bour: Wald, Eisch und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Bour

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Bour liegt an der Eisch. Im Norden, Osten und Westen umgeben ansteigende Waldflächen den Ort; nach Süden fällt das Gelände leicht ab, und dort liegen einige Wiesen und Ackerflächen. Die Mëlleschbaach mündet südlich von Bour in die Eisch. Auch die Source François zählt zu den heute noch im Ort vorhandenen Quellen. Wald, offene Flächen und Gewässer gehören damit zu den konkreten Merkmalen der Landschaft rund um Bour.

Wandern und die Umgebung entdecken

Die natürliche Umgebung von Bour eignet sich für Spaziergänge im Wald. Der Auto-Pédestre Wanderweg Tuntange führt durch Bour und am Rand des Mariendallerbësch entlang. Für diesen Weg werden festes Schuhwerk und etwas zu trinken empfohlen. Der Sentier National de la Vallée des Sept Château macht das Tal, in dem Bour liegt, erlebbar. Die beiden Wege setzen unterschiedliche Akzente: Beim Auto-Pédestre gehören der Verlauf durch den Ort und der Waldrand zum Wegbezug; beim Sentier National steht das Tal im Mittelpunkt. So können Sie die genannten Wanderangebote danach unterscheiden, ob Sie den Bezug zum Ort und zum Mariendallerbësch oder zum Tal besonders interessiert.

Dorfstruktur und Kapelle

Bour hat die Grundstruktur eines traditionellen Straßendorfes bis heute bewahrt. Durch den Bau der Rue de Luxembourg wurde sie etwas erweitert. Ein präzise verortetes Bauwerk im Ort ist die heutige, dem Heiligen Celsus geweihte Kapelle. Sie wurde 1851 erbaut und steht am östlichen Ortseingang, dort, wo die Rue d’Arlon in die nach Tuntange führende Rue de Luxembourg mündet. Ihre Lage verbindet die Kapelle mit einem konkreten Punkt der Dorfstruktur: der Straßenmündung am östlichen Ortseingang.

Auch die Gestaltung der Kapelle bietet verschiedene Details. Vier geometrisch gestaltete Antikglasfenster wurden um 1935 entworfen. Der Altar umfasst Statuen der Madonna mit Kind, des Heiligen Celsus und des Heiligen Eligius. Die Kapelle Sankt Celsus in der Rue d’Arlon besitzt außerdem ein aufwendig gestaltetes barockes Tabernakel mit Chronogramm; darüber liegt eine ovale Nische mit einer Marienstatue. Fenster, Altar und Tabernakel zeigen unterschiedliche Aspekte der Ausstattung. Der Name des Heiligen Celsus begegnet dabei sowohl in der Widmung der Kapelle als auch unter den Statuen am Altar.

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Eisch, Mühle und frühere Handwerke

Die Eisch war auch für die frühere Nutzung ihrer Wasserkraft wichtig: Bereits im 13. Jahrhundert wurde sie genutzt, um die ehemalige Getreide- und Sägemühle in Bour anzutreiben. Im 18. Jahrhundert machte man den Fluss zeitweise durch Schleusen schiffbar, um Eisen zwischen der Simmerschmelz und den Ansembourger Eisenhüttenanlagen zu transportieren. Die beiden historischen Nutzungen unterscheiden sich deutlich: Die Wasserkraft trieb eine Mühle an, während die zeitweise Schiffbarkeit dem Eisentransport diente. Auch das Köhlerhandwerk war in der Gegend um Bour weit verbreitet und wurde dort bis zum Beginn der 1930er-Jahre ausgeübt. Zur Ortsgeschichte gehören damit sowohl die Nutzung des Flusses als auch ein Handwerk, das in der Umgebung lange ausgeübt wurde.

Wenn Sie ein Hotel für eine Reise nach Bour suchen, können Sie zunächst Ihren Schwerpunkt festlegen: Interessieren Sie sich vor allem für Wald und Wanderwege, für die traditionelle Dorfstruktur oder für die Geschichte von Wasserkraft, Flusstransport und Köhlerei? So lässt sich die Ortswahl an dem ausrichten, was Sie in Bour besonders interessiert.

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