Zum Inhalt

Valka: Grenzgeschichte, Pedele und kulturelles Erbe

Unterkünfte in Valka

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Valka ist durch die lettisch-estnische Grenze geprägt. Grenzgeschichte, der Fluss Pedele und kulturelles Erbe bieten unterschiedliche Zugänge zu einem Aufenthalt in der Stadt. Im Zentrum lässt sich die Grenze unmittelbar erleben; der Naturlehrpfad und historische Bauwerke zeigen weitere Seiten Valkas.

Die Grenze im Stadtzentrum

Am 1. Juli 1920 wurde Valka geteilt, als die Grenze zwischen den unabhängigen Staaten Lettland und Estland gezogen wurde. Im Stadtzentrum ermöglicht die lettisch-estnische Grenze, gleichzeitig in zwei Ländern zu stehen. Ein Grenzpfosten und EU-Schilder mit den Hinweisen „Hier beginnt Lettland“ und „Hier beginnt Estland“ eignen sich als Fotomotiv. So wird die Grenzlage nicht nur Teil der Stadtgeschichte, sondern auch an einem konkreten Ort erlebbar.

Pedele-Fluss und Aussicht

Der Naturlehrpfad Pedele verläuft durch Valka und Valga an beiden Ufern des Flusses Pedele, nahe der lettisch-estnischen Grenze. Auf der Seite von Valka führt der Pfad 350 Meter an einem Ufer entlang; dort gibt es Spazierwege, Sitzbänke und eine Laube. Diese Angaben geben dem Valkaer Abschnitt einen klaren Rahmen für einen Spaziergang am Fluss.

Von der Laube auf dem Putraskalns reicht der Blick auf den Fluss Pedele in zwei Ländern sowie auf Valka und Valga. Der Pfad führt durch beide Städte, während der Aussichtspunkt den Blick auf den Fluss und die beiden Städte richtet. Damit stehen der Verlauf des Weges und die Aussicht als unterschiedliche Perspektiven auf den grenzüberschreitenden Raum nebeneinander.

Museum und Bildungsgeschichte

Das Valkas novadpētniecības muzejs befindet sich in einem Gebäude, das von 1850 bis 1853 eigens für das Seminar der Lehrkräfte an den Gemeindeschulen von Vidzeme errichtet wurde. Das Museum widmet sich dem kulturellen Erbe von Jānis Cimze und seinen Schülern. So treffen im selben Themenfeld die Geschichte der Lehrkräfteausbildung und die Erinnerung an Cimze und seinen Wirkungskreis aufeinander.

Anzeige

Das Museum bietet Einzel- und Gruppenbesuche seiner Ausstellungen und Expositionen an. Da sich Besuchsarrangements ändern können, sollten Sie vor dem Besuch die aktuellen Regelungen prüfen. Die Ausstellung „Valkas slimnīcas vēsture“ zeigt das medizinische Leben des Krankenhauses anhand von Fotografien sowie medizinischen Geräten und Instrumenten, Möbeln und Kleidung des Personals.

Kirche und Baugeschichte

Der Name der Lugažu-Kirche erscheint erstmals 1477 in historischen Quellen. An der Kirche finden sich Merkmale der Gotik, des Klassizismus und der Nationalromantik. Ihr Turm dient auch als Aussichtsturm und bietet Ausblicke auf Valka und Valga. Die Schrader-Kapelle auf dem Cimze-Friedhof stammt aus dem Jahr 1773 und gilt als eines der ältesten Gebäude in Valka.

Erinnerungsorte und Eisenbahnerbe

Das Brāļu-kapu-Memorial in Valka ist den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Sowjetarmee gewidmet. Auf seinen Granittafeln stehen die Namen von 414 gefallenen Kämpfern. Als weitere Station der Stadtgeschichte steht die Valkas vecā stacija (Valka II): Sie wurde etwa 1896/97 für die 750-mm-Schmalspurbahnlinie Valka–Rūjiena–Pērnava errichtet. Nach der Ziehung der Staatsgrenze wurde der Bahnhof Valka II zum Grenzbahnhof. Die zeitliche Abfolge verbindet damit die ältere Bahnlinie mit der späteren Grenzfunktion des Bahnhofs.

Weitere Reiseziele entdecken: Omuļi, Turna, Ērģeme, Zaķi.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Valkas Novads.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.