Siguldas Novads: Natur, Burgen und Kultur
Unterkünfte in Siguldas Novads
Der Gauja-Nationalpark erstreckt sich auch über Siguldas Novads und verbindet dort Erholung und Naturschutz. Seine Natur lässt sich an Zahlen ebenso ablesen wie an den Möglichkeiten draußen: Im Park wurden mehr als 800 Gefäßpflanzenarten, 149 Vogelarten und 48 Säugetierarten festgestellt. Zugleich gibt es mehr als 100 Kilometer Wanderwege sowie Fahrradstrecken im gesamten Parkgebiet. Naturerlebnisse und Kulturgeschichte bilden zwei unterschiedliche Schwerpunkte für die Planung Ihres Aufenthalts.
Wanderwege und besondere Landschaften
Raganu katls ist ein geschütztes Naturobjekt im Gebiet des Nurmižu-Grabenreservats in Siguldas Novads. Verschiedene Wasserläufe haben dort einen großen Suffosions-Trichter beziehungsweise eine Schlucht geformt. Raganu katls ist 30 Meter hoch und 20 Meter breit; die Felswände erreichen eine maximale Höhe von 20 Metern. Besichtigt werden kann die Schlucht ausschließlich vom oberen Aussichtspunkt. Die streng geschützte Reservatszone darf nur auf einer festgelegten, auf der Karte markierten Route durchquert werden.
Ein anderes Landschaftsbild bietet die Gūtmaņala: Die 18,8 Meter lange Grotte liegt im gelblich-roten Sandstein der Gauja-Formation. Sie ist 12 Meter breit, ihre Decke erreicht eine maximale Höhe von 10 Metern. In der Grotte sind Inschriften aus dem 17. Jahrhundert erhalten; außerdem ist sie mit der Legende von der Rose von Turaida verbunden. Geologische Formen und überlieferte Geschichten treffen hier unmittelbar aufeinander.
Der Naturlehrpfad Mālpils ist ein etwa 6,5 Kilometer langer Hin- und Rückweg am linken Ufer der Mergupe. Informationstafeln behandeln die örtlichen Bäume, Pflanzen und Fische. Die ungefähre Gesamtlänge und der thematische Schwerpunkt machen den Weg zu einer eigenen Möglichkeit, sich mit der Flusslandschaft und ihrer Natur zu beschäftigen.
Burgen, Geschichte und Kultur
Das 42 Hektar große Museumsreservat Turaida umfasst archäologische, architektonische, historische und künstlerische Denkmäler. Sie zeugen von Ereignissen über einen Zeitraum von etwa 1.000 Jahren, beginnend im 11. Jahrhundert. Mit dem Bau der steinernen Burg Turaida wurde 1214 begonnen. Zum Bestand des Museumsreservats gehören außerdem 26 Steinskulpturen des Bildhauers Indulis Ranka.
Auch in Sigulda lassen sich verschiedene historische Bauwerke unterscheiden. Das Neue Schloss wurde 1878 errichtet; an seiner Außenseite ist der neugotische Stil erhalten. Die Burg des Livländischen Ordens entstand 1207 und wurde im frühen 18. Jahrhundert während des Großen Nordischen Krieges zerstört. Seit den 2011 begonnenen Rekonstruktionsarbeiten ist sie Besuchern zugänglich und wird für Veranstaltungen unter freiem Himmel genutzt. Die Daten markieren dabei unterschiedliche Kapitel der Geschichte des Ortes.
Im Burgviertel von Sigulda gibt es Werkstätten und Ateliers von Handwerkern und Künstlern. Besucher können dort neue Fertigkeiten erlernen und Souvenirs kaufen. Das Kulturzentrum Siguldas devons ergänzt diese Angebote als multifunktionaler Kultur- und Kunstraum: Zum Programm gehören Kunstausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte, Filmvorführungen und Veranstaltungen für Familien. Die konkreten Veranstaltungstermine variieren.
Ausflüge und Aktivitäten
Der Lēdurgas Dendropark verbindet botanische Vielfalt mit Aktivitäten im Freien. Um 1993 wurden dort insgesamt 939 Taxa von Bäumen und Sträuchern festgestellt; inzwischen könnte die Zahl der Taxa 1.000 übersteigen. Zum Angebot gehört ein Discgolfplatz mit 19 Körben: einem Trainingskorb und 18 Körben für den Spielparcours. Außerdem sind Picknicks, geführte Ausflüge und kreative Workshops möglich.
Die Bob- und Rodelbahn von Sigulda ist täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr öffentlich zugänglich. Im Sommer werden Sommerbobfahrten angeboten, im Winter Softbob-, Softluge- und Ice-Raft-Erlebnisse. Da sich Betriebsbedingungen ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zeiten. Eine weitere Möglichkeit, die Gauja zu überqueren, ist die Seilbahn von Sigulda: Sie verbindet die beiden Ufer über eine Strecke von 1.025 Metern.
Für Gruppen von 10 bis 60 Personen bietet das Weingut Zilver nach vorheriger Vereinbarung eine Führung durch die Weinherstellung mit Erläuterungen zum Herstellungsprozess und einer Verkostung an. Dabei werden fünf Frucht-, Beeren- oder Blütenweine beziehungsweise Weindestillate verkostet. Führung und Verkostung dauern insgesamt 1,5 Stunden.
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