Ushguli: Svan-Türme, Kirchen und Wege Richtung Shkhara
Unterkünfte in Ushguli
Ushguli liegt auf 2.200 Metern über dem Meeresspiegel; Wege führen von hier in Richtung der höchsten Gipfel des Kaukasus. Das Reiseziel verbindet historische Architektur mit konkreten Wandermöglichkeiten. Für die Planung eines Aufenthalts lohnt es sich, beide Seiten zu betrachten: Svan-Türme, Kirchen und Anlagen einerseits, Streckenlänge, Gehzeit und Zufahrt andererseits.
Kulturerbe, Kirchen und Türme
Die Dörfer Chazhashi, Jibiani, Chvibiani und Murkmeli sowie ihre architektonischen Elemente gelten weiterhin als nationale Monumente. Die Landschaft von Chazhashi ist als Teil der Welterbestätte geschützt. Zum Ushguli-Chazhashi-Museumsreservat gehören Wohnkomplexe und eine Ausstellung, die in einem Turm eingerichtet ist.
Lamaria, auch als Ushguli-Muttergotteskirche bekannt, ist ein basilikaartiger Bau aus dem 9. bis 10. Jahrhundert. Zu den prägenden Elementen zählen der markante Turm und ein Schutzzaun. Die Fresken folgen einem für die svanische Malerei charakteristischen Stil und zeigen Szenen der Deesis, der Geburt Christi und der Verklärung.
Eine Festung aus dem 12. bis 13. Jahrhundert ist mit der Regierungszeit Königin Tamars verbunden. In Chazhashi steht noch der dritte Turm der Burg, die Königin Tamar als Winterresidenz diente. Chazhashi wird außerdem mit Königin Tamars Sommerturm in Verbindung gebracht; von den zugehörigen Bauwerken ist nur eine Kirche aus dem 10. Jahrhundert erhalten.
Über die Dörfer Ushgulis verteilt stehen Dutzende traditionelle Svan-Türme. Murkmeli gilt als „Dorf der Türme“: Von einst bis zu 80 Wehrtürmen sind zehn erhalten. Die St.-Barbare-Kirche in Murqmeli gilt als bemerkenswerte Sehenswürdigkeit innerhalb der Ushguli-Gemeinschaft.
Wanderwege und Zeitplanung
Die Ushguli–Shkhara-Route beginnt in Chazhashi, führt durch Chvibiani und Zhibiani und erreicht das Ufer des Enguri. Die Wanderroute Ushguli–Shkhara-Gletscher–Namkvami-See ist neun Kilometer lang und dauert sieben bis acht Stunden; die tatsächliche Dauer hängt von den Bedingungen ab. Sie führt zum Fuß des Shkhara-Gletschers auf 2.900 Metern. Der Namkvami-See, auch Romisghele-See genannt, ist auf dieser Route der letzte Halt auf 2.500 Metern.
Im Vergleich dazu ist der Ushguli–Mami-Trek mit 23 Kilometern und zehn bis zwölf Stunden die längere Strecke. Auch hier variiert die tatsächliche Dauer mit den Bedingungen. Für eine sichere Wanderung sind gute körperliche Verfassung und ein erfahrener Guide unerlässlich. Auf der Ushguli–Mami-Route gibt es keine Plätze zum Campen.
Anreise und lokale Besonderheiten
Mit der Außenwelt ist Ushguli über die Straßen Ushguli–Mestia und Ushguli–Lentekhi verbunden. Eine Zufahrt ist ungefähr vier Monate im Jahr möglich; in den übrigen acht Monaten bedeckt Schnee die Straßen. Für die Fahrt von Mestia nach Chazhashi ist ein Geländewagen erforderlich. Bei schlechter werdendem Wetter kann die Straße nahezu unpassierbar werden. Prüfen Sie daher vor der Abfahrt die Straßenverhältnisse.
Auch lokale Kultur zeigt sich in konkreten Details: Kubdari ist als immaterielles Kulturdenkmal des georgischen Kulturerbes anerkannt. Gitsruli, ein Bergkraut, das in Kubdari verwendet wird, wächst überwiegend auf den Heuwiesen des Dorfes Ushguli.
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