Ridala entdecken
Unterkünfte in Ridala
Ridala ist auch unter den lokalen Varianten Rõdala, Ridali und Rüdala bekannt. Die Themen reichen von einer befestigten Siedlung aus der Bronzezeit bis zu mittelalterlicher Baugeschichte; in der Umgebung kommen ein Moorwanderweg und das Asva-Wikingerdorf hinzu. So begegnen sich hier unterschiedliche Zugänge zu Landschaft und Geschichte.
Archäologie zwischen damaligem Ufer und heutiger Küste
Die befestigte bronzezeitliche Siedlung Ridala lag am damaligen Meeresufer beim heutigen Kuke oja und etwa fünf Kilometer von Asva entfernt. Sie war im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. nur kurze Zeit in Gebrauch. Die archäologische Stätte Ridala liegt auf einem schmalen, von Norden nach Süden verlaufenden Moränenrücken, ungefähr vier Kilometer von der heutigen Küste entfernt. Die Uferangabe bezieht sich auf die Bronzezeit; die Küstendistanz beschreibt die heutige geografische Einordnung.
Auch Särge pao Tohtrikivi/Nõiakivi gehört zu den historischen Stätten Ridala: Der Ort ist ein archäologisches Denkmal und eine historische heilige Naturstätte. Diese beiden Bezeichnungen verbinden archäologische Bedeutung mit der Geschichte des Platzes als heiliger Naturstätte.
Wanderweg durch das Koigi-Moor
In der Umgebung von Ridala führt ein 4,8 Kilometer langer Wanderweg durch das Koigi-Moor und rund um den Pikkjärv. Der Weg verläuft als Holzschnitzelpfad und Holzbohlenweg. Am Weg steht ein neun Meter hoher Aussichtsturm. Länge, Wegverlauf und Oberflächen beschreiben den Moorweg als zusammenhängendes Ziel; der Turm liegt ebenfalls an dieser Route.
Für die Planung lässt sich so ein konkretes Naturthema von den historischen Stätten im Ort unterscheiden: Der Moorweg hat eine angegebene Länge und führt um den Pikkjärv, während die Angaben zu Ridala auch die bronzezeitliche Siedlung und die heutige Lage der archäologischen Stätte umfassen.
Asva: Abenteuerpfad und Küche
In der Umgebung von Ridala liegt das Asva-Wikingerdorf am Rand der alten Wallburg von Asva. Dort bietet ein Abenteuerpfad Klettern bis in etwa zwölf Meter Höhe; die Wikinger-Häuptlingsrutsche ist bis zu 100 Meter lang. Die Maße beziehen sich auf verschiedene Teile des Angebots: auf die Höhe beim Klettern und auf die maximale Länge der Rutsche.
Im Asva-Wikingerdorf serviert die Küche Odrakoda Speisen und Getränke, die auf alten Rezepten und lokalen Geschmacksrichtungen beruhen. Bewegung auf dem Abenteuerpfad und ein kulinarisches Angebot sind damit zwei unterschiedliche Themen desselben Wikingerdorfs.
Kirche, Ordensburg und Windmühle
In der Umgebung von Ridala wurde die Marienkirche von Pöide im 14. Jahrhundert erbaut. Sie ist die größte einschiffige Kirche Westestlands und der Inseln. Die Ordensburg Maasi wurde 1345 nach der Niederschlagung des Aufstands in der Georgsnacht errichtet. Ihre konservierten Ruinen können Besucher sehen und zwischen den Mauern spazieren. Pöide steht damit für die Baugeschichte einer einschiffigen Kirche, Maasi für eine Ordensburg mit einem genau datierten historischen Anlass und begehbaren Ruinen.
Zur Architekturgeschichte des Dorfes Ridala gehört die Kabeli-talu-Bockwindmühle, die in der Liste der Architekturdenkmäler des Dorfes verzeichnet ist. Die Kabeli-talu-Windmühle wurde 2008 restauriert und konserviert.
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