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Saunaküla: Wiesen, See und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Saunaküla

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Saunaküla lässt sich über Landschaft, Wege und Ortsgeschichte kennenlernen. Zu den konkreten Bezugspunkten zählen die flachen Estonia-Berge, der Estonia järv und der als Lehrpfad ausgewiesene Weg zwischen Kaerepere, Saunaküla und Kumma. Hinzu kommen Erzählungen zur Entstehung des Dorfes, zur Herkunft seines Namens und zu früheren Handwerkstraditionen.

Wiesen, Erhebungen und Waldflächen

Die Estonia-Berge Eesmägi, Keskmägi und Tagasoomägi sind flache Erhebungen inmitten von Wiesen. Diese Wiesen haben sich durch menschliche Tätigkeit und fortlaufende Pflege zu artenreichen Holz-Wiesen entwickelt und werden als lokal bedeutende Naturschutzobjekte geführt. Die benannten Erhebungen sind einzelne Landschaftselemente; die nähere Umgebung umfasst darüber hinaus weitläufige naturnahe Flächen.

Dort gibt es wenig genutzte Nadel- und Mischwälder unterschiedlichen Alters, Wiesen sowie einige Kahlschläge. Im Gebiet von Saunaküla liegt außerdem der Estonia järv. Die Eichen des Tammiku-Hofs werden als wertvolle Naturmerkmale bezeichnet. So gehören neben den flachen Erhebungen und dem See auch Waldflächen und offene Bereiche zu den unterschiedlichen Landschaftsbezügen des Ortes. Die Holz-Wiesen verbinden fortlaufende Pflege mit Artenreichtum; die Wälder umfassen Nadel- und Mischbestände unterschiedlichen Alters.

Wege und Orientierung

Die durch Saunaküla führende Hauptstraße beginnt in Kaerepere und führt zu den Wiesen sowie zum Estonia-Erholungsgebiet mit dem See und dem Estonia-Berg. Davon zu unterscheiden ist der Weg Kaerepere–Saunaküla–Kumma: Er ist als Lehrpfad zur Natur- und Kulturgeschichte ausgewiesen und zählt zu den öffentlichen Wanderwegen der Gemeinde Kehtna. Die Straße ist also mit dem Erholungsgebiet verbunden, während der Lehrpfad Natur- und Kulturgeschichte zum Thema hat und drei Ortsnamen trägt.

Die innerörtlichen Straßen von Saunaküla und Kaerepere führen zur Tallinn-Türi-Landstraße, die wenige Kilometer von der Dorfgrenze entfernt liegt. Für die räumliche Orientierung benennt diese Angabe sowohl den Straßenanschluss als auch den Bezug zur Dorfgrenze. Die Gemeinde Kehtna nennt die Estonia-Erholungsgebiete außerdem im Zusammenhang mit sommerlichen Sportaktivitäten und dem Schwimmen.

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Herkunft und gemeinschaftliches Leben

Saunaküla soll aus Familien entstanden sein, die im Zuge der Ausweitung der Landnutzung nach Westen und Norden aus den älteren Dörfern Kumma und Kaerepere ausgesiedelt waren. Der Name Saunaküla geht wahrscheinlich auf landlose Saunen zurück, die Arbeitern des Gutshofs Valtu als Unterkünfte dienten. Die erste Erklärung betrifft die Entstehung des Dorfes, die zweite die Herkunft seines Namens – zwei unterschiedliche Fragen der Ortsgeschichte.

Historische Bauernhaushalte in Saunaküla erzielten zusätzliches Einkommen durch Handwerk, insbesondere durch Holzarbeiten und die Herstellung von Wagen. Zum gemeinschaftlichen Dorfleben gehörten gemeinsame Frühjahrs-Aufräumarbeiten und die Feier des Jüripäev. Außerdem wurden acht Sommerzusammenkünfte heutiger und früherer Dorfbewohner veranstaltet, jeweils im Abstand von fünf Jahren.

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