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Hagudi: Gutsgeschichte und maritime Geschichte

Unterkünfte in Hagudi

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hagudi verbindet eine frühe Siedlungsgeschichte mit der Gutsgeschichte um Adam Johann von Krusenstern. Daneben eröffnet das größere Gebiet Hagudi kant einen landschaftlichen Zugang zum Moor. Für Ihre Reiseplanung sind damit sowohl die Geschichte des Ortes als auch eine ausgeschilderte Wanderroute im Umfeld relevant.

Gut und Seefahrtsgeschichte

Adam Johann von Krusenstern wurde auf Gut Hagudi geboren. Von 1803 bis 1806 leitete er die erste Weltumsegelung unter der Flagge der russischen Marine. Diese Lebensgeschichte gibt Hagudi einen konkreten Bezug zur Seefahrt und macht das Gut für Reisende interessant, die bei ihrem Aufenthalt auch historische Zusammenhänge einordnen möchten.

Am Gut Hagudi wurde 2020 an einer Gedenkbank eine Tafel mit dem Bild des Segelschiffs „Nadežda“ angebracht. Mit dem Schiffsmotiv greift sie den maritimen Bezug auf, der auch durch Krusensterns Weltumsegelung entsteht. Unter einer geschützten alten Eiche am Eingang von Hagudi Manor steht ein Gedenkfindling.

Die Geschichte des Guts reicht bis in die Zeit des Großen Nordischen Kriegs zurück. Nachdem Gut Hagudi niedergebrannt worden war, baute Johann Friedrich von Krusenstern es wieder auf. Die Herkunft Adam Johann von Krusensterns und der Wiederaufbau durch Johann Friedrich führen so zu zwei unterschiedlichen Kapiteln der Gutsgeschichte.

Historische Zeitmarken in Hagudi

Die erste Besiedlung von Hagudi ist für das Jahr 1447 unter dem Namen Hakude vermerkt. Eine weitere historische Orientierung bietet die Siedlung rund um den Bahnhof: Die dichter bebaute Siedlung dort wurde spätestens Ende der 1930er-Jahre als Alevik bezeichnet. Der Bahnhof selbst wurde vor etwa einem Jahrhundert errichtet. Die Jahreszahl 1447 und die Bezeichnung Alevik stehen somit für unterschiedliche zeitliche Bezüge: den frühen Siedlungseintrag einerseits und die spätere Bezeichnung des Bereichs rund um den Bahnhof andererseits.

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Moor und Wanderroute im weiteren Gebiet

Im größeren Gebiet Hagudi kant zählt das Hagudi-Moor zu den bedeutenden Naturwerten. Im Kreis Raplamaa verläuft die RMK-Wanderroute Penijõe–Aegviidu–Kauksi durch die Moore Rabivere und Kõnnu zwischen Hageri und Hagudi. Sie ist ausgeschildert; an Bäumen kennzeichnen weiße, gelbe und weiße Farbmarkierungen ihren Verlauf.

Für Ihre Reiseplanung sind das zwei unterschiedliche landschaftliche Bezugspunkte: das Hagudi-Moor als Naturwert des größeren Gebiets und die konkret benannte Wanderroute durch Rabivere und Kõnnu. Wenn Sie sich für die Route interessieren, können die weiß-gelb-weißen Markierungen dabei helfen, sie von anderen Wegen zu unterscheiden.

Anreise planen

Hagudi ist im öffentlichen Verkehr mit Bussen und Zügen in Richtung Tallinn–Rapla–Türi angebunden. Der Bahnhof wurde vor etwa einem Jahrhundert errichtet. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie vor der Abreise die aktuellen Verbindungen. So können Sie Ihre Anreise auf den öffentlichen Verkehr und Ihren geplanten Aufenthalt abstimmen.

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