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Spithami entdecken

Unterkünfte in Spithami

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für die Reiseplanung in Spithami lassen sich drei Blickwinkel unterscheiden: Küstenwanderung, Natur im Naturschutzgebiet Nõva und Ortsgeschichte.

Küstenwanderung und Bachquerung

Abschnitt 52 des Baltic Coastal Hiking verläuft auf der Route Dirhami–Spithami–Hafen von Nõva (Rannaküla) durch Spithami. Der Weg führt über Waldwege und Strände. Der Strand ist sandig und stellenweise mit Kies, Geröll und Steinen bedeckt; ein kurzer Abschnitt besteht aus Dolomitgrund. Innerhalb eines Abschnitts wechseln damit unterschiedliche Oberflächen, statt dass Sie durchgehend denselben Sanduntergrund antreffen. Die Wegbedingungen können sich saisonal verändern.

Abschnitt 52 überquert den kleinen Bach Uuejõe, der bei niedrigem Wasserstand durchwatet werden kann. Eine Brücke befindet sich 0,6 km von seiner Mündung ins Meer entfernt. Da der Wasserstand variieren kann, ist die Möglichkeit zum Durchwaten an niedrigen Wasserstand gebunden. Vom Uuejõe-Lagerfeuerplatz in Spithami besteht Zugang zum Liivanõmme-Lehrpfad. Entlang des RMK-Liivanõmme-Lehrpfads im Gebiet zwischen Peraküla und Spithami wachsen alte, knorrige Kiefern, die Hongad genannt werden. Einige können mehr als 300 Jahre alt sein; besonders in der Dämmerung gelten die Hongad als interessante Sehenswürdigkeit.

Natur im Naturschutzgebiet Nõva

Das Naturschutzgebiet Nõva umfasst das Dorf Spithami. Im Gebiet dürfen Menschen sich aufhalten und Beeren, Pilze sowie andere Nebenprodukte des Waldes sammeln, vorbehaltlich der Schutzgebietsregeln; saisonale Einschränkungen können gelten. Radfahren ist auf den Wegen und zusätzlich auf ausgewiesenen Routen erlaubt. Im Wasserbereich sind nicht motorisierte Wasserfahrzeuge zugelassen, ausgenommen Tretboote beziehungsweise Wasserfahrräder. Für die Planung lohnt es sich, die jeweils geltenden Regeln und die unterschiedlichen Ausnahmen im Blick zu behalten.

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Ortsgeschichte und geologische Spuren

Die küstenschwedische Epoche Spithamis reicht bis in die Zeit vor den 1940er-Jahren zurück. Zur sowjetischen Zeit befanden sich im Dorf ein Grenzschutzposten und eine Raketenbasis. Die Radarstation Spithami ist ein Relikt des sowjetischen Zeitalters und Teil des sowjetischen Militärerbes. In den Ruinen sind einige Infrastrukturelemente erhalten. Am Standort des früheren Ortungsgeräts wurde eine Aussichtsplattform errichtet; prüfen Sie vor einem Besuch den Zustand der Anlage. Der Küstenwanderweg in Spithami führt an einer historischen Teergrube vorbei, in der aus Kiefern- und Fichtenholz Teer gebrannt wurde.

Der Kozlov-Gedenkstein in Spithami erinnert an den russischen Offizier Michail Kozlov, der 1951 während eines versuchten Landungsunternehmens am Strand ums Leben kam. 2014 wurde ein Denkmal für estnischstämmige Späher errichtet, die an dem Feuergefecht am Strand von Spithami beteiligt waren. An der Kalksteinklippe des Hafens von Spithami finden sich dunkle, braun-schwarze, kantige Brekzien aus dem Umfeld des Meteoritenkraters Neugrund. Der Einschlag erfolgte vor 475 Millionen Jahren einige Dutzend Kilometer entfernt auf dem Meeresboden. Damit verweist ein konkretes Merkmal des Hafens auf ein geologisches Ereignis, das weit vor der Ortsgeschichte liegt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Noarootsi.

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