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Ida-Viru: Moorwege, Küste und Bergbaugeschichte

Unterkünfte in Ida-Viru

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Auf dem Aidu-Wanderweg treffen steile Böschungen eines stillgelegten Steinbruchs auf geflutete Abbauflächen – eine davon überqueren Sie mit einer Fähre. Diese ungewöhnliche Landschaft ist ein Vorgeschmack auf Ida-Viru: Wanderwege führen durch Moore und Wälder, zu Wasserfällen und Seen; Museen erzählen von Bergbau und regionaler Geschichte, während sich an der Küste ein anderer Blick auf die Reise eröffnet.

Wanderwege zwischen Moor, See und Steinbruch

Für unterschiedliche Weglängen bietet der Kotka-Wanderweg einen konkreten Vergleich: Die gesamte Strecke ist acht Kilometer lang, im Rüütli-Moor kann auch ein 1,5 Kilometer langer Abschnitt begangen werden. Unterwegs vermittelt der Weg Niedermoore und Übergangsmoore ebenso wie sandige Höhenrücken, die aus eiszeitlichen Ablagerungen entstanden sind. Wer verschiedene Moorlandschaften kennenlernen möchte, findet sie auch am Selisoo-Wanderweg: Er führt durch Übergangsmoor, offenes Hochmoor und bewaldetes Moor. Selisoo selbst ist ein Hochmoor mit Moor-Kiefern, Schlenken und einem ausgeprägten Moorkolk-System.

Ein anderer Landschaftseindruck erwartet Sie am Uljaste-Wanderweg, der am Uljaste-See vorbeiführt und einen Oser, ein Moor und Urwald einbezieht. Auf dem Uljaste-Oser liegt mit 95,2 Metern der höchste natürliche Punkt von Ida-Virumaa. Der Kurtna-Wanderweg verläuft an den Ufern von elf Seen entlang; unterwegs gibt es Möglichkeiten zum Schwimmen und Angeln. Zu seiner Ausstattung gehören 300 Meter Holzbohlenweg, drei Stege und zwölf kleine Informationstafeln.

Auch am Poruni-Wanderweg lässt sich der zeitliche Umfang gut anhand zweier Streckenvarianten planen: Zur Wahl stehen eine zehn Kilometer lange Hin- und Rückstrecke oder eine 2,5 Kilometer lange Runde. Der Weg verläuft durch Urwald am Poruni-Fluss bis zum Narva-Fluss und zurück. Am Anfangs- und Endpunkt befinden sich ein Parkplatz und eine Informationstafel. Auf dem Aidu-Rundweg liegen Start und Ende an der Feuerstelle Aidu-Nõmme; blaue Markierungen an den Bäumen kennzeichnen die Strecke.

Glint, Wasserfälle und Naturgebiete

Im Landschaftsschutzgebiet Ontika liegt der höchste Abschnitt des nordestnischen Glints, bis zu 55,6 Meter hoch. Dort befindet sich auch der 26,1 Meter hohe Valaste-Wasserfall, der als höchster Wasserfall Estlands bezeichnet wird. Der 1,5 Kilometer lange Valaste-Lehrwanderweg vermittelt Naturwerte des nordestnischen Glints und der Klippenwälder. Im Naturgebiet Pangametsa gibt es am Wasserfall eine Aussichtsplattform und Treppen.

Weitere Wasserfälle zeigen unterschiedliche Formen der Landschaft: Die Aluoja-Kaskade besteht aus fünf größeren Stufen. Vor dem Abstieg des Mägara-Bachs ins Pühajõe-Tal liegt ein Canyon, der etwa 700 Meter lang und etwa zehn Meter tief ist. Der Kivisilla-Wasserfall ist gut zu beobachten und zugänglich; von seinem Fuß führt eine Treppe hinunter zum Meeresstrand. Am Langevoja-Wasserfall gibt es einen Rast- und Feuerstellenplatz, der sich für ein Picknick eignet.

Im Nationalpark Alutaguse ermöglichen eigens errichtete Beobachtungshütten, Bären aus sicherer Entfernung zu beobachten. Eine Sichtung ist dabei nicht garantiert. Wer den Besuch lieber mit einem Spaziergang verbindet, kann im Oru Park gut ausgeschilderte und gepflegte Wege nutzen, die Hõbeallika-Höhle erkunden oder im Schwalbennest den Meerblick und den Sonnenuntergang genießen.

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Museen, Bergbau und regionale Geschichte

Das Estnische Bergbaumuseum macht die Geschichte und Technik des Ölschiefers auf verschiedene Weise anschaulich. In der Aufbereitungsfabrik geht es um den Weg des Ölschiefers, die Energieerzeugung und künftige Entwicklungen im Energiesektor. Der Crashkurs ist eine 1,5-stündige Führung unter Tage: Sie führt acht Meter tief in die Stollen und umfasst Einblicke in die Bergbauausrüstung sowie eine Fahrt mit einer unterirdischen Grubenbahn. Vorab-Absprachen können erforderlich sein. Zum Museum gehört auch ein unterirdisches Restaurant: Bergmannssuppe und Bergmannsbrot mit Salo werden an einem Tisch serviert, der sich auf Schienen bewegt. Für das Essen ist eine Buchung mindestens zwei Tage im Voraus erforderlich.

Das Vaivara-Sinimägeden-Museum bietet einen Geschichtslehrpfad zu militärischen Befestigungsanlagen aus drei Epochen in den Blauen Bergen. Im Sillamäe Museum widmen sich sechs Ausstellungssäle der Geschichte und Entwicklung der Stadt. Der Mineralienraum behandelt die Entstehung von Dolomit, Kalkstein und Granit in Estland; außerdem können dort Edelsteine betrachtet werden. Im Iisaku Kihelkonna Museum stehen die Kultur der Woten, die Alutaguse historisch geprägt hat, und ein Naturraum mit ausgestopften Tieren und Vögeln aus Alutaguse im Mittelpunkt.

Kloster, Küste und maritime Perspektiven

Das 1891 gegründete Kloster Kuremäe ist das einzige heute funktionierende russisch-orthodoxe Nonnenkloster Estlands. An seiner Heiligen Quelle kann gebadet werden. Kirchen im Klosterkomplex, die sonst für die Öffentlichkeit geschlossen sind, lassen sich im Rahmen einer bei den Nonnen bestellten Führung besichtigen; die Vereinbarung sollte vor dem Besuch bestätigt werden.

Am Strand von Narva-Jõesuu erstreckt sich der Finnische Meerbusen fast zehn Kilometer entlang; Kiefernwald säumt den Strand. Das flache Wasser reicht weit vom Ufer hinaus und ermöglicht angenehmes Baden für Familien mit Kindern. An der Mündung des Narva-Flusses steht der Leuchtturm von Narva-Jõesuu, der seit mehr als einem Jahrhundert Schiffen als Navigationshilfe dient. Seine offene Plattform liegt in mehr als 30 Metern Höhe und bietet Blicke auf den Kurort, den Hafen, den mehrkilometerlangen Strand und das gegenüberliegende Ufer.

Für Ihre Hotelplanung können Sie zunächst überlegen, welche dieser Seiten Ida-Virus Ihre Reise prägen soll: Moor- und Seelandschaften, Bergbaugeschichte, Klosterbesuch oder Küste.

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