Viimsi entdecken: Küstenkultur, Inseln und Naturwege
Unterkünfte in Viimsi
In Viimsi reicht das Besuchsprogramm von Küstenhöfen und Museen bis zu Naturwegen, Inselzielen und Angeboten am Wasser. Wenn Sie ein Hotel suchen, können Sie Ihre Reise zunächst nach den geplanten Erlebnissen ausrichten: Soll es vor allem um Geschichte und Ausstellungen gehen, um Zeit im Freien oder um Strand und Inseln? Die unterschiedlichen Themen geben Ihrem Aufenthalt einen eigenen Schwerpunkt, ohne dass alle Ziele in denselben Tagesplan passen müssen.
Küstenkultur und Geschichte
Das Viimsi Open Air Museum besteht im Wesentlichen aus dem 150 Jahre alten Küstenhofkomplex Kingu und ist als nationales Kulturdenkmal geschützt. In einem Erdkeller am Dreschhaus befindet sich die Ausstellung „Spirit Carriers and Smugglers“. Die Lighthouse Alley zeigt maßstabsgetreue Nachbildungen von sieben estnischen Leuchttürmen. So begegnen Ihnen im Museum Hofgeschichte, eine Ausstellung und maritime Bauwerke im Miniaturformat.
Direkt neben dem Museum liegt ein Bauernmarkt, auf dem estnische Lebensmittel und frischer Fisch verkauft werden. Er ist ganzjährig samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Das saisonale Programm „May There Always Be Bread!“ umfasst herbstliche Feldarbeit und Brotbacken. Der Markt und das Herbstprogramm setzen unterschiedliche Akzente: Hier geht es um regionale Lebensmittel, dort um landwirtschaftliche Arbeit und die Herstellung von Brot.
Das Estonian War Museum ist im Viimsi Manor untergebracht, das General Johan Laidoner, dem Oberbefehlshaber des Estnischen Freiheitskriegs, gehörte. Die Dauerausstellung führt durch die Kriege, an denen Estland und die Esten beteiligt waren – von der Frühgeschichte bis zu den Auslandseinsätzen der estnischen Streitkräfte. In der Heavy Artillery Hall widmet sich eine weitere Ausstellung dem elfjährigen Einsatz der estnischen Streitkräfte in Afghanistan. Das Museum kann außerdem Führungen zu militärhistorischen Sehenswürdigkeiten auf der Halbinsel Viimsi organisieren. Sein Play Headquarters umfasst einen Mini-Bunker der Waldbrüder, eine Kletterwand, Bausteine zum Burgenbauen und Mini-Uniformen.
Das Museum of Coastal Folk ist in einem alten Schulhaus untergebracht. Seine Sammlung reicht von Angelhaken bis zu Booten und umfasst Objekte, die mit dem Leben und den Tätigkeiten der Küstenbevölkerung verbunden sind. Für junge Besucher gibt es dort auch einen maritim gestalteten Spielraum. Die Randvere St. Peter's Church wurde 1848–1852 erbaut; der Friedhof wurde 1803 angelegt.
Naturwege und Landschaft
Das RMK Viimsi Visitor Center befindet sich in einem renovierten Kuhstall aus der Gutshofszeit. In seiner Dauerausstellung „Metsas on väge!“ („Kraft im Wald!“) steht der Wald im Mittelpunkt. Vom Zentrum Tallinns fährt Bus 114 direkt bis zum Visitor Center an der Haltestelle „Meremärgi“. Eine weitere Möglichkeit ist Bus 1A bis „Viimsi keskus“; von dort geht es zu Fuß oder mit dem lokalen Bus V1 weiter bis „Meremärgi“.
Der 3,1 Kilometer lange Tädu Nature Trail liegt im Mäealuse Landscape Protection Area und informiert über Waldbewohner und Naturerscheinungen. Mit verschiedenen Bussen fahren Sie bis zur Haltestelle „Tädu kuusk“; von dort sind es etwa 100 Meter bis zum Wegbeginn. Für die Strecke benötigen Sie in ruhigem Tempo ungefähr 1,5 Stunden. Am Ende des Weges gibt es eine Feuerstelle, an der Sie Feuer machen und picknicken können. Länge, ungefähre Gehzeit und Feuerstelle helfen dabei, den Weg als eigenen Programmpunkt einzuplanen.
Auch der Umfang des Naturschutzes gibt einen Eindruck von der Landschaft in der Gemeinde Viimsi: Fünf staatlich geschützte Naturobjekte umfassen zusammen etwa 2.325 Hektar. Dazu zählen das Prangli hoiuala, das Prangli maastikukaitseala, der Naissaare looduspark, der Park von Viimsi Manor und der Haabneeme sanglepik. Außerdem gibt es acht lokal geschützte Landschaftsschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 1.628 Hektar; für ihre Verwaltung ist Viimsi vald zuständig.
Inselziele, Strand und Wasser
Aufgrund der dauerhaften Besiedlung gewährleistet Viimsi vald Verkehrsverbindungen zu den Inseln Prangli und Naissaar. Naissaar ist ausschließlich auf dem Seeweg erreichbar; die Überfahrt vom Festland dauert ungefähr eine Stunde. Die Fährfahrpläne sind saisonal und vom Betreiber abhängig, daher empfiehlt sich ein Blick auf die Verbindung vor der Reise. Auf der Insel bewegt man sich hauptsächlich mit großen Lastwagen oder zu Fuß auf Wald- und Sandwegen, denn asphaltierte Straßen gibt es dort nicht.
Das Naissaar Visitor Center bietet Fahrten mit der historischen Schmalspurbahn sowie Ausflüge und Wanderungen an. Eine konkrete Wanderoption ist der sieben Kilometer lange North Trail, auch Military Trail genannt: Der Küstenweg führt an militärhistorischen Sehenswürdigkeiten wie der Estonian Battery No 5 und den Batterien 10A und 10B vorbei und umfasst zehn Informationstafeln. Auf Prangli führt die buchbare Wander- und Saunatour durch Fischerdörfer, Kiefernwälder und zu Sandstränden; sie endet mit einem Saunagang am Meer.
Der Strand von Haabneeme ist ein Sandstrand zum Baden mit sauberem, warmem Wasser. Zu den dort genannten Einrichtungen gehören Rettungsschwimmer, Fahrradständer, Strandkabinen, Liegestühle, Toiletten und zwei Beachvolleyballplätze. Für ein anderes Wassererlebnis bietet der Atlantis H2O Aquapark ein Wellenbecken, einen Strömungskanal und acht Rutschen; die längste ist über 120 Meter lang. Der Kinderbereich umfasst zwei kleinere Rutschen, einen Kletterbereich und ein 20 Zentimeter tiefes Becken. Damit unterscheiden sich Strandbesuch und Aquapark sowohl im Angebot am Wasser als auch bei den beschriebenen Einrichtungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Viimsi, Muuga, Lääneotsa, Naissaare, Kelnase, Rohuneeme, Äigrumäe, Randvere
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Harju.