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Grabfeld entdecken: Kulturgeschichte und Natur

Unterkünfte in Grabfeld

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Grabfeld lässt sich über seine Ortsgeschichte, Schiller-Bezüge, jüdischen Kulturstätten und Naturplätze kennenlernen. Die Sehenswürdigkeiten setzen unterschiedliche Schwerpunkte: In manchen Orten stehen historische Gebäude im Mittelpunkt, andernorts erzählen Museen von der Vergangenheit oder Wege führen zu Landschafts- und Kulturstätten. Für Ihre Reiseplanung können Sie sich daran orientieren, welche Themen Sie besonders interessieren.

Ortsgeschichte und historische Bauwerke

In Jüchsen befindet sich das Museum Willfried Büttner in der Alten Schule, einem Gebäude von 1616. Zahlreiche Exponate vermitteln die Geschichte des Ortes. Für Besuche sind Termine nach Vereinbarung vorgesehen; stimmen Sie einen Besuch daher vorab ab.

Auch Exdorf verbindet ältere Ortsgeschichte mit sichtbaren Merkmalen im Ortsbild. Der Ort wurde 951 erstmals unter dem Namen „Heigesdorf“ urkundlich erwähnt. Erhaltene Fachwerkhäuser prägen das Dorf mit; hinzu kommen historische Hofeingangsportale aus dem Spätmittelalter. Die Dorfkirche fällt durch ihren wuchtigen Turm und eine charakteristische Schweifkuppel auf. In Nordheim zeigt das Rat- und Backhaus eine andere architektonische Besonderheit: Das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und besitzt einen doppelseitigen Treppenaufgang.

In Wolfmannshausen gibt es ein Heimatmuseum mit einer Hausfigur; Besuche sind nach Vereinbarung vorgesehen. Die Ägidiuskirche dort besitzt sehr gut restaurierte Wandfresken aus der Zeit ihrer Erbauung. Wer sich für historische Kirchen interessiert, findet in Queienfeld eine weitere besondere Baugeschichte: 1720 wurde in der Ortsmitte neben einem alten Wehrturm eine Kirche errichtet. Ein Teil des Wehrgrabens ist erhalten.

Schiller-Orte und Freilichtaufführungen

Im Gutshaus der Familie von Wolzogen befindet sich ein Museum, das die Zeit veranschaulicht, in der Friedrich Schiller dort sieben Monate lebte und arbeitete. Der historische Schiller-Wanderweg führt von Meiningen nach Bauerbach. In Bauerbach finden alljährlich Freilichtaufführungen statt. Museum, Wanderweg und Aufführungen eröffnen damit verschiedene Zugänge zu Schillers Aufenthalt und seinem Bezug zu Bauerbach: über historische Darstellung, eine Route zwischen zwei Orten oder ein jährlich stattfindendes Freilichtangebot.

Jüdisches Erbe in Berkach

Das jüdische Ensemble in Berkach umfasst eine Synagoge, ein Badehaus, eine Schule und einen Friedhof. An der Mühlfelder Straße wurden die Synagoge und die Judenschule zwischen 1852 und 1854 erbaut. Das jüdische Ritualbad, die Mikwe, stammt aus dem Jahr 1838 und wurde 1990 restauriert. Die Synagoge wurde 1990/91 wieder als Synagoge hergerichtet und am 3. November 1991 feierlich wiedergeweiht; bei der Feier war die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth anwesend.

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Auch der Friedhof gehört zu diesem historischen Zusammenhang: Auf den Grabsteinen sind viele Inschriften noch gut lesbar. Ein 2014 angelegter Rundweg mit Texttafeln verbindet die jüdischen Kulturstätten miteinander. So können Sie die einzelnen Bestandteile des Ensembles in Beziehung zueinander setzen, statt sie nur als voneinander unabhängige Bauwerke zu betrachten.

Landschaft, frühe Besiedlung und Wege

Die Widderstatt nahe Jüchsen ist ein vorgeschichtlicher Siedlungsplatz, der seit 8000 v. Chr. von Menschen aufgesucht wird. Von dort führt der ausgeschilderte Keltenerlebnisweg in Richtung Steinsburg bei Römhild oder zum Dolmar. In Exdorf ist der Rundweg „Zur Platte“ ein Abschnitt des Burgenwanderwegs. Prüfen Sie vor einer Tour die für Ihren Besuch relevanten Angaben zur Route.

Südwestlich von Jüchsen, nahe der Straße nach Queienfeld, liegen die Wirtswiese und die Graulache. Beide wurden 1996 zu geschützten Landschaftsbestandteilen erklärt. Ein anderes Naturthema bietet das Naturschutzgebiet „Seeben“ in Behrungen: Dort gibt es verschiedene Vegetationsstrukturen und eine vielfältige Artenausstattung. Die historischen Wege, geschützten Landschaftsbestandteile und das Naturschutzgebiet unterscheiden sich in ihrem Charakter und geben Ihnen verschiedene Anhaltspunkte für die Reiseplanung.

Museumsbesuche in Behrungen

Zum deutsch-deutschen Freilandmuseum Behrungen gehören ein Grenzzaun und viele weitere Objekte. Besuche sind an jedem dritten Sonntag im Monat und nach Vereinbarung vorgesehen. Stimmen Sie Ihren Besuch vorab ab, damit Sie die angegebene Besuchsmöglichkeit bei Ihrer Planung berücksichtigen können.

Weitere Reiseziele entdecken: Wernshausen, Kleinschmalkalden, Jüchsen, Breitungen/Werra, Struth-Helmershof, Rohr / Thüringen, Sülzfeld, Kurort Brotterode.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schmalkalden-Meiningen.

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