Probstzella: Bauhaus, Grenzgeschichte und Schieferpfad
Unterkünfte in Probstzella
Probstzella verbindet Bauhaus-Architektur, Ortsgeschichte und Wege in der Landschaft. Zu den markanten Themen gehören das Haus des Volkes, das DDR-Grenzbahnhof-Museum und das Heimatmuseum. Draußen prägen das Grüne Band und der Schieferpfad die Möglichkeiten, den Ort und seine Umgebung zu Fuß zu erleben. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Architektur, Geschichte oder Bewegung im Freien im Vordergrund stehen soll.
Bauhaus-Architektur im Haus des Volkes
Das Haus des Volkes von 1927 ist das größte Bauhaus-Ensemble Thüringens. Errichtet wurde es zwischen 1925 und 1927 als Hotel und Volkshaus; Architekt war Alfred Arndt, ein Bauhausschüler. In seiner ursprünglichen Anlage kamen damit eine Beherbergungsfunktion und die Nutzung als Volkshaus zusammen. Heute befinden sich im Gebäude ein Theater- und Konzertsaal. Für Besucher, die sich für Bauhaus-Architektur interessieren, bietet das Haus somit sowohl einen konkreten Ort als auch eine Baugeschichte, die von der Errichtung bis zu den heutigen Räumen reicht.
Museen: Bahnhof, Ortsgeschichte und Schieferbergbau
Das DDR-Grenzbahnhof-Museum Probstzella befindet sich im alten Bahnhofsgebäude von 1885. Das Heimatmuseum setzt andere Akzente: Es rekonstruiert das frühere Probstzellaer Postamt und einen Kolonialwarenladen und vermittelt Hintergründe zur Geschichte des Schieferbergbaus im Raum Probstzella. Außerdem können Besucher dort den Spuren entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze nachgehen. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, findet damit verschiedene Zugänge – vom historischen Bahnhofsgebäude über die dargestellten früheren Einrichtungen bis zum Bergbau und zur Grenzgeschichte.
Zu den konkreten Ausstellungsdetails im Heimatmuseum gehören etwa 120 Meter Gleis, rund 2.000 Bäume und zahlreiche originalgetreue Nachbildungen von Probstzellaer Häusern. Führungen durch die Ausstellung werden auf Anfrage angeboten; feste Öffnungszeiten gibt es nicht. Wenn Sie einen geführten Besuch planen, fragen Sie deshalb vorab an und prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit. So lässt sich ein Museumsbesuch besser in den Aufenthalt einordnen, ohne feste Besuchszeiten vorauszusetzen.
Grünes Band und Wanderungen
Die Landschaft bei Probstzella ist Teil des Grünen Bandes. Entlang des ehemaligen Grenzstreifens haben sich während der jahrzehntelangen Abriegelung besonders erhaltenswerte Biotope entwickelt. Grenzwanderungen rund um Probstzella können auf Anfrage mit ausgebildeten Naturführern organisiert werden. Die Anfrage ist dabei Teil der Planung; klären Sie die aktuelle Verfügbarkeit, bevor Sie eine geführte Tour einplanen.
Zum Schieferpfad gehört ein kleiner Rundweg um Probstzella, für den etwa zwei bis vier Stunden veranschlagt werden. Daneben ist der Schieferpfad als großer Rundweg von etwa 60 Kilometern angelegt und verbindet Probstzella mit Lehesten, Ludwigsstadt und Gräfenthal. Im weiteren regionalen Umfeld lässt sich der Loquitz-Radwanderweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzen.
Das übergeordnete Reiseziel Saalfeld-Rudolstadt
Im übergeordneten Reiseziel Saalfeld-Rudolstadt reicht die Wanderlandschaft des Landkreises vom Saaletal bis zum Thüringer Wald. Zu ihren beschriebenen Merkmalen gehören stille Wälder, weite Ausblicke und kulturhistorische Sehenswürdigkeiten entlang der Wege. Der Hohenwarte-Stausee-Weg ist dort ein vom Deutschen Wanderverband zertifizierter Qualitätswanderweg und bietet ein Naturerlebnis auf gut markierten Strecken. Für Radfahrende ergänzt der Saaleradweg den regionalen Überblick: Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt verbindet er Natur- und Kulturerlebnis mit gut ausgebauter Radinfrastruktur. Diese Angebote gehören zum größeren Reiseziel Saalfeld-Rudolstadt und sind von den örtlichen Sehenswürdigkeiten und Wegen in Probstzella zu unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Remda-Teichel, Deesbach, Meura, Unterweißbach, Barigau, Bad Blankenburg, Katzhütte, Schwarzburg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saalfeld-Rudolstadt.