Rothenburg/O.L. – Geschichte, Schlosspark und Neiße
Unterkünfte in Rothenburg/Oberlausitz
Rothenburg/O.L. bietet verschiedene Zugänge zur Ortsgeschichte und Landschaft: historische Gebäude, Museen, den Rothenburger Schlosspark und Wege an der Neiße. Auch ein Biberlehrpfad und ein Luftfahrttechnisches Museum setzen eigene thematische Akzente. So können Sie bei der Planung Ihres Aufenthalts abwägen, ob Sie sich besonders für Baugeschichte, Natur oder Technik interessieren.
Schlosspark, Fluss und Biberlehrpfad
Der Rothenburger Schlosspark gehört zu den größten Landschaftsparks des 19. Jahrhunderts in der Region Oberlausitz-Niederschlesien. Von den elf Eichenarten, die dort einst standen, sind acht erhalten geblieben. Rhododendren, Hortensien, Magnolien und Tulpenbäume ergänzen den Baumbestand. Damit bietet der Park einen eigenen botanischen Schwerpunkt neben den historischen Themen der Stadt.
Hinter Rothenburg können Sie durch Wiesen zur Neiße spazieren. Der Fluss verläuft auf fast 20 Kilometern an der Stadt entlang. Ein weiterer Zugang zur Flusslandschaft ist der Biberlehrpfad: Der nahezu fünf Kilometer lange Rundweg führt über Tafeln an das Leben der Biber, ihre Ausbreitung und mögliche Konflikte mit menschlichen Bedürfnissen heran. Der Lehrpfad entstand, nachdem Biber, die aus den Flussauen verschwunden waren, sich dort wieder angesiedelt hatten. Für die Planung sind die Unterschiede klar: Der Lehrpfad ist ein thematischer Rundweg, während die Neiße auch den Bezugspunkt für Spaziergänge durch die Wiesen bildet.
Museen und Baugeschichte
Das Stadtmuseum Rothenburg befindet sich in einem der ältesten Gebäude des Ortes und verbindet ein Stadt- und Heimatmuseum mit der Stadtbibliothek. Wechselnde Themenausstellungen greifen unter anderem historische Rothenburger Gewerbe, den Park und das Schloss auf. Das Bauernmuseum Wilhelmshof setzt einen anderen Schwerpunkt: Es wurde auf dem Gelände eines Dreiseithofs angelegt und vermittelt Einblicke in das Landleben und die Arbeit auf dem Land vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Zu sehen sind dort ein Heuwagen, ein Traktor, ein Häufelpflug, eine Mohnmühle und eine historische Bauernküche. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten des Bauernmuseums.
Auch an den Gebäuden lassen sich verschiedene Bauzeiten ablesen. Die Evangelische Kirche wurde nach dem Stadtbrand von 1798 wieder aufgebaut und 1805 eingeweiht; ihr Turm entstand später, zwischen 1838 und 1840. Das Rathaus am Marktplatz wurde um 1800 errichtet und erhielt nach 1850 eine klassizistische Erweiterung. Das Panzerdenkmal erinnert an die Einnahme Rothenburgs durch sowjetische und polnische Armeen im April 1945. Zusammen führen diese Orte von der Stadtgeschichte des frühen 19. Jahrhunderts bis zu einem konkreten Ereignis des Zweiten Weltkriegs.
Luftfahrt und Radroute
Das Luftfahrttechnische Museum Rothenburg verbindet eine Sammlung mit einem besonderen Besuchserlebnis: Im Freigelände sind 20 Flugzeuge aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu sehen. Außerdem können Besucher in einer MiG-21 Platz nehmen und sich im Flugzeug fotografieren lassen. Damit steht hier neben Ortsgeschichte und Landschaft ein eigener Schwerpunkt auf Luftfahrttechnik.
Für eine Radreise kann der Oder-Neiße-Radweg in südlicher Richtung von Rothenburg bis Görlitz entlang der Neiße verfolgt werden. Der Biberlehrpfad und die Radroute bieten damit unterschiedliche Orientierungspunkte: einen Rundweg mit Informationen zur Tierwelt und eine südlich ausgerichtete Route zu einem benannten Ziel.
Weitere Reiseziele entdecken: Kottmar, Hähnichen, Groß Düben, Oppach, Weißwasser/Oberlausitz, Bernstadt Auf Dem Eigen, Oybin, Leutersdorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Görlitz.