Steffeln entdecken: Vulkangarten und Vulkanlandschaft
Unterkünfte in Steffeln
Steffeln verbindet Vulkanlandschaft und Baukultur. Im Vulkangarten stehen Kraterformen und Eruptionsschichten im Mittelpunkt; St. Michael zeigt die Verwendung von Palagonit-Tuff.
Vulkangarten und Blick in den Krater
Der Vulkangarten Steffeln umfasst einen Rundweg von etwa einer Stunde mit 24 Stationen, die vulkanische Phänomene erklären. Im Krater des Steffelbergs sind Eruptionsschichten freigelegt. Der Garten ist Teil eines Geotops, das als einzigartig in Mitteleuropa beschrieben wird. Ein Aussichtspunkt bietet einen Panoramablick über die Vulkaneifel. Die Runde verbindet so den Blick auf geologische Details im Krater mit einem Überblick über die Region.
Das mehrsprachige Informationskonzept mit Tafeln in Deutsch, Englisch und Niederländisch wurde am 5. November 2024 vorgestellt. Der Eifelverein bietet Gruppen geführte Spaziergänge im Vulkangarten nach vorheriger Absprache an. Da sich die Absprachen ändern können, klären Sie die Vereinbarung am besten vor Ihrem Besuch.
Vulkanische Formen in Steffeln
Der geologische Rahmen reicht über den Vulkangarten hinaus: Im Gemeindegebiet Steffeln einschließlich des Ortsteils Auel liegen sechs Trockene Maare unterschiedlicher Größe sowie eine Reihe von Vulkankegeln. Der Steffelner Drees wird als eisenreicher Calcium-Magnesium-Hydrogencarbonat-Säuerling klassifiziert. Damit stehen verschiedene Landschaftsformen neben der im Vulkangarten behandelten Kratergeologie; der Drees ergänzt sie um eine genaue Klassifizierung der Quelle.
Einordnung in die Vulkaneifel
In der Vulkaneifel sind bisher 77 Maare nachgewiesen; außerdem wurden 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus der jüngeren Phase. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel, der vor etwa 10.900 Jahren stattfand. Diese Zahlen geben den regionalen Maßstab wieder; die Angaben zu den sechs Trockenen Maaren und den Vulkankegeln beziehen sich dagegen auf das Gemeindegebiet Steffeln einschließlich Auel.
St. Michael und die Votivkapelle
Die Kirche St. Michael steht am Südhang eines markanten Tufffelsens am östlichen Rand von Steffeln. Ihr Baumaterial ist Palagonit-Tuff aus einem Steinbruch unmittelbar unterhalb des Standorts. Dieser Steinbruch wurde seit der Römerzeit genutzt. Lage und Baustoff bringen die Kirche so mit dem geologischen Untergrund in Verbindung; für Architekturinteressierte ist der Tuff ein konkreter Bezug zur Umgebung.
Anders verortet ist die Votivkapelle Wahlhausen: Sie liegt etwa einen Kilometer nordöstlich von Steffeln auf einem Hügel in 560 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Während St. Michael den östlichen Ortsrand markiert, bietet die Lage der Kapelle eine weitere Orientierung in der Umgebung.
Wanderung und Anreise planen
Für die Wanderplanung umfasst der Vulkan-Pfad eine Etappe von Steffeln nach Gerolstein. Als möglicher Ausgangspunkt für die Anreise per Bahn kommt der Bahnhof Jünkerath infrage. Die etwa einstündige Runde im Vulkangarten und die Etappe des Vulkan-Pfads sind unterschiedliche Möglichkeiten, Steffeln in eine Wanderplanung einzubeziehen. Prüfen Sie vor der Reise die Verkehrsverbindungen und Routendetails.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Obere Kyll.