Hillesheim: Kultur, Kriminalliteratur und Erdgeschichte
Unterkünfte in Hillesheim
Für die Suche nach einem Hotel in Hillesheim kann das kulturelle Profil ein hilfreicher Auswahlpunkt sein. Die Themen reichen von Kirchenmusik und Kriminalliteratur bis zu geologischen Spuren und Dokumenten über die Vergangenheit Hillesheims. Daneben eröffnet die übergeordnete Vulkaneifel einen eigenen regionalen Blick auf Vulkanlandschaften und Touren.
Kultur, Literatur und Geschichte
Die St.-Martins-Kirche beherbergt eine barocke Orgel aus dem Jahr 1772, geschaffen von der Orgelbauerfamilie Stumm. Bei Konzerten in Hillesheim wird das Instrument gespielt. Für Kulturinteressierte verbindet sich so der historische Orgelbau mit einem konkreten Konzertbezug.
Das Kriminalhaus vereint ein Archiv für Kriminalliteratur mit mehr als 30.000 Bänden und über 70 Krimi-Brettspielen. Eine Buchhandlung und das Café Sherlock gehören ebenfalls dazu. Der Schwerpunkt reicht damit von der literarischen Sammlung bis zum Brettspielformat; er unterscheidet sich klar vom musikalischen Thema der Orgel.
An der Burgstraße 27 können Besucher geologische Zeugnisse aus der Feuer- und Wasser-Geschichte der Gegend sowie Dokumente zur Vergangenheit Hillesheims erkunden. Die beiden Blickrichtungen sind verschieden: Die geologischen Zeugnisse beziehen sich auf die Gegend, die Dokumente auf die Geschichte Hillesheims. So lässt sich das Interesse an Naturgeschichte von dem an historischen Unterlagen unterscheiden.
Vulkanlandschaften der Vulkaneifel
In der Vulkaneifel sind bisher 77 Maare nachgewiesen; außerdem wurden 350 Ausbruchszentren gezählt, etwa 270 davon aus der jüngeren Phase. Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Zählgegenstände: nachgewiesene Maare und gezählte Ausbruchszentren. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel, der vor etwa 10.900 Jahren stattfand.
Auch einzelne Gewässer setzen unterschiedliche Akzente. Das Gemündener Maar hat eine Wasserfläche von etwa sieben Hektar und ist das kleinste der drei berühmten Eifel-Augen. Der Windsborn Kratersee bei Bettenfeld ist der einzige natürliche Kratersee nördlich der Alpen. An der Strohner Lavabombe können Besucher vor Ort die Entstehung der riesigen Lavabombe erkunden und die Wirkung des Vulkanismus in der Eifel erleben; die lokalen Zugangsbedingungen können variieren.
Museen und geologische Zeugnisse
Die regionalen Museen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Das Eifel-Vulkanmuseum Daun zeigt dreidimensionale Landschaftsmodelle von Schlackenkegeln, Maaren und Mineralquellen sowie Exponate zum Westeifel-Vulkanismus. Das Vulkanhaus Strohn ist ein interaktives Museum; zu seinen Exponaten zählt eine etwa 30.000 Jahre alte, rund sechs Meter lange und vier Meter hohe Lavaspaltenwand. Das Naturkundemuseum Gerolstein wird als größtes und ältestes Geomuseum der Eifel beschrieben und zeigt auf drei Etagen steinerne Zeugnisse aus der Erdgeschichte der Region.
Wandern und Mountainbiken
Die Vulkaneifel-Pfade führen zu landschaftlich reizvollen Höhepunkten rechts und links des Eifelsteigs. Sie sind markiert und ausgeschildert und umfassen Halbtagestouren, Tagestouren sowie Mehrtageswanderungen. Zwei konkrete Strecken verdeutlichen unterschiedliche Formate: Der Vulcano-Pfad ist ein 26,2 Kilometer langer Rundweg östlich von Schalkenmehren. Die elfte Etappe des Eifelsteigs führt von Daun nach Manderscheid und ist 23,4 Kilometer lang.
Für Mountainbike-Touren nennt der Trailpark Vulkaneifel ein etwa 750 Kilometer langes Wegenetz mit mehr als 17.500 Höhenmetern. Damit stehen neben den Zeitformaten der Wanderwege konkrete Längen einzelner Strecken und ein eigener Maßstab für ein Mountainbike-Netz. Da sich Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie vor einer Tour die aktuellen Angaben.
Weitere Reiseziele entdecken: Bolsdorf, Oberehe-Stroheich, Kerpen, Üxheim, Wiesbaum, Oberbettingen, Basberg, Walsdorf, Dohm-Lammersdorf, Loogh, Zilsdorf, Berndorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vulkaneifel.