Dohm-Lammersdorf: Basalt, Kirchen und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Dohm-Lammersdorf
Dohm-Lammersdorf erschließt sich über zwei Schwerpunkte: die geologischen Formen bei Dohm und die Geschichte der Kirchen und historischen Orte in Dohm und Lammersdorf. Wander- und Radthemen ergänzen das Bild. So können Sie bei der Reiseplanung abwägen, ob Sie vor allem Landschaft, Baugeschichte oder beides in den Mittelpunkt stellen möchten.
Vulkanische Spuren bei Dohm
Am Rand von Dohm liegt der geologische Aufschluss Giesenheld. Er zeigt feinkörnige Vulkanasche und Lapilli mit Glimmerkristallen. Hangaufwärts sind erstarrte Säulen aus Basaltströmen des Schlots und der Nebenkrater zu sehen. Giesenheld ist Punkt 3 des Geo-Pfads und gilt als Anziehungspunkt für Wandernde und Besucher.
Der Standort Basaltfelsen und Blockfeld Griesenheld in Dohm ist als Naturdenkmal ausgewiesen.
Geologischer Rahmen der Vulkaneifel
Für den größeren Zusammenhang lohnt der Blick auf die Vulkaneifel: Dort sind bisher 77 Maare nachgewiesen; außerdem wurden dort 350 Ausbruchszentren gezählt, etwa 270 davon aus der jüngeren Phase.
Kirchen und Baugeschichte
Sankt Remigius in Dohm hat einen teilweise romanischen Turm; seine oberen Teile stammen aus 1862. Ein Sandsteinschaftkreuz ist auf 1846 datiert. Zum Kirchenstandort gehören etwa 15 Grabkreuze aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Kirche besitzt außerdem einen Rokokoaltar und eine Lindenholzfigur des heiligen Rochus aus dem 17. Jahrhundert.
Sankt Lukas in Lammersdorf besitzt einen dreigeschossigen spätmittelalterlichen Chorturm. Zum Bau gehört ein hölzerner Säulenaltar aus dem frühen 18. Jahrhundert, auf dem eine Statue des heiligen Lukas steht. In der Kapelle befinden sich außerdem hölzerne Figuren der Jungfrau Maria und des heiligen Antonius aus dem 17. Jahrhundert. An der Lammersdorfer Lukaskapelle ist die hölzerne Tür am ebenerdigen Eingang des Glockenturms mit christlichen Symbolen geschmückt.
Das heutige Schiff der Kapelle soll aus dem Jahr 1795 stammen. Für 1316 ist eine Kapelle in Lammersdorf als Filialkirche überliefert; möglicherweise war sie ein Vorgängerbau der heutigen Kapelle.
Spuren der Ortsgeschichte
Auf Dohms Kirchenberg stand früher eine Burg. Von der ehemaligen Anlage ist eine gekrümmte Bruchsteinmauer erhalten, etwa 4 Meter hoch und 20 Meter lang. Eine Schenkungsurkunde vom 15. August 1454 erwähnt das Dorf im Zusammenhang mit Arnold von Densborn. Mauerrest und Urkundendatum eröffnen zwei verschiedene Perspektiven auf die Ortsgeschichte: eine erhaltene bauliche Spur der ehemaligen Burg und einen schriftlichen Hinweis auf das Dorf.
Wandern, Radfahren und regionale Bezüge
Dohm-Lammersdorf gehört zu den 15 Gemeinden im Gerolsteiner Land, durch die die Kyll fließt. Mit dem Ort verbunden sind Eifelsteig, Geo-Pfad und Kylltal-Radweg als Themen für Wander- und Radtouren. Eine regionale Radtour führt auf dem Kyll-Radweg durch Dohm-Lammersdorf; Müllich's Hof ist auf dieser Route ein Halt für Eifeler Spezialitäten und hausgemachtes Gebäck.
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