Andernach am Rhein entdecken
Unterkünfte in Andernach
Andernach verbindet den Rhein mit einer besonderen Naturattraktion, historischen Bauwerken und Wegen zu Fuß und mit dem Rad. Für die Wahl eines Hotels lohnt sich ein Blick auf den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts: Die Geysir-Expedition ist an eine Schifffahrt gebunden, während Wanderwege, Radverbindungen und die Baugeschichte andere Interessen ansprechen. Die folgenden Orientierungspunkte helfen Ihnen, passende Aktivitäten für Ihre Reise einzuordnen.
Geysir, Schiff und Naturraum
Die Geysir-Expedition im Geysir Museum Andernach führt durch sechs Museumsbereiche. Exponate und Mitmach-Lernstationen beschäftigen sich mit Geysiren, Vulkanen und den damit verbundenen geowissenschaftlichen Prozessen. Zum Naturraum gehört das Namedyer Werth: Das Naturschutzgebiet liegt an einem bewaldeten Rheinufer und bietet Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Dazu zählen Schwarzmilan, Eisvogel, Pirol und neun verschiedene Fledermausarten. So stehen neben den geowissenschaftlichen Themen auch die Landschaft und ihre Tierwelt im Blick.
Der Zugang zum Geysir Andernach erfolgt ausschließlich mit dem Geysir-Schiff „MS Namedy“. Es bringt Besucherinnen und Besucher zum Namedyer Werth und legt an den Andernacher Rheinanlagen ab. Da der Betrieb saisonalen und betrieblichen Änderungen unterliegt, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Zugangsinformationen. Das Geysir Museum, das Schiff und das Geysir-Gelände sind für Menschen mit Gehbehinderungen nach Stufe 2 als barrierefrei zertifiziert; eine Begleitperson wird empfohlen. Prüfen Sie die Angaben zur aktuellen Zertifizierung ebenfalls vor Ihrem Besuch.
Altstadt und Baugeschichte
In Andernach begegnen Ihnen unterschiedliche Formen historischer Architektur. Der Mariendom, auch Liebfrauenkirche genannt, ist eine reich ausgestattete dreischiffige romanische Emporenbasilika, die um 1200 erbaut wurde. Das Koblenzer Tor, auch „Burgpforte“ genannt, ist eine restaurierte vierstöckige mittelalterliche Doppeltoranlage und eines der erhaltenen Stadttore. Das Rheintor zählt zu den ältesten Doppeltoranlagen am Rhein und lädt dazu ein, den historischen Stadteingang zu durchschreiten. An der mittelalterlichen Stadtmauer gehört der Helmwartsturm zu den sechs vollständig erhaltenen Halbrundtürmen; in seiner Nähe bildet eine Holzkonstruktion einen historischen Wehrgang nach.
Auch Kirchen und Gedenkorte setzen eigene Akzente. Die Hospitalkirche, auch Hospitalkapelle St. Nikolaus und Elisabeth genannt, war die Kirche des Annuntiatenklosters. Die spätbarocke Anlage entstand 1737 bis 1739 und besitzt umfangreiche Wand- und Deckenmalereien. Die Christuskirche gehört zu den größten und besterhaltenen Minoritenkirchen im Mittelrheingebiet. Das Andernacher Mahnmal zur „Aktion T4“ ist ein begehbarer Spiegelcontainer, der an die Opfer nationalsozialistischer Deportationen erinnert und zum Gedenken einlädt. Am Rheinufer erinnert das Bollwerk als Ehrenmal an die Gefallenen der beiden Weltkriege und ist zugleich eine geschichtsträchtige Station an der Rheinpromenade.
Wandern, Radfahren und die Essbare Stadt
Für Wanderungen stehen unterschiedliche Weglängen zur Auswahl. Im Andernacher Stadtteil Eich gibt es drei markierte Rundwanderwege von 4,1, 5,6 und 7 Kilometern. Sie führen durch Felder, sanfte Hügel und ruhige Waldabschnitte rund um den Nastberg. Der Namedyer Weg nimmt einen anderen Verlauf: Er führt vom Stadtteil Namedy durch den Andernacher Stadtwald hinauf zum Krahnenberg und bietet Ausblicke über den Rhein und die umliegende Landschaft. Die angegebenen Kilometer machen die Streckenlängen gut vergleichbar.
Andernach liegt direkt am Rheinradweg. Entlang des Rheins ist die Stadt aus Richtung Köln/Bonn oder Koblenz erreichbar; gut ausgeschilderte regionale Radwege führen außerdem aus der Eifel und dem Neuwieder Becken dorthin. Ein weiterer Orientierungspunkt im Stadtgebiet ist die „Essbare Stadt“: Öffentliche Grünflächen werden für Gemüse, Obst, Beeren, Spaliergehölze und Küchenkräuter genutzt, und Besucherinnen und Besucher dürfen die Erzeugnisse pflücken. Die einzelnen Pflanzungen können saisonal variieren. Der Hauptteil liegt am Stadtgraben 1–27, direkt an der Stadtmauer zwischen Koblenzer Tor und Ottenturm.
Anreise und Schwerpunkt für Ihren Aufenthalt
Der Bahnhof Andernach liegt zentral am Rand der Altstadt. Direkte Verbindungen bestehen unter anderem mit den Linien RE5, RB26 und RB23 in Richtung Koblenz, Mainz sowie Bonn/Köln. Da sich Linien und Fahrpläne ändern können, prüfen Sie Ihre Verbindung vor der Abreise. Bei der Suche nach einem Hotel in Andernach können Sie zunächst entscheiden, ob Geysir und Natur, historische Bauwerke, Wanderungen oder Radfahren Ihren Aufenthalt prägen sollen.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.