Wallersheim entdecken
Unterkünfte in Wallersheim
Wallersheim verbindet eine geschützte Eifellandschaft mit geologischen Besonderheiten und historischen Bauzeugnissen.
Landschaft und Orientierung
Wallersheim liegt im Naturpark Nordeifel. Große Teile des Gemeindegebiets sind geschützt; die Kalkböden tragen seltene Pflanzen wie Wilden Enzian, Küchenschelle, Seidelbast und Wald-Kratzdistel. Die Pflanzenwelt gehört damit ebenso zum Landschaftsbild wie die geologischen Spuren der Region.
Auch die Straßenverbindungen helfen bei der Orientierung: Die Landesstraßen L10 und L30 verlaufen durch Wallersheim. Die L10 verbindet Hersdorf mit Büdesheim und führt weiter zur B410. Die L30 verläuft von Birresborn-Kopp über Fleringen bis zur B410 in Richtung Prüm.
Die Landschaft rund um Wallersheim, Büdesheim und Schwirzheim gehört zur größten Kalkmulde der Eifel und ist reich an Fossilien. Im Gebiet Wallersheim/Loch sind unter anderem Seelilien, Brachiopoden, Korallen, Schnecken und Kopffüßer nachgewiesen.
Kirche und historische Zeugnisse
Die St.-Nikolaus-und-St.-Barbara-Kirche wurde zwischen 1850 und 1860 erbaut. Sie steht erhöht am Dorfrand am Fuß eines Hanges. Der einschiffige Bau zeigt romanische Formen und wird zugleich als klassizistisch beeinflusster Saalbau mit Motiven des Historismus eingeordnet. Am Westturm endet das Dach in einer achteckigen Pyramide; der polygonale Chor hat Fenster mit Sandsteinrahmen. Im Kirchenraum befinden sich farbige Ornamentfenster.
Die Kirche ist regelmäßig Spielstätte der Wallersheimer Passionsspiele. Der dauerhafte Bezug zu diesen Aufführungen ergänzt die architektonische Seite des Bauwerks um eine kulturelle Rolle; einzelne Aufführungen können dabei variieren.
Weitere Zeugnisse lassen sich an ihren Formen und Datierungen unterscheiden. Neben der Leichenhalle steht ein barocker Kreuzigungsschrein mit einem Relief des heiligen Hubertus, datiert auf 1736. Der Langstein ist ein Menhir aus Kalkstein, der wahrscheinlich aus der späten Jungsteinzeit stammt. Das nachgotische Nischenkreuz Am Lee trägt die Jahreszahl 1680 und weist spätere Ergänzungen auf. Ein weiteres Wegkreuz steht im Wallersheimer Wald südöstlich von Loch, außerhalb der Ortsmitte, aber innerhalb der Gemeinde: Es zeigt den heiligen Petrus und ist auf 1726 datiert. Auch die ehemalige Schule mit Lehrerwohnungen gehört als Kulturdenkmal dazu; sie stammt aus dem Jahr 1902.
So reichen die benannten Zeugnisse zeitlich vom wahrscheinlich spätneolithischen Langstein über die Kreuze des 18. Jahrhunderts bis zum Schulgebäude von 1902. Die unterschiedlichen Bauformen und Daten bieten verschiedene Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für die Geschichte und das bauliche Erbe des Ortes interessieren.
Wanderwege und Landschaftseindrücke
Im Gebiet um Wallersheim verlaufen gut markierte Wander- und Radwege, die an Dolomitfelsformationen und Waldbächen vorbeiführen. Für Wanderer gibt es dort fünf Rastplätze mit überdachten Sitzgelegenheiten. Prüfen Sie die Einrichtungen vor Ort, bevor Sie Ihre Tour planen.
Die Prümer Land Tour Route 3 ist eine mittelschwere Wanderung über 25 Kilometer mit 344 Metern Aufstieg und Abstieg. Sie führt an devonischen Gesteinsschichten und Kalkmagerrasen vorbei und bietet Panoramablicke. Eine Erweiterung durch Loch schließt das Walbert-Felsenmeer ein, das als geologische Besonderheit gilt. Da sich Wegbedingungen und genaue Aussichtspunkte ändern können, empfiehlt sich ein aktueller Blick auf die Tourenbedingungen.
Die Kombination aus geschützter Landschaft, geologischen Themen und historischen Bauwerken macht Wallersheim für unterschiedliche Interessen lesenswert. Bei Ihrer Reiseplanung können Sie abwägen, ob für Sie eher die Wanderwege, die Natur- und Fossilfunde oder die Kirchen- und Denkmalgeschichte den Ausschlag geben.
Weitere Reiseziele entdecken: Utscheid, Irrhausen, Irrel, Sinspelt, Bitburg, Prümzurlay, Giesdorf, Scharfbillig.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eifelkreis Bitburg-Prüm.