Scharfbillig: Himmeroder Hof, St. Lukas und Rohrmaar
Unterkünfte in Scharfbillig
Wenn Sie Scharfbillig als Reiseziel erwägen und nach einem Hotel suchen, verbindet die Ortswahl zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Bau- und Kirchengeschichte sowie ein geschütztes Feuchtgebiet. Der Himmeroder Hof und St. Lukas machen die historischen Themen konkret; römische Fundstellen reichen weiter zurück. Das Rohrmaar setzt einen anderen Akzent, denn sein Schutzstatus bringt klare Besuchsregeln mit sich. So lässt sich die Ortswahl daran ausrichten, ob für Ihre Reise eher historische Bauformen und Fundplätze oder ein Naturschutzgebiet im Mittelpunkt stehen sollen.
Der Himmeroder Hof und seine Baugeschichte
Der Himmeroder Hof an der Kirchstraße 14 ist der westliche Wirtschaftshof der Zisterzienserabtei Himmerod. Als ehemaliger, charakteristischer regionaler Streckhof verbindet er Wohn- und Wirtschaftsgebäude unter gegeneinander versetzten Dächern. Der Hof ist in regionaler Steinbauweise errichtet; seine Wände sind etwa 90 Zentimeter stark. Zum ehemaligen Gebäude gehört ein Sandsteinportal aus dem Jahr 1733 mit einer Muschelnische.
Am früheren Himmeroder Hof sind außerdem ein Gewölbekeller mit roter Sandsteintreppe, ein Brunnen, ein Backhaus, Waschsteine, Treppen aus Stein und Eiche sowie eine monumentale Rauchhaube erhalten. Besonders groß ist die Takenanlage: Sie misst 2,50 Meter in der Höhe und 2,12 Meter in der Breite. Der ehemalige Hof ist als Einzeldenkmal im Kulturdenkmälerverzeichnis des Eifelkreises geführt.
Römische Fundstellen und St. Lukas
Zu Scharfbilligs römischen Fundstellen zählt eine Siedlung bei Auf Birkenhecken aus dem 3. oder 4. Jahrhundert; im Bereich Vor der Hardt befinden sich Hügelgräber. Die katholische Filialkirche St. Lukas wurde 1818 erbaut und ist dem heiligen Lukas geweiht. Oberhalb der Tür ist in der inneren Westwand ein barocker Puttenkopf eingelassen. St. Lukas steht seit dem 3. März 1986 unter Denkmalschutz.
Auch die Geschichte des Hochaltars ist mit mehreren Orten verbunden, bleibt aber teilweise überliefert: Der Altar soll nach mündlicher Überlieferung aus der Stiftskirche in Kyllburg stammen; möglicherweise wurde er 1760 in den Werkstätten der Abtei Himmerod geschaffen. Die Kirche bietet damit einen weiteren historischen Schwerpunkt neben den römischen Fundstellen und dem ehemaligen Wirtschaftshof.
Rohrmaar: Naturschutz und Besuchsregeln
Das Naturschutzgebiet Rohrmaar bei Scharfbillig umfasst 2,21 Hektar. Geschützt wird ein nährstoffreiches Feuchtgebiet, das charakteristischen bedrohten Feuchtgebietsarten als Lebensraum und Rückzugsort dient, besonders Vögeln und Insekten. Für die Planung sind die geltenden Einschränkungen wichtig: Das Betreten und Durchfahren des Schutzgebiets ist untersagt. Hunde dürfen dort weder frei laufen noch ausgebildet werden. Prüfen Sie vor einem Besuch aktuelle örtliche Hinweise zur Schutzgebietsregelung.
Weitere Themen im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm kommen weitere kulturgeschichtliche Themen hinzu. Das Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf bietet einstündige Führungen, bei denen Sie den Erzabbau in Bleialf von der Geologie bis zur angewandten Technik kennenlernen. Zum Besucherbergwerk gehört außerdem ein Bergbaupfad mit zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte des Gebiets. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Führungstermine.
Im Devonium in Waxweiler werden komplexe Zusammenhänge der Paläontologie und der Wissenschaft vom fossilen Leben auf spielerische Weise vermittelt. Im Vergleich zu den römischen Fundstellen und historischen Gebäuden Scharfbilligs rücken im Bergwerk Bergbaugeschichte und Technik, im Devonium Paläontologie und Fossilien in den Vordergrund.
Weitere Reiseziele entdecken: Sellerich, Arzfeld, Kyllburg, Oberstedem, Wißmannsdorf, Übereisenbach, Rittersdorf, Seiwerath.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eifelkreis Bitburg-Prüm.