Holsthum: Wandern, Römerkultur und Hopfen
Unterkünfte in Holsthum
Holsthum an Enz und Prüm
Holsthum liegt an der Mündung der Enz in die Prüm im Naturpark Südeifel. Der Ort verbindet konkrete kulturgeschichtliche Bezüge mit Wegen durch Flusslandschaft, Wald, Felder und Streuobstwiesen. So können Sie sich bei der Reiseplanung entweder an einzelnen historischen Themen orientieren oder Holsthum über Wander- und Radstrecken kennenlernen.
Römische Geschichte und die Rochuskapelle
Das Hauptgebäude des römischen Gutshofes bei Holsthum entstand um 100 n. Chr. an einem Hang hoch über der Prüm. Die ungefähre Datierung und die Lage oberhalb des Flusses geben dem historischen Ort einen klaren zeitlichen und landschaftlichen Bezug.
Ein weiterer Anlaufpunkt der Ortsgeschichte ist die Rochuskapelle, die 1866 erbaut wurde. Jedes Jahr am Kirmesmontag findet in Holsthum zum Gedenken an die Pestzeit eine Prozession zur Kapelle statt. Bauzeit und wiederkehrende Tradition stehen dabei für unterschiedliche Aspekte: die Geschichte des Bauwerks und seine Rolle als Ziel eines örtlichen Brauchs.
Wanderwege und eine Runde mit vielen Stationen
In Holsthum können Sie die Landschaft auf zehn örtlichen Wanderwegen mit einer Gesamtlänge von 82 km erkunden. Die Wege bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die Tourenplanung; Routenbestände können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor dem Aufbruch, welche Wege aktuell zur Auswahl stehen.
Eine einzelne Runde mit festgelegtem Start- und Rückkehrpunkt ist der Rundwanderweg Nr. 59. Er beginnt in der Ortsmitte von Holsthum und führt an Hopfenfeldern entlang der Prüm, über die Irreler Wasserfälle und durch den Wald unterhalb der Prümer Burg. Auf dem Rückweg verläuft er durch Felder und Streuobstwiesen an den Überresten der Römischen Villa vorbei zurück nach Holsthum. Damit lässt sich die Landschaft auf einer Strecke erleben, die Fluss, Wald, landwirtschaftlich geprägte Abschnitte und benannte Kultur- und Naturziele zusammenführt.
Radfahren, Hopfenanbau und Besichtigungen
Holsthum liegt am Prümtal-Radweg. Der Enz-Radweg folgt von Pronsfeld bis Holsthum dem Fluss durch stille Täler, idyllische Orte und historische Landschaften zwischen Islekhöhen und Prümtal. Für die Orientierung können Sie unterscheiden: Holsthum liegt am Prümtal-Radweg, während der beschriebene Abschnitt des Enz-Radwegs von Pronsfeld bis nach Holsthum reicht.
Auch der Hopfenanbau gehört zur Ortsgeschichte. Die Familie Dick begann 1966 auf der Gemarkung Holsthum mit dem Hopfenanbau. Hopfenfelder sind zugleich Teil des Verlaufs von Rundwanderweg Nr. 59. Eine Brennerei- oder Hopfenbesichtigung bietet Besuchern eine weitere Möglichkeit, den Ort kennenzulernen. Prüfen Sie die Teilnahmebedingungen vor Ihrer Reise.
Geologie und Namen im näheren Umfeld
Zwischen Holsthum und Peffingen befindet sich am Westhang des Sandstein-Hochplateaus Heiderücken der Huwelslay. Der geologisch besondere Felsbereich weist Kalksinterbildung auf; dort befindet sich auch eine bizarre Grotte, die durch krustenartige Kalkablagerungen entstanden ist. Das geologische Thema ergänzt die Wander- und Kulturbezüge um eine besondere Felsformation im Umfeld.
Der Langenstein bei Holsthum wird als Menhir bezeichnet. Sein Name bedeutet auf Bretonisch „Langer Stein“. Zusammen mit dem Huwelslay bietet er einen weiteren benannten Bezugspunkt für die Beschäftigung mit der Umgebung Holsthums.
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