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Bollendorf: Felsenwald, Burg und römische Villa

Unterkünfte in Bollendorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Bollendorf verbindet einen Felsenwald mit kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten. Die Grüne-Hölle-Tour führt über schmale Pfade vorbei an bizarren Sandsteinformationen. Zugleich erzählen die Römische Villa Bollendorf, Burg Bollendorf und die Pfarrkirche St. Michael von unterschiedlichen Epochen. So können Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels Natur- und Kulturthemen gleichermaßen berücksichtigen.

Schmale Pfade und Sandstein im Bollendorfer Felsenwald

Auf der Grüne-Hölle-Tour gehen Sie über schmale Pfade durch den Bollendorfer Felsenwald. Unterwegs führt die Route an bizarren Sandsteinfelsformationen vorbei. Der Weg verbindet damit Waldlandschaft und markante Felsformen: Die Sandsteinformationen sind ein eigenes Thema der Tour, während der Verlauf durch den Felsenwald den landschaftlichen Rahmen bildet. Wenn Sie sich besonders für diese Verbindung aus schmalen Wegen und Felsen interessieren, bietet die Tour einen konkreten Schwerpunkt für Ihre Planung.

Eine weitere Wanderung ist der Bollendorfer Märchenpfad. Er führt als Märchenwanderung durch den felsigen Wald von Bollendorf. Damit können Sie zwischen einer Tour mit benannten Sandsteinformationen und einer Wanderung mit Märchencharakter unterscheiden. Routendetails des Märchenpfads können vom Betreiber aktualisiert werden; prüfen Sie diese vor Beginn Ihrer Wanderung.

Römische Villa: Wohnzeit und bauliche Details

Die Römische Villa Bollendorf, auch „villa rustica“ genannt, war vom 2. bis zum Ende des 4. Jahrhunderts bewohnt. An der Villa sind noch Überreste der Fußbodenheizung erkennbar, die als Hypokaustum bezeichnet wird. Der Begriff verweist auf ein konkretes bauliches Detail der Anlage und macht die erhaltenen Reste von der übrigen Architektur unterscheidbar.

Auf der dem Tal zugewandten Eingangsseite lag eine Säulenhalle zwischen zwei Ecktürmen. Westlich davon wurde später ein Badebereich angebaut. Zu ihm gehörten ein Heißbaderaum, das Caldarium, ein Warmbad, das Tepidarium, und ein Kaltbad, das Frigidarium. Säulenhalle und Bäder geben unterschiedliche Einblicke in den Aufbau der Villa: hier die Eingangsseite mit ihrer Halle, dort die nachträglich ergänzten Räume des Badebereichs.

1997 wurde über der Römischen Villa durch die Initiative des Eifelvereins Bollendorf ein moderner Schutzbau errichtet. Damit gehört neben den sichtbaren Resten und ihrer Geschichte auch die spätere Sicherung der Anlage zu den beschriebenen Aspekten des Ortes.

Burg Bollendorf und Pfarrkirche St. Michael

Burg Bollendorf erhielt ihr heutiges Aussehen im Barock. Im 18. Jahrhundert ließ Abt Gregorius Schouppe die Burg umfassend umbauen. Von der mittelalterlichen Vorgängeranlage sind die Ringmauer und Reste des Turms erhalten. Sie soll auf römischen Überresten errichtet worden sein. Diese mögliche Vorgeschichte bleibt eine Vermutung; die erhaltene Ringmauer und die Turmreste sind die konkreten Zeugnisse der Vorgängeranlage.

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Auch die Pfarrkirche St. Michael bietet einen eigenen architektonischen Akzent. Sie wurde 1838/39 nach Plänen des damaligen Trierer Stadtbaumeisters Johann Georg Wolff erbaut. Der klassizistische Saalbau besitzt einen Säulenaltar und einen angebauten Turm. Zusammen mit der barock umgebauten Burg und den Resten der mittelalterlichen Anlage zeigt die Kirche eine weitere historische Bauform in Bollendorf.

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Audio-Touren und weitere Ziele im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Die Bollendorfer Audio-Tour-App bietet die Touren „Grüne Hölle“ und „Manfreds Felsentour“. Wenn Sie eine dieser Audio-Touren nutzen möchten, prüfen Sie die Verfügbarkeit der App vor Ihrer Reise. So können Sie bei Ihrer Planung zwischen einer geführten Erzählung per App und den genannten Wanderungen unterscheiden.

Im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm setzen weitere Orte eigene thematische Schwerpunkte. Zum Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf gehört ein Bergbaupfad mit zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte des Gebietes. Einstündige Führungen durch den Stollen vermitteln den Erzabbau in Bleialf von der Geologie bis zur angewandten Technik; beachten Sie vor einem Besuch die saisonalen Betriebsinformationen.

Das Devonium in Waxweiler vermittelt komplexe Zusammenhänge der Paläontologie und der Wissenschaft vom fossilen Leben auf spielerische Weise. Das Westwallmuseum ist in drei begehbaren Geschossen eines Bunkers eingerichtet und zeigt in unterirdischen Gängen und Räumen eine militärhistorische Ausstellung. Die rund 700 Jahre alte Wasserburg Rittersdorf ist seit ihrer Erbauung nahezu unverfälscht erhalten und vermittelt ein eindrucksvolles Bild spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Renaissance-Wohnkultur. In der Burg gibt es außerdem ein privat geführtes Restaurant mit feiner Landküche; prüfen Sie vor einem Besuch, ob es geöffnet ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Holsthum, Ernzen.

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