Dudeldorf: Tore, Burg und Wanderwege
Unterkünfte in Dudeldorf
Dudeldorf liegt an der B 50 zwischen Bitburg und Wittlich, etwa zehn Kilometer östlich von Bitburg. Für einen Aufenthalt prägen vor allem der historische Ortskern mit seinen Toren und Häusern sowie mehrere Wanderwege den Blick auf den Ort.
Stadttore und historische Häuser
Die Befestigungsanlage stammt aus der Zeit nach 1345. Nördlich des Obertors bilden erhaltene Abschnitte eine Friedhofsmauer und schließen das Burggelände ein. Das Obertor ist ein stattlicher, mit Haustein verblendeter Torturm aus dem Jahr 1453. Am Untertor begegnet Ihnen eine andere Bauform: Das verputzte Torhaus, dessen Durchfahrt um 1840 verändert wurde.
Die Denkmalzone der ehemaligen ummauerten Altstadt umfasst lange Zeilen von Handwerker- und Ackerbürgerhäusern. Zu ihren Merkmalen zählen Häuser mit Stufengiebeln, offene Treppen, Vorhöfe und Brunnen. So stehen unterschiedliche Formen im Mittelpunkt: von der straßenseitigen Hausfassade bis zu den offenen Bereichen davor.
Auch einzelne Häuser erzählen von verschiedenen Bauzeiten. Das Haus Hauptstraße 23 hat einen Stufengiebel und teilweise Fachwerk; es stammt aus der Zeit um 1700. Hauptstraße 20 ist ein Flurküchenhaus, wahrscheinlich aus der Zeit um oder kurz nach 1600. Die zugehörige Scheune ist auf 1729 datiert. Das Gasthaus „Zum alten Brauhaus“ in der Herrengasse 2 ist ein dreiteiliges Ensemble mit drei Geschossen.
Vor Hauptstraße 17 steht ein Laufbrunnen mit einem Brunnenstock von 1859, einem Trog aus rotem Sandstein und einem Putto in Neorenaissanceformen. An solchen Einzelheiten lässt sich die Vielfalt der Bauformen und Ausstattungsmerkmale ablesen, ohne dass die historischen Häuser alle derselben Zeit angehören.
Burg, Kirche und Ortsgeschichte
Burg Dudeldorf vereint einen mittelalterlichen Wohnturm, ein zweiflügeliges Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, einen Hof mit Torbogeneinfahrt und einen Garten mit Pavillon. Die einzelnen Bestandteile geben dem Burgensemble unterschiedliche architektonische Akzente.
Der kommunale Teil der Burg wird für Ausstellungen, Vereinsaktivitäten, ein Trauzimmer und weitere Veranstaltungen genutzt. Hof und Wirtschaftsgebäude dienen Kulturveranstaltungen. Wenn Sie einen Besuch im Zusammenhang mit einer Veranstaltung planen, prüfen Sie zuvor die aktuellen lokalen Informationen zum Zugang.
Die Pfarrkirche Maria Königin wurde 1909 im neugotischen Stil erbaut. Zu ihren älteren Kunstwerken gehört eine Skulptur des heiligen Johannes des Täufers aus dem 14. Jahrhundert. Auch die Geschichte des Handwerks gehört zu Dudeldorf: Im ehemaligen Kreis Bitburg war der Ort ein regionales Zentrum der Wollweberei; bereits 1624 gab es hier Wollweber.
Wanderwege und Radtouren
Ein historischer Rundgang führt zwischen den mittelalterlichen Stadttoren. Der Wanderweg Pestflämmchen beginnt an der alten Stadtmauer im Bürgerpark Dudeldorf. Die Gelöbnis-Tour hat einen anderen Verlauf: Sie startet an Maria Königin, führt zu sechs Kapellen und zahlreichen Wegekreuzen und endet an St. Martin in Ordorf. Prüfen Sie die aktuelle Wegweisung vor Ort, bevor Sie eine der Routen planen.
Die umgebende Landschaft bietet Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren. Der 130 Kilometer lange Kylltalradweg gilt als leicht erreichbar. Damit finden Sie in Dudeldorf unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Planung: einen historischen Rundgang zwischen den Stadttoren, eine Tour mit Kapellen und Wegekreuzen oder eine Radtour auf dem Kylltalradweg.
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