Filz: Wandern und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Filz
Filz liegt auf einem Plateau auf etwa 460 Metern über dem Meeresspiegel und eröffnet weite Ausblicke über die Eifel. Für die Planung Ihres Aufenthalts geben vor allem Wander- und Radwege, der Jungferweiher mit dem Ulmener Maar-Stollen sowie die Ortsgeschichte konkrete Anhaltspunkte. So können Sie abwägen, ob Sie eher kurze Wege am Wasser, längere Touren oder lokale Traditionen in Ihren Reiseplan aufnehmen möchten.
Maar, Stollen und Vogelzug
Der Ulmener Maar-Stollen verbindet den Jungferweiher und das Ulmener Maar durch einen etwa 120 Meter langen Durchgang, in dem Sie Erdgeschichte erleben können. Der Zugang ist barrierearm und kostenlos. An der engsten Stelle ist der Stollen jedoch nur 70 Zentimeter breit; berücksichtigen Sie diese Engstelle bei Ihrer Planung und prüfen Sie die Zugangsbedingungen vor der Anreise.
Der Jungferweiher steht gemeinsam mit dem Ulmener Maar unter Schutz und ist für seinen Reichtum an Zugvögeln bekannt. Ein Rundweg um den Weiher ist etwa 3 Kilometer lang und wird besonders während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst empfohlen. Der saisonale Hinweis kann Ihnen helfen, den Zeitpunkt eines Spaziergangs am Weiher einzuordnen.
Wanderwege und Radstrecken
Filz gilt als Ausgangspunkt für nahe Eifel-Wanderrouten, darunter der Eifelsteig und die Traumpfade. Auch der Enderttal Traumsteig liegt nahe Filz. Er beginnt in Ulmen, führt durch den Bereich Auderath und erreicht nach etwa 20 Kilometern Cochem. Bei der Streckenwahl stehen damit ein etwa 3 Kilometer langer Rundweg und eine deutlich längere Route gegenüber.
Die Vulkan-Rad-Route verläuft nahe Filz und ist 77 Kilometer lang. Filz steht außerdem in Verbindung mit dem Vulkanbike Trailpark, dessen Wegenetz rund 750 Kilometer ausgeschilderte Routen umfasst. Die Angaben beschreiben unterschiedliche Größenordnungen für Ihre Planung mit dem Fahrrad.
Kapelle, Dialekt und örtliche Bräuche
Die Filzer Kapelle ist erstmals 1569 dokumentiert; der heutige Bau stammt aus der Zeit um 1730. Zu ihrer Ausstattung gehört ein dem heiligen Nikolaus zugeordneter Hochaltar. Figuren zeigen die heilige Katharina, die heilige Barbara, die Schmerzensmutter und den heiligen Dominikus. In und um Filz stehen außerdem drei Heiligenhäuschen und ein Bildstock. Die Erbauer oder ihre Nachkommen halten diese instand.
Auch die Sprache gehört zur Ortsgeschichte: Bis in die 1970er-Jahre war Filzer Platt die Muttersprache, die in Filz geborene Einwohner lernten. Fast ausschließlich wurde der Dialekt im Familien- und Dorfleben verwendet. Filzer Platt gehört zur moselfränkischen Dialektgruppe.
Das Backhaus wird heute nur zu besonderen Backfesten angeheizt. Die Schutzhütte wird hauptsächlich für das jährliche Hinnig-Hüttenfest genutzt, das am ersten Wochenende im August stattfindet. Gäste von außerhalb Filz können die Hütte über den Bürgermeister mieten; klären Sie Termine und die Kontaktaufnahme vorab. Auch das Aufstellen eines Maibaums wird in Filz weiterhin gepflegt. Zum Hochzeitsbrauch Hillisch gehört, dass unverheiratete junge Männer die Braut verabschieden. Wenn Sie gezielt wegen eines Brauchs reisen, prüfen Sie vorab, ob er aktuell gepflegt wird.
Anreise
Filz hat eine gute Verkehrsanbindung an die A 48, die etwa 6 Kilometer entfernt liegt. Damit ergänzen die Anreise über die Autobahn, die unterschiedlichen Wanderdistanzen und die saisonalen Hinweise zu Vogelzug und Festen die Orientierung für Ihren Aufenthalt.
Weitere Reiseziele entdecken: Kliding, Brohl, Grenderich, Düngenheim, Ulmen, Walhausen, Zell, Cochem
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cochem-Zell.