Widdig: Rheinblick und Pfarrkirche St. Georg
Unterkünfte in Widdig
Wer Widdig als Reiseziel für einen Aufenthalt in Betracht zieht, kann die Entscheidung an unterschiedlichen Interessen ausrichten: am Blick von den Rheinterrassen, an der Pfarrkirche St. Georg oder an den Wegen und kirchlichen Traditionen des Ortes. Für die Suche nach einem Hotel in Widdig können Sie zunächst überlegen, ob Landschaft, Baugeschichte oder ein bestimmter Anlass Ihren Aufenthalt prägen soll.
Rheinterrassen und Blick nach Süden
Von den Rheinterrassen bietet sich nach Süden ein Blick auf den Rhein, die Insel Herseler Werth, die Stadt Bonn und das Siebengebirge. Wer die Reise mit einem konkreten Landschaftsbild verbinden möchte, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei der Kirchen- und Ortsgeschichte, die sich an St. Georg und den Erinnerungsorten zeigt.
St. Georg: Baugeschichte und Ausstattung
Die Pfarrkirche St. Georg in Widdig wurde zwischen 1927 und 1929 als Saalkirche nach Plänen der Architekten Renard und van Geisten anstelle einer alten Kapelle errichtet. Ihre von der Bonner Orgelbauwerkstatt Johannes Klais gebaute „Typenorgel“ gilt als bedeutsam, weil Kleinorgeln aus dieser Zeit inzwischen selten sind. Die Fenster wurden zwischen 1986 und 1988 von der Werkstatt Oidtmann aus mundgeblasenem Glas angefertigt.
Davon zu unterscheiden sind die „Schiffer-Fenster“: Der Glasmaler und Künstler Herb Schiffer gestaltete sie; eingebaut wurden sie im Rahmen der Renovierung und Neuausstattung zwischen 1986 und 1989. Kirche und Pfarrhaus befinden sich an der Römerstraße 63. Das Pfarrhaus stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. So lassen sich Bauzeit und Ausstattung zeitlich getrennt betrachten: Der Kirchenbau entstand deutlich vor den beiden Fensterarbeiten der 1980er-Jahre.
Eine frühere Kapelle in Widdig stand näher am Rhein als das heutige Gotteshaus. Beim Hochwasser von 1784 wurde sie fortgerissen, als das unterspülte Steilufer abrutschte. Dieses Ereignis gehört zu einer anderen historischen Zeit als der Bau der heutigen Kirche und verbindet die Ortsgeschichte mit der Veränderung am Rheinufer.
Wege, Freizeit und kirchliche Tradition
Die Georgs-Prozession hat in der Pfarrei eine über 350-jährige Tradition. Sie zieht jedes Jahr anlässlich des Patroziniums von Ende April bis Anfang Mai durch ganz Widdig. Wenn Sie Ihre Reise an diesem Anlass ausrichten möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vorab: Der genannte Zeitraum ist an das Patrozinium gebunden und benennt keinen einzelnen Veranstaltungstag.
Auch die Wegebezüge setzen unterschiedliche Akzente. Der Radfernwanderweg Duisburg–Köln–Bonn–Mainz ist in Widdig Teil des linksrheinischen Jakobswegs. Das Gebiet um das Gestüt Aluta wird von Spaziergängern, Radfahrern und Sportlern genutzt. Der Natur-Kultur-Pfad besteht aus drei Einzeltouren in den Ortschaften Hersel, Uedorf und Widdig. Zusammen geben diese Angaben Orientierung zu einer Radwander- und Pilgerroute, zur Freizeitnutzung eines Gebiets und zu einem Pfad mit mehreren Ortstouren – drei verschiedene Perspektiven für die Interessenwahl.
Erinnerungsorte in Widdig
An der Germanenstraße 26 erinnern 2010 verlegte Stolpersteine an Berta Rolef, geborene Kahn, und Abraham Rolef. Vier weitere Stolpersteine sind an derselben Adresse dem Jahr 2021 zugeordnet; sie erinnern an Sally Salomon Rolef, Else Rolef, Hans Rolef und Ruth Rolef. Dieser konkrete Straßenbezug eröffnet neben Kirche und Prozession einen weiteren Zugang zur Geschichte Widdigs.
Im Unterschied zu Aussicht und Baugeschichte ist die Georgs-Prozession ausdrücklich an einen jährlichen Zeitraum gebunden. Wenn sie der Anlass für Ihre Reise ist, klären Sie den konkreten Termin vorab; die genannten Landschafts- und Geschichtsthemen bieten dagegen weitere Schwerpunkte, nach denen Sie Ihren Aufenthalt ausrichten können.
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