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Westfeld: Kapellen, Bauformen und Geschichte

Unterkünfte in Westfeld

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Westfeld lässt sich über klar datierte Stationen der katholischen Geschichte und über die Bauformen seiner Kapellen einordnen. Für Reisende, die sich für Baugeschichte interessieren, sind dabei die unterschiedlichen Jahresangaben besonders aufschlussreich: Sie trennen religiöse Praxis, Weihe und Errichtung eines Bauwerks. Ein eigener Themenblock betrifft Wrisbergholzen mit Schloss, Fayence-Manufaktur und Landschaftsschutz.

Kirchliche Geschichte und Bauformen in Westfeld

In Westfeld fand 1693 katholischer Gottesdienst statt. 1698, nur fünf Jahre später, wurde der kleine Fachwerkbau der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt in Westfeld geweiht. Die beiden Daten bezeichnen unterschiedliche Ereignisse: die Wiederaufnahme des Gottesdienstes und die Weihe des Fachwerkbaus. So lässt sich die kirchliche Geschichte sowohl über eine Veränderung der religiösen Praxis als auch über eine konkrete Weihe zeitlich einordnen.

Die Westfelder Kapelle wurde 1753 als kleiner einschiffiger Bau mit dreiseitigem Chorschluss errichtet. „Einschiffig“ beschreibt einen Kirchenraum mit einem Hauptschiff; der dreiseitige Chorschluss bezeichnet die Form am Ende des Chorraums. Die Begriffe vermitteln damit mehr als ein Baujahr: Sie benennen den Maßstab des Baus und Merkmale seines Grundrisses. Zwischen der Weihe des Fachwerkbaus 1698 und der Errichtung der Kapelle 1753 liegen 55 Jahre. Die Daten markieren unterschiedliche Ereignisse und geben der Baugeschichte eine zeitliche Abfolge, ohne sie auf ein einzelnes Jahr zu verkürzen.

Schloss und Fayence-Manufaktur in Wrisbergholzen

Die Fayence-Manufaktur Wrisbergholzen wurde 1735 gegründet und war die älteste Fayence-Manufaktur in Nordwestdeutschland. Schloss Wrisbergholzen wurde zwischen 1740 und 1745 erbaut. Die Gründung der Manufaktur liegt somit fünf Jahre vor dem Beginn der Bauzeit des Schlosses. In dieser Chronologie stehen handwerkliche Produktion und Schlossbau als eigene historische Themen nebeneinander.

Für die Fliesenstube fertigte die Manufaktur 1749 insgesamt 800 einzigartige Fliesen, darunter 680 Emblemfliesen. Das entspricht 85 Prozent der Gesamtzahl; die übrigen 120 Fliesen gehören nicht zur genannten Emblemgruppe. Die Stückzahlen zeigen sowohl den Umfang des Auftrags als auch den hohen Anteil der Emblemfliesen. Zusammen mit der Jahresangabe und dem Bezug zur Fliesenstube lässt sich die Fayence-Geschichte so genauer einordnen als allein über das Gründungsjahr der Manufaktur.

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Schlosspark und Schutzgebiete

Das Naturschutzgebiet Alter Schlosspark Wrisbergholzen ist rund 9 Hektar groß, also etwa 90.000 Quadratmeter. Es liegt am östlichen Rand von Wrisbergholzen und grenzt unmittelbar an Schloss Wrisbergholzen. Das Gebiet umfasst eine alte Parkanlage, die als von hervorragender Schönheit und Seltenheit beschrieben wird. Größe, Ortslage und direkte Nachbarschaft zum Schloss geben unterschiedliche Orientierungspunkte für diesen landschaftlichen Schwerpunkt.

Im weiteren regionalen Umfeld von Westfeld wurde das ehemalige Naturschutzgebiet Wernershöhe seit dem 28. Dezember 2017 – mit Ausnahme des Nordteils – überwiegend gelöscht und durch das neue Naturschutzgebiet HA 241 „Trockenlebensräume – Sieben Berge, Vorberge“ geschützt. Diese Angabe ergänzt die konkrete Parklandschaft in Wrisbergholzen um einen anders gelagerten Blick auf den Schutz von Landschaften im weiteren Umfeld Westfelds.

Weitere Reiseziele entdecken: Algermissen, Freden, Marienhagen, Giesen, Diekholzen, Wittenburg, Ahrbergen, Söhlde

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hildesheim.

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