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Hintersee: Siedlungsgeschichte, St. Johannes und Wege

Unterkünfte in Hintersee

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hintersee: Siedlungsgeschichte im Ortsbild

Hintersee entwickelte sich aus der Kolonie Zopfenbeck, die um 1745 am Südufer des ehemaligen Ahlbeckschen Sees gegründet wurde. Diese Entstehungsgeschichte gibt dem Ort einen historischen Ausgangspunkt. Im Ortsbild finden sich alte und umgebaute Fachwerkhäuser, die an die Gründungszeit erinnern. Restaurierte Siedlerhäuser mit Bauerngärten und Höfen ergänzen das Ortsbild. Damit führen verschiedene bauliche Hinweise zur Geschichte der Siedlung, ohne sie auf das Gründungsjahr zu beschränken. Wenn Sie bei der Wahl Ihres Aufenthaltsortes auf historische Ortsbilder achten, bietet Hintersee einen klaren thematischen Anknüpfungspunkt.

St. Johannes und ihre ältere Ausstattung

St. Johannes Hintersee wurde 1899 fertiggestellt. Ihre Ausstattung verweist jedoch auf verschiedene Zeitpunkte: Der Taufstein stammt aus der Bauzeit, während eine der beiden Glocken älter ist als die Kirche. Die Orgel wiederum wurde bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der Stettiner Orgelbaufirma Grüneberg gefertigt. Kirche und einzelne Ausstattungsstücke lassen sich daher nicht auf dasselbe Entstehungsdatum reduzieren. Dieser Kontrast macht Hintersee für alle interessant, die neben der Bauzeit auch die Geschichte einzelner Ausstattungsgegenstände beachten. Taufstein, Glocken und Orgel stehen jeweils für eigene zeitliche Bezüge innerhalb der örtlichen Kirchengeschichte.

Moorlandschaft und Kiefernwald

Hintersee liegt am südöstlichen Ende des Ahlbecker Seegrunds, der 1987 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Zwischen Rieth und Hintersee erstrecken sich im Forstbezirk Riether Neuhaus ausgedehnte mittelalte Kiefernwälder. So begegnen Ihnen zwei unterschiedliche Landschaftsbezüge: der Ahlbecker Seegrund am südöstlichen Ortsende und die Wälder im Raum zwischen den beiden benannten Orten. Für die Orientierung sind diese Namen hilfreich, denn sie unterscheiden das Moorgebiet von den Kiefernwäldern und verorten beide in Bezug auf Hintersee. Die ausgewiesene Schutzgebietsgeschichte und der Forstbezirk geben dem Naturraum außerdem jeweils einen eigenen räumlichen und zeitlichen Bezug.

Wanderroute zum Barnimskreuz

Eine Wanderroute führt von Hintersee in Richtung Stettin und erreicht das Barnimskreuz nahe der polnischen Grenze. Dort verortet die lokale Überlieferung den Tod des pommerschen Herzogs Barnim II. im Jahr 1295. Die Route und die Überlieferung liefern unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Der Weg weist in Richtung Stettin, während die Erzählung das Barnimskreuz mit der Geschichte des Herzogs verbindet. Dabei bleibt die Todesgeschichte eine lokale Überlieferung. Wenn Sie sich für Wege mit historischem Bezug interessieren, lässt sich hier eine benannte Wanderroute mit einer ausdrücklich überlieferten Erzählung verbinden. Die polnische Grenze ist ein weiterer geografischer Bezugspunkt für die Einordnung des Barnimskreuzes.

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Radfahren auf der früheren Kleinbahntrasse

Zwischen Hintersee und Rieth verläuft auf der ehemaligen Trasse der Randower Kleinbahn ein etwa acht Kilometer langer Radweg. Alte Eisenbahnschilder begleiten die Strecke; zugleich gehört sie zum überregionalen Oder-Neiße-Radweg. Damit treffen auf derselben Verbindung zwei unterschiedliche Orientierungspunkte zusammen: die frühere Bahntrasse und die Einordnung in eine überregionale Radroute. Die ungefähre Länge beschreibt die Strecke zwischen Hintersee und Rieth; der Name Oder-Neiße-Radweg verweist auf ihren größeren Zusammenhang. Prüfen Sie vor Ihrer Fahrt den aktuellen Zustand und die Nutzbarkeit des Weges, da sich Oberfläche und Befahrbarkeit ändern können.

Vorpommern-Greifswald als regionaler Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald bietet der Naturpark Am Stettiner Haff einen breiteren Landschaftsrahmen. Er ist durch unbebaute Haffküste, Haffwiesen, die ausgedehnten Wälder der Ueckermünder Heide, Flussniederungen und die Brohmer Berge charakterisiert. Die Ueckermünder Heide gilt als eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas. Im Stettiner Haff und in der Ueckermünder Heide gibt es außerdem vielfältige Wander- und Radtouren, auf denen sich Natur und Sehenswürdigkeiten eigenständig erleben lassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Torgelow-Holländerei, Eggesin, Lübs, Vogelsang-Warsin, Mönkebude, Meiersberg, Grambin, Liepgarten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Am Stettiner Haff.

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