Kamminke: Fischerdorf am Stettiner Haff
Unterkünfte in Kamminke
Kamminke zählt zu den ältesten Fischerdörfern der Insel Usedom. Der Ort liegt direkt am Haff im östlichen Achterland und wurde 1253 erstmals urkundlich erwähnt. Historische Fischerhäuser, steile Straßen, verwinkelte Gassen und typische reetgedeckte Dächer prägen das Ortsbild. Häuser und Wege vermitteln dabei unterschiedliche Seiten des historischen Dorfcharakters.
Hafen und Haffblick
Der Hafen von Kamminke verfügt über rund 30 Liegeplätze. Die Kapazität kann sich bei Hafenarbeiten verändern. Am Anlegesteg gibt es Sitzgelegenheiten mit freiem Blick auf die Fischerboote am Stettiner Haff; auch die Hafenausstattung kann sich ändern. Damit stehen im Ort die verwinkelte Dorfstruktur und der offene Blick vom Hafen auf das Haff nebeneinander. Wenn Sie Kamminke als Reiseziel wählen, können Sie so sowohl das historische Ortsbild als auch den Hafen in Ihre Orientierung einbeziehen.
Golm und Golmwanderung
Unweit von Kamminke erhebt sich der Golm, mit 71 Metern die höchste Erhebung der Insel Usedom. Von dort reicht der Blick über das Stettiner Haff bis nach Swinemünde; wie weit die Sicht reicht, hängt vom Wetter ab. Eine konkrete Möglichkeit, Dorf, Golm und Umgebung in einer Wanderung zu verbinden, ist die etwa 9 Kilometer lange Golmwanderung. Der Rundweg führt von Garz über Kamminke und den Golm zurück nach Garz. Auf dem Weg zum Kamminker Hafen verläuft die Wanderung über die Bergstraße; dort beträgt das Gefälle 12 Prozent. Weg- und Straßenverhältnisse können sich ändern, prüfen Sie sie daher vor der Tour.
Gedenken und Bildung
Auf dem Golm erinnert der Volksbund jährlich am 12. März und am Volkstrauertag an die Toten des Bombenangriffs von 1945. Einzelne Veranstaltungsabläufe können sich ändern. Seit 1984 steht dort die Statue „Die frierende Frau im Soldatenmantel“, geschaffen vom Bansiner Bildhauer Rudolf Leptien. Gedenktage und Kunstwerk geben dem Ort jeweils einen eigenen Bezug zur Erinnerung.
Auch die internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm gehört zu Kamminkes Ortsgeschichte: Der Volksbund eröffnete sie am 12. März 2005 im Fischerdorf. Ihre friedenspädagogischen Bildungsangebote richten sich vor allem an Schulen und internationale Jugendbegegnungen. Die Bildungsstätte bietet eigene Programme mit deutsch-polnischem Schwerpunkt auf Deutsch und Polnisch an; konkrete Programme können variieren.
Vorpommern-Greifswald als weiterer Rahmen
Über Kamminke hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Vorpommern-Greifswald weitere Natur- und Kulturthemen. Die drei Naturparke im Landkreis nehmen fast 40 Prozent seiner Fläche ein. In Greifswald zeigt das Pommersche Landesmuseum den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. Das Otto-Lilienthal-Museum in Anklam ist ein technisches Personenmuseum für den Flugpionier, Maschinenbauingenieur und Humanisten Otto Lilienthal in dessen Heimatstadt. Diese Beispiele gehören zum Landkreis und ergänzen den Blick auf Kamminkes eigenes Profil aus Fischerdorf, Haff und Golm. Sie können bei der Reiseplanung abwägen, ob Ihr Schwerpunkt auf dem Ort selbst oder auf einem weiter gefassten Blick auf Vorpommern-Greifswald liegen soll.
Weitere Reiseziele entdecken: Mellenthin, Loddin, Garz, Stolpe auf Usedom, Pudagla, Ückeritz, Zempin, Zirchow.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Usedom-Süd.