Schönhausen: Fachwerk, Gutshaus und See
Unterkünfte in Schönhausen
Schönhausen lässt sich über drei konkrete Themen kennenlernen: die Fachwerkdorfkirche, die Geschichte von Schloss und Gutshaus sowie die Landschaft am Schönhauser See. Die Bauwerke führen in unterschiedliche historische Zusammenhänge; Wiesen, Wald und Park bilden dazu einen landschaftlichen Gegenpol. Für Ihre Reiseplanung können Sie die örtlichen Themen nach Ihrem Schwerpunkt ordnen: Architektur und Geschichte oder der See und seine Umgebung.
See, Park und Brohmer Berge
Schönhausen und der Schönhauser See liegen in der weitläufigen Wiesen- und Waldlandschaft der Brohmer Berge. Der Gutspark von Schönhausen liegt direkt am See. Eine alte Kastanienallee führt von Schönhausen in Richtung Matzdorf. Landschaftlich stehen damit ein weiter Rahmen und zwei klar benannte Elemente nebeneinander: der Gutspark am See und die Allee in Richtung Matzdorf. Wenn Sie sich für die Landschaft interessieren, bietet diese Kombination verschiedene örtliche Bezüge, ohne sie zu einer einzigen Strecke zusammenzufassen.
Fachwerkkirche und historische Zeitschichten
Die Dorfkirche in Schönhausen ist ein Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert. An der Ostseite schließt ein dreiseitiger Choranbau an; im Westen steht ein Fachwerkturm mit achteckigem Obergeschoss und Haube. Barocke Einbauten ergänzen die Kirche. Fachwerkbau, Turm und Ausstattung ergeben so mehrere architektonische Aspekte an einem Gebäude.
Auch die Geschichte von Schloss und Gutshaus lässt sich zeitlich einordnen. Joachim von Rieben ließ in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Schloss erbauen. Zu diesem Schloss gehörte der Gefängniskeller, der auf dem Schlossberg – einem Hügel im Park von Schönhausen – erhalten ist und 1925 freigelegt wurde. Das Schloss stand bis Anfang des 17. Jahrhunderts auf einer Halbinsel des Sees. 1842 ließ Heinrich von Michael das Schönhauser Gutshaus auf den Resten der Burg errichten. Die Zeitfolge reicht damit vom Schlossbau über das frühere Ende des Schlosses bis zur späteren Errichtung des Gutshauses und zur Freilegung des Kellers. Sie gibt den historischen Motiven unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte.
Weitere Perspektiven in der Mecklenburgischen Seenplatte
Im übergeordneten Reiseziel Mecklenburgische Seenplatte gibt es weitere Natur- und Landschaftsthemen, die eine eigene regionale Perspektive bilden. Der Müritz-Nationalpark gehört zur Mecklenburgischen Seenplatte und ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt in neun Etappen die Landschaftstypen und Besonderheiten des Parks. Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten lehrreiche Touren durch den Nationalpark an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus.
Eine weitere regionale Naturperspektive bietet das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee, in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort die Tiere beobachten. Zum Walderlebnispfad gehören Klettermöglichkeiten, ein Ameisenhaus, eine Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie ein Dendrophon. Die genannten Angebote unterscheiden sich: Im Nationalpark stehen Etappen, Landschaften und geführte Touren im Mittelpunkt, im Reservat die Tierbeobachtung und der Walderlebnispfad.
Auch Wasserwanderer finden im übergeordneten Reiseziel eine eigene Orientierung: Vom Stadthafen Neustrelitz aus können sie über die Obere Havel-Wasserstraße den Müritz-Nationalpark und die Strelitzer Kleinseenplatte erkunden. So lassen sich die regionalen Themen nach Landschaft, geführter Tour, Tierbeobachtung oder Wasserweg unterscheiden, während Schönhausens eigene Merkmale bei Kirche, Gutshaus, Park und See liegen.
Weitere Reiseziele entdecken: Schönbeck, Kublank, Groß Miltzow, Helpt, Petersdorf, Woldegk, Mildenitz, Voigtsdorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Woldegk.