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Groß Miltzow: Kirchen und Gutsgeschichte

Unterkünfte in Groß Miltzow

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Groß Miltzow rückt historische Bauwerke und eine Gutslandschaft in den Mittelpunkt. Im Gemeindegebiet ergänzen die Kirchen in Kreckow und Golm die Baugeschichte; in Groß Miltzow prägen Gutshaus, Wirtschaftsgebäude und Park den Ort. Bei der Wahl Ihres Reiseziels können Baugeschichte und Straßenanbindung zwei konkrete Orientierungspunkte sein.

Anreise und Orientierung

Die L 281 verläuft in Nord-Süd-Richtung durch Groß Miltzow und verbindet mit den Bundesstraßen B 104, B 198 und B 192. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Verkehrslage. So können Sie die Ortswahl mit Ihrer konkreten Routenplanung abstimmen, ohne eine bestimmte Fahrzeit vorauszusetzen.

Kirchen in Kreckow und Golm

Die Kreckower Kirche ist ein sorgfältig errichteter, rechteckiger Feldsteinbau aus dem späten 13. Jahrhundert. Ihr Turm von 1749 besitzt ein achteckiges Oberteil und eine barocke Haube. Damit stehen ein mittelalterlicher Kirchenbau und eine deutlich später datierte Turmform nebeneinander. Im Inneren befinden sich ein Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert und ein Epitaph von 1815 mit Wappen und Tafeln. Auf dem Kirchhof gibt es außerdem Gedenkmonumente.

Die Golmer Kirche setzt einen anderen architektonischen Akzent: Der rechteckige Bau aus Feldsteinblöcken entstand um 1350. Sein Westportal besteht aus Granit; der Fachwerkturm wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg ergänzt. In Golm sind außerdem die Kirche und das alte Gutshaus im Gutspark als Sehenswürdigkeiten benannt. So lässt sich die Ortsgeschichte nicht allein an Kirchenbauten festmachen.

Gutshaus und Baugeschichte

Das Gutshaus Groß Miltzows wurde um 1760 für die Familie von Dewitz errichtet. Das zweigeschossige Gebäude ist barock geprägt und mit einem Allianzwappen der Familien von Dewitz und von Maltzahn geschmückt. Es ist dreiachsig angelegt; aus der Mitte tritt ein dreigeschossiger Risalit hervor. Der Mittelteil setzt sich damit über die beiden Geschosse des übrigen Baukörpers ab. Im mittleren 19. Jahrhundert wurde das Haus im Stil der Neorenaissance umgestaltet.

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Zum Gutsgelände gehören das sogenannte Luisenhaus und eine Reithalle aus dem 18. Jahrhundert. Dem Luisenhaus wird eine Übernachtung von Königin Luise zugeschrieben. Diese Verbindung bleibt eine Überlieferung und ist nicht als gesicherter Aufenthalt zu verstehen. Die Reithalle ergänzt die Gutsgeschichte um ein weiteres Gebäude aus dem 18. Jahrhundert.

Gutspark und Zugang

Der Gutskomplex steht direkt an einem See; zum Gutspark gehört der Vorderer See. Die Parkgestaltung ist von einem Landschaftspark-Konzept nach Lenné beeinflusst. Eine Brücke schafft eine Sichtachse zum Haus, während Wirtschaftsgebäude und Park die Ortschaft prägen. Bei dieser Anlage geht es also nicht nur um das Gutshaus als Einzelgebäude, sondern auch um seine Einbindung in Park und Ortsbild.

Für Ihre Planung ist die Zugangssituation wichtig: Das mehr als vier Hektar große Gutsgelände ist vollständig eingefriedet und nicht öffentlich zugänglich. Prüfen Sie den Zugangsstatus vor einer geplanten Besichtigung erneut. Die Kirchen in Kreckow und Golm sowie die Gutsanlage bieten unterschiedliche Ansatzpunkte, um sich mit der Baugeschichte im Gemeindegebiet zu befassen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Woldegk.

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