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Jürgenstorf: Kirche, Gutshof und Museen

Unterkünfte in Jürgenstorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Jürgenstorf verbindet Kirchenbau, Gutshofgeschichte, literarische Erinnerungsorte und Technikthemen. Für die Auswahl Ihrer Besichtigungen lohnt es sich, diese Schwerpunkte auseinanderzuhalten: Die Filialkirche bewahrt verschiedene Bauphasen, am Friedhof und auf einem Platz erinnern Orte an eine literarische Figur, und die Museen setzen eigene Akzente.

Kirche: Bauphasen und Ausstattung

Die Filialkirche Jürgenstorf ist ein rechteckiger Fachwerkbau mit Westturm und Pultdach. Sie wurde 1700 neu erbaut; im Westturm sind zugleich Teile eines gotischen Vorgängerbaus aus der Zeit um 1400 erhalten. So lassen sich an einem Gebäude zwei deutlich auseinanderliegende Bauphasen erkennen: der mittelalterliche Vorgängerbau und der Neubau des frühen 18. Jahrhunderts.

Auch die Ausstattung der Kirche umfasst unterschiedliche Details. Das Altarretabel zeigt die Kreuzigung Jesu, auf den beiden Flügeln sind die Apostel dargestellt. An der Kanzel aus dem frühen 18. Jahrhundert erscheinen die vier Evangelisten. Die ehemalige Patronatsloge wird heute als Winterkirche genutzt. Im Glockenturm befinden sich zwei mittelalterliche Glocken, die über eine separate Treppe erreichbar sind. Führungen durch die Kirche sind nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich.

Literarische Erinnerung im Ort

Auf dem Friedhof in Jürgenstorf befindet sich das Grab von Johann Friedrich Schecker (1775–1848). Der Gutsinspektor gilt als literarisches Vorbild für Fritz Reuters Figur „Unkel Bräsig“. Ein weiterer Erinnerungsort ist der „Entspektor-Bräsig-Platz“: Dort erinnert eine Skulptur des Bildhauers Günter Kaden an Inspektor Bräsig und sein leibhaftiges Vorbild. Grab und Skulptur setzen unterschiedliche Akzente – das eine verweist auf Schecker, das andere auf die literarische Figur und ihr reales Vorbild.

Gutsanlage und Museen

Von der ehemaligen Gutsanlage des Gutsdorfs Jürgenstorf sind zwei Torhäuser, das ehemalige Gutshaus und ein Stallgebäude erhalten. Die beiden Torhäuser stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und sind im ursprünglichen Zustand bewahrt. In unmittelbarer Nachbarschaft des Gutsensembles lädt das Technikmuseum des Jürgenstorfer Oldtimer-Vereins zu einem Besuch ein. Wer den Museumsbesuch gezielt einplant, sollte vorher die aktuellen Besuchsmöglichkeiten prüfen.

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Ein weiterer Schwerpunkt ist das Zweiradmuseum M-V in Jürgenstorf. Es zeigt 110 Zweiräder verschiedener Arten, die von der Nachkriegszeit bis zum Ende der DDR produziert wurden. Die zeitliche Spanne gibt der Sammlung einen klaren historischen Rahmen; hier steht die Entwicklung des Zweirads im Mittelpunkt, während die erhaltenen Gebäude der Gutsanlage von älterer Baugeschichte erzählen.

Rottmannshagen innerhalb der Gemeinde

Zum Gemeindegebiet gehört auch der Ortsteil Rottmannshagen. Dort bilden die denkmalgeschützte Kapelle und der Friedhof am Ortsrand ein erlebbares Ensemble. Achten Sie bei Ihrer Planung auf diese Unterscheidung: Die Kapelle und der Friedhof liegen in Rottmannshagen, nicht im Ort Jürgenstorf selbst. So lassen sich die Ortsbesuche nach den jeweiligen Interessen an Architektur, Geschichte, Literatur oder Technik ordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Kittendorf, Zettemin, Mölln, Ritzerow, Grammentin, Gülzow, Knorrendorf, Rosenow

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Stavenhagen.

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