Genzkow: Anger, Gutshaus und See
Unterkünfte in Genzkow
Genzkow verbindet dörfliche Struktur, Baugeschichte und Landschaft. Der 650 Meter lange Anger, die Kirche und das Gutshaus prägen das Ortsbild; Genzkow liegt am Nordwestufer eines kleinen Sees. Zwischen Kirche, Gutshaus Genzkow und Genzkower Graben (See) erstreckt sich eine Parkanlage.
Anger und Parkanlage
Der Anger von Genzkow ist 650 Meter lang und umfasst die Kirche in einem ovalen Kirchhof. Er ist S-förmig um einen Teil des Gutsgartens herumgeführt. Eine Parkanlage erstreckt sich zwischen der Kirche, dem Gutshaus Genzkow und dem Genzkower Graben (See).
Gutshaus: Bauform und Baugeschichte
Das Gutshaus Genzkow ist ein massiver, eingeschossiger Putzbau mit Quaderung, Mansardendach und einem dreiachsigen Mittelrisalit. Quaderung bezeichnet eine blockartige Gliederung der Fassade; ein Mittelrisalit ist der vorspringende Abschnitt in der Gebäudemitte. Der Mittelrisalit gliedert sich in drei Achsen. Ein Mansardendach hat auf jeder Dachseite unterschiedlich geneigte Flächen, die durch einen Knick voneinander abgesetzt sind. Das Gutshaus wurde um 1770 errichtet und um 1800 baulich verändert; die Fassade wurde 1998 restauriert. Quaderung und Mittelrisalit prägen die Fassade auf unterschiedliche Weise: Die Quaderung gliedert die Wandfläche blockartig, der Mittelrisalit tritt in der Gebäudemitte hervor. Seine drei Achsen gliedern den Vorsprung; sie bezeichnen nicht die Zahl der Geschosse. Das Mansardendach gehört zur Dachform: Auf jeder Seite treffen am Knick unterschiedlich geneigte Flächen aufeinander. Der massive, eingeschossige Baukörper verbindet diese Fassaden- und Dachformen.
Kirche: Kanzelaltar, Glocke und Grabstein
Zur Ausstattung der Kirche gehören ein Kanzelaltar aus dem Jahr 1775 und eine bronzene Glocke. Michael Begun goss die Glocke 1729 in Friedland. Die Glocke ist 46 Jahre älter als der Kanzelaltar.
An der Westmauer der Kirche steht der Grabstein von Jürgen Ludwig von Lübberstorf (1647–1714), einem königlich dänischen Obersten und Erbherren von Genzkow. Jürgen Ludwig von Lübberstorf lebte von 1647 bis 1714; die Glocke wurde 1729 gegossen, der Kanzelaltar stammt von 1775. Der Grabstein gehört damit zu einer früheren Zeit als die beiden Ausstattungsstücke. Das Gutshaus entstand um 1770, zeitlich nah am Kanzelaltar; die bauliche Veränderung um 1800 und die Fassadenrestaurierung 1998 folgten später. Die Glocke liegt zeitlich vor dem Gutshausbau.
See und Vogelwelt
Ein kleiner See prägt die Landschaft von Genzkow, das am Nordwestufer liegt. Um den See führt ein gepflegter Wanderweg; am Ufer laden Bänke zum Verweilen ein. Der Wanderweg bietet sich für eine Runde um den See an; die Bänke am Ufer laden zu einer Pause am Wasser ein.
Reiher nisten in der Nähe von Genzkow; ein Storchennest im Schlosspark gehört alljährlich zum Dorfbild.
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