Warsow: Kirche, Orgel und Sude-Landschaft
Unterkünfte in Warsow
Warsow bietet konkrete Anknüpfungspunkte für eine Reise mit Interesse an Baugeschichte und Landschaft: die Kirche mit ihrer Friese-I-Orgel, den Rundweg „Rund um die Sude“ und den Naturraum entlang des Flusses. Die Besonderheiten lassen sich sowohl einzeln betrachten als auch bei der Reiseplanung zusammen denken.
Kirche und Ortsgeschichte
Die Kirche von Warsow ist ein gotischer Bau, der wahrscheinlich im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet wurde. Sie gilt als älteste Kirche im Amtsbereich des Amtes Stralendorf. Warsow wurde erstmals 1217 urkundlich als Gut und Kirchdorf unter dem Namen Warsowe erwähnt. Die Jahreszahl bezeichnet die Erwähnung des Ortes, nicht ein gesichertes Baujahr der Kirche.
Der Chor ist achteckig angelegt. Der Turm ist in den einschiffigen Innenraum hineingezogen und scheint aus dem Dach emporzuwachsen; außen trägt er eine achteckige, mit Schiefer gedeckte Pyramide. So lassen sich Dachform und Innenraum gemeinsam betrachten: Die Turmform wirkt in die Kirche hinein und tritt zugleich über dem Dach hervor.
Im Inneren sind ein Taufbecken, eine Kanzel, das Gestühl von 1892 und eine alte geschnitzte Altarwand an der Nordseite erhalten. Die Ausstattung verbindet mehrere Zeitschichten: Neben dem Gestühl mit seinem konkreten Entstehungsjahr gehören auch die geschnitzte Altarwand und die Friese-I-Orgel zum Bild der Kirche.
Die Orgel stammt aus dem Jahr 1833. 1874 wurde sie von J. H. Runge in Warsow eingebaut; 1999 restaurierte sie der Rostocker Orgelbauer Schmidt. Ursprünglich stammt das Instrument aus der Kirche in Wustrow auf Fischland/Darß. Die Friese-I-Orgel gilt als letztes Werk des Orgelbauers Friese I und deshalb als besonders bedeutend. Ihre Geschichte umfasst damit sowohl die Herkunft von einem anderen Ort als auch den Einbau und die spätere Restaurierung in Warsow.
Turmraum und Rundweg
Der Turmraum der Kirche wurde als „Turm für Alle“ umgestaltet und saniert. Er ist mit Heizung, WC und Küche ausgestattet und vielseitig nutzbar. Die Bezeichnung und die Einrichtungen beschreiben den Raum, sagen aber für sich genommen nichts über eine allgemeine Öffnung aus.
Der rund 21 Kilometer lange Rundweg „Rund um die Sude“ führt von Kothendorf nach Warsow und anschließend weiter in Richtung Mühlenbeck. In Warsow ist ein kurzer Besuch der Kirche vorgesehen. Für die Planung ist der Umfang ein hilfreicher Unterschied: Der Kirchenbesuch ist ein kurzer Abschnitt innerhalb einer längeren Runde, nicht die gesamte Wegstrecke.
Sude und Landschaft
Die Sude fließt entlang der südlichen Grenze des Gemeindegebiets von Warsow. Aus einem Moorgebiet hinter Mühlenbeck mäandriert sie an Warsow vorbei in Richtung Elbe. Bei Warsow umfassen die ursprünglichen Bach- und Flussbereiche von Sude und Beek Feuchtwiesen, Erlen, Weiden und Haselnüsse. Diese Bereiche bieten Lebensraum für Biber und Eisvögel. Eingeschnittene Flussläufe haben Steilufer geschaffen, die geeignete Voraussetzungen für Biber-Wohnhöhlen bieten. Die Angaben zum Lebensraum beschreiben die Landschaft, versprechen aber keine Tierbeobachtung.
Orientierung
Warsow liegt direkt an der Bundesstraße 321. Der nächstgelegene Bahnhof an der Bahnstrecke Schwerin–Hagenow befindet sich in Alt Zachun, etwa fünf Kilometer von Warsow entfernt. Wenn Sie mit dem Zug planen, prüfen Sie den aktuellen Zugverkehr separat. So können Sie die Straßenorientierung und den Bahnhof als unterschiedliche Anhaltspunkte für Ihre Anreise berücksichtigen.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Stralendorf.