Schwanheide: Kapelle, Kirchengeschichte und Vogelschutzgebiet
Unterkünfte in Schwanheide
Schwanheide bietet für einen Aufenthalt mehrere klar unterscheidbare Themen: die Geschichte der Kapelle im Ort, kirchliche Kunst in der zugehörigen Gemeinde und ein benanntes EU-Vogelschutzgebiet. Wenn Sie ein Hotel in Schwanheide suchen, können diese Schwerpunkte helfen, den Aufenthalt nach Ihren Interessen auszurichten. Das übergeordnete Reiseziel Ludwigslust-Parchim ergänzt den Blick um weitere Kulturthemen.
Kapelle und Glockengeschichte
Die Kapelle Schwanheide wurde am 19. Juni 1955 eingeweiht und war zunächst als „Christenlehre-Baracke“ bekannt. Zu ihrer Geschichte gehört außerdem eine Glocke der St.-Georg-Kirche aus Zweedorf, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Sie lagerte in Schwanheide und gab den Anstoß für den Wunsch nach einem Glockenturm an der Kapelle. Damit treffen zwei verschiedene Zeitebenen aufeinander: der Weihetag der Kapelle im 20. Jahrhundert und die ältere Herkunft der Glocke. Zugleich verbindet sich die Geschichte des Gegenstands mit dem Wunsch nach einem Glockenturm an der Kapelle.
Vogelschutzgebiet und historische Tradition
Das EU-Vogelschutzgebiet „Wallmoor und Mühlenbachniederung bei Leisterförde – Schwanheide“ liegt in Mecklenburg-Vorpommern und umfasst 2.308 Hektar. Der Kranich (Grus grus) zählt dort zu den nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie aufgeführten Vogelarten. Gebietsausweisung und Artenliste bieten zwei unterschiedliche Zugänge zum Naturthema: Die eine benennt und bemisst den geschützten Raum, die andere ordnet eine Vogelart im Schutzrahmen ein.
Ein weiteres Thema der Ortsgeschichte ist das vor dem Zweiten Weltkrieg gepflegte Ringreiten. Die Reiter versuchten im Galopp, einen an einem torartigen Gerüst hängenden Ring aufzuspießen. Diese Praxis gehört ausdrücklich in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und bildet damit einen historischen Kontrast zur heutigen Gebietsausweisung des Vogelschutzgebiets.
Kirchliche Kunst in Zweedorf
Zur Gemeinde Schwanheide gehört auch Zweedorf. In der St.-Georg-Kirche gestaltete der Künstler Thomas Kuzio die Glasmalereien. Altar, Tauffünte und Ambo schuf die Holzbildhauerin Barbara Wetzel. Die neue St.-Georg-Kirche wurde am 4. September 2012 geweiht. Damit reicht das kirchliche Thema über die Kapelle in Schwanheide hinaus: In Zweedorf stehen die künstlerische Ausstattung und das Weihedatum der Kirche im Mittelpunkt, während die Kapellengeschichte mit der Glocke und ihrer früheren Aufbewahrung verbunden ist.
Weitere Kulturthemen in Ludwigslust-Parchim
Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim finden Sie weitere kulturhistorische Schwerpunkte. Schloss Ludwigslust war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge. Schloss, Park und Stadt bilden ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Die spätbarocke Stadtanlage ist nahezu vollständig erhalten; zu ihr gehören eine ehemalige Hofkirche und ein Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt. So stehen die lokale Kirchen- und Kunstgeschichte in Schwanheide und Zweedorf einem Residenz-, Stadt- und Parkschwerpunkt im übergeordneten Reiseziel gegenüber.
Auch das Kloster Zarrentin eröffnet dort einen anderen Zugang: Führungen behandeln die Geschichte des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters, das Leben der Nonnen und die Architektur des Gebäudes. Im Erdgeschoss befindet sich eine Dauerausstellung zum Kloster. Wenn Sie diese Angebote einplanen, prüfen Sie vorab Termine und Zugang.
Weitere Reiseziele entdecken: Neu Gülze, Dersenow, Teldau, Tessin B. Boizenburg, Greven, Brahlstorf, Besitz, Nostorf
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Boizenburg-Land.