Leussow entdecken
Unterkünfte in Leussow
Leussow verbindet konkrete Bezüge zu Baugeschichte, Natur und regionalen Radrouten. Die neugotische Kirche prägt den kulturhistorischen Blick auf den Ort; benannte Raseneisenstein-Routen führen ebenfalls durch Leussow. Ergänzend lohnt ein Blick auf Göhlen als übergeordnetes Reiseziel: Die dortigen Themen und Touren bilden einen eigenen regionalen Kontext.
Kirche und Ortsgeschichte
Die heutige Kirche in Leussow wurde am 18. Oktober 1874 eingeweiht und ist neugotisch. Datum und Baustil geben zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte: Das eine verankert das Bauwerk zeitlich, das andere ordnet es architektonisch ein. Die Kirche mit Kirchgarten und Pfarrhaus ist immer wieder Anziehungspunkt für Besucher. Zusammen bilden Kirche, Kirchgarten und Pfarrhaus einen kulturhistorischen Schwerpunkt, der über das Kirchengebäude allein hinausgeht.
Naturbezüge der Gemeinde
Das FFH-Gebiet „Lübtheener Heide und Trebser Moor“ (DE 2733-301) gehört administrativ auch zur Gemeinde Leussow. Außerdem ist die Gemeinde in der Abgrenzung des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern aufgeführt. Das sind zwei unterschiedliche Naturraumbezüge: ein benanntes FFH-Gebiet mit administrativer Zugehörigkeit zur Gemeinde und die Aufführung Leussows in der Abgrenzung des Biosphärenreservats.
Radrouten durch Leussow
Für Radfahrende sind in Leussow zwei Routenbezüge benannt. Der Große Raseneisenstein-Abstecher führt durch den Ort. Auch die Raseneisenstein-Dörfertour verläuft als Etappe über Leussow. Diese Tour ist etwa 46 Kilometer lang und durchgehend als „Blaue TOUR“ ausgeschildert. Länge und Markierung geben eine Orientierung für die Routenwahl; der Große Raseneisenstein-Abstecher ist ein weiterer ausdrücklich genannter Weg durch Leussow.
Göhlen als ergänzender regionaler Kontext
Im übergeordneten Reiseziel Göhlen wurde die Dörchforthsbeck in Leussow mit EU-Fördermitteln renaturiert. Dabei wurden bereits verschwundene Tier- und Pflanzenarten wieder angesiedelt. In die Renaturierung war auch die ehemalige Badeanstalt einbezogen; dort entstand ein Ort zur Erholung und Entspannung, den nicht nur Bewohner der Gemeinde nutzen.
Göhlen ist zudem durch Spuren der Eisenverhüttung geprägt. Reste von über 500 Rennöfen, Eisenschlacke und der Arbeitsplatz eines Schmieds belegen einen der größten Eisenverhüttungsplätze Norddeutschlands. Am Ortsrand steht ein rekonstruierter Rennofen der Völkerwanderungszeit in einem Glaskasten. Anhand dieser Rekonstruktion lässt sich nachvollziehen, wie vor etwa 1.600 Jahren aus Raseneisenstein Eisen gewonnen wurde.
Auch die Touren in Göhlen bieten einen eigenen regionalen Maßstab. Die Raseneisenstein-Dörfertour wird dort als Tagesausflug für geübte Radfahrer beschrieben. Für eine kürzere Rundtour ist die 24 Kilometer lange Kleine Klump-Tour als Halbtagestour ausgewiesen; sie gilt als geeignet für Familien mit Kindern und weniger geübte Radfahrer. Ihre Startorte sind Glaisin und Göhlen, und sie führt am germanischen Verhüttungsplatz sowie am Rennofen-Modell in Göhlen vorbei. Der Raseneisenstein-Radweg verläuft insgesamt überwiegend durch flaches, ebenes Gelände, hat wenige Steigungen und in der Regel leicht befahrbare Wege. Wetter und Pflege können den Wegezustand beeinflussen; prüfen Sie ihn vor der Fahrt.
Weitere Reiseziele entdecken: Lübesse, Lüblow, Groß Laasch, Wöbbelin, Alt Krenzlin, Warlow, Göhlen, Sülstorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Ludwigslust-Land.