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Stadtallendorf entdecken

Unterkünfte in Stadtallendorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Stadtallendorf verbindet geschützte Landschaften und Wanderwege mit Kirchen, Burgen und Erinnerungsorten. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Natur und Wegverläufe, Bau- und Stadtgeschichte oder die Erinnerung an die Geschichte der Region. Auch die Wahl eines Hotels in Stadtallendorf lässt sich an den Themen ausrichten, die Ihnen für Ihre Reise wichtig sind.

Moorlandschaft und geschützte Lebensräume

Im Ortsteil Schweinsberg liegt das Schweinsberger Moor. Es bedeckt 43,2 Hektar und wurde 1977 als Naturschutzgebiet ausgewiesen – damals als 100. Naturschutzgebiet Hessens. Zu den seltenen Vogelarten, die dort leben und brüten, zählen Bekassine und Rohrweihe. Ihre Beobachtung kann je nach Jahreszeit variieren. Das Moor verbindet damit eine konkrete Landschaftsgröße und Schutzgebietsgeschichte mit einem Lebensraum für besondere Vogelarten.

Ein weiterer geschützter Naturraum ist der Herrenwald. Er ist als FFH-Gebiet ausgewiesen und dient als geschützter Lebensraum dem Erhalt der biologischen Vielfalt sowie der Tier- und Pflanzenwelt. Wer sich für Wege und Landschaft interessiert, findet hier einen anderen Bezugspunkt als im Moor: Der Rundweg Forster Weg führt in den Herrenwald und verbindet seine Waldkulisse mit Spuren der Industriegeschichte.

Kirchen, Burg und historische Spuren

Die Barockkirche St. Katharina steht für einen frühen Abschnitt der Stadtgeschichte: Ihr Neubau begann 1732, der erste Gottesdienst wurde dort 1735 gefeiert. In Niederklein weist die Wehrkirche St. Blasius und St. Elisabeth andere bauliche Merkmale auf. Am Kirchturm befindet sich eine Pechnase; außerdem gibt es Schießscharten und eine starke Mauer, die den Kirchhof umgibt und zugemauerte Tore aufweist. Diese Merkmale lassen auf eine Wehrkirche schließen.

Bei der Burg Schweinsberg sind der Hexenturm, eine kleine Vorburg sowie die gesamte äußere und große Teile der inneren Zwingermauer erhalten. Ihre heutige Einordnung unterscheidet sich von der Vorstellung einer spätmittelalterlichen Burg: Wegen ihres radikalen Umbaus gilt sie eher als bedeutendes Beispiel für die Romantik und den beginnenden Historismus. Die Burg ist damit besonders interessant, wenn Sie nicht nur nach erhaltenen Bauteilen, sondern auch nach ihrer späteren architektonischen Prägung fragen.

Auch Kunst im öffentlichen Raum setzt einen eigenen Akzent. In Hatzbach erinnern seit dem 22. April 2013 originalgetreue Abgüsse überlebensgroßer Barockstatuen an fünf Tugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung, Gerechtigkeit und Mäßigkeit. An der Stelle des ehemaligen Lagers Münchmühle wurde 1988 die Gedenkstätte Münchmühle eingerichtet. Der frühere Lagerstandort und die später eingerichtete Gedenkstätte gehören zu den unterschiedlichen historischen Themen, die sich in Stadtallendorf finden.

Wege mit Sagen, Waldgeschichte und Pilgerbezug

Der Hatzbacher Sagenweg ist ein 8,8 Kilometer langer Rundweg mit nur geringen Höhenveränderungen. An zwölf Schauplätzen alter Hatzbacher Sagen informiert jeweils eine kleine Tafel über die Geschichte. Ein Beschilderungssystem ermöglicht es, dem Weg auch ohne Karte zu folgen. Länge, Wegform und die verteilten Sagenstationen geben Ihnen mehrere konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie diesen Rundweg für Ihre Planung in Betracht ziehen.

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Der Forster Weg führt in den Herrenwald. Entlang des Rundwegs liegen zwischen den Bäumen im Wald versteckte Bunker und Relikte der ehemaligen Sprengstoffwerke. Für die Einordnung des Weges kommen so zwei Themen zusammen: der Wald als geschützter Lebensraum und sichtbare Spuren der früheren Industrie. Holztafeln weisen Wandernde außerdem zum Wanderziel Riesenstein.

Stadtallendorf ist Etappenort des Jakobswegs und des Elisabethpfads. Ein weiterer religiöser Bezugspunkt ist die Mariengrotte: Sie liegt am oberen Ende eines langen Hohlwegs. Dieser ist ein Teilstück des Forster Wegs von der Altstadt zur Forstkapelle im Herrenwald. An der Forstkapelle „Mariabild“ finden seit vielen Jahren regelmäßig Gottesdienste statt; ein konkreter Terminplan ist damit nicht verbunden.

Park, DIZ und Anreise

Der Heinz-Lang-Park bietet Veranstaltungsflächen, eine Skateplaza, Holzdecks am See, ein Boule-Feld und Toiletten. Zum Park gehört auch der Abenteuerspielplatz Piratennest: Zu seinen Spielgeräten zählen ein hölzernes Schiffswrack, hölzerne Palmen und eine Nestschaukel. Damit lassen sich die Parkanlagen und das besondere Spielangebot als getrennte Anlaufpunkte bei der Reiseplanung berücksichtigen.

Das DIZ bietet während der regulären Öffnungszeiten von Dienstag bis Donnerstag, 9:30 bis 16:00 Uhr, Führungen durch die Dauerausstellung über Zwangsarbeit und die NS-Rüstungsindustrie an. Außerhalb dieser Zeiten und Tage sind Führungen nach Anmeldung möglich. Stadtführungen bietet das DIZ ebenfalls nach Anmeldung an; dafür gilt eine Mindestgruppengröße von vier Personen. Prüfen Sie für einen Besuch, welche dieser Führungen zu Ihrem Termin passt.

Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Stadtallendorf über die Eisenbahnlinie Frankfurt–Marburg–Kassel, die Main-Weser-Bahn, angebunden. Für die konkrete Fahrtplanung können Sie den Fahrplan prüfen. Ob Ihr Schwerpunkt auf Landschaft, Geschichte, Wegen oder Pilgerorten liegt: Die genannten Themen bieten verschiedene Ansatzpunkte, um Ihren Aufenthalt zu planen und passende Hotels in Stadtallendorf zu finden.

Weitere Reiseziele entdecken: Dautphetal, Neustadt, Bad Endbach, Römershausen, Lohra, Weimar / Lahn, Cölbe, Rauschenberg.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Marburg-Biedenkopf.

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