Wildeck entdecken: Natur und Geschichte
Unterkünfte in Wildeck
Wildeck lässt sich aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln entdecken: Das Naturschutzgebiet Rhäden steht für Naturbeobachtung, während historische Wege und Orte die Geschichte der Gegend in den Mittelpunkt rücken. Für die Auswahl Ihrer Ausflüge können Sie zunächst entscheiden, ob Sie eher eine längere Rundstrecke durch ein Schutzgebiet oder Stationen mit einem historischen Thema bevorzugen.
Natur im Naturschutzgebiet Rhäden
Das Naturschutzgebiet Rhäden liegt innerhalb der Gemeinde Wildeck und erstreckt sich bis nach Werra-Suhl-Tal in Thüringen. Es ist ein wichtiger Lebensraum für bedrohte und gefährdete Vogelarten sowie weitere Tiere und Pflanzen. Durch das Gebiet führt der etwa acht Kilometer lange Rhäden-Rundweg, den Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen können. Vier Aussichtsplattformen gehören zum Rundweg. An den Beobachtungsständen entlang der Route stehen Fernrohre kostenfrei bereit; öffentliche Parkplätze befinden sich am Rand des Schutzgebiets. Im übergeordneten Reiseziel Hersfeld-Rotenburg gehört das Naturschutzgebiet Rhäden zudem zum Biotopverbund Grünes Band Deutschland.
Historische Orte im Wildecker Tal
Das Wildecker Tal wurde früher wegen seines ehemaligen Schlosses und der Parkanlagen als „Hessisches Sanssouci“ bezeichnet. Im Tal liegen außerdem der historische Inselsteich und ein 22 Meter hoher Sandsteinobelisk. Im Wald oberhalb des Wildecker Tals bei Raßdorf liegt die Burgstelle Blumenstein; von der mittelalterlichen Burg sind ein Abschnittsgraben und Kellerwände erhalten.
Wege, Grenzgeschichte und Streckenwahl
Geschichte erschließt auch der Grenzlehrpfad in Wildeck. Der etwa einen Kilometer lange Weg stellt die Entwicklungsstufen der Grenzbefestigung dar; ehemalige Grenzanlagen können dort besichtigt werden. Der Rundweg „Historisches Wildecker Tal“ interpretiert die Geschichte des Tals und seiner historischen Stationen.
Für die Streckenwahl hilft der Vergleich der ungefähren Längen: Der Rhäden-Rundweg misst etwa acht Kilometer, der Grenzlehrpfad rund einen Kilometer. Auch die Schwerpunkte unterscheiden sich: Auf der längeren Runde steht das Naturschutzgebiet im Mittelpunkt, auf dem kürzeren Grenzlehrpfad die Grenzgeschichte.
Veranstaltungen und der weitere regionale Rahmen
Das jährliche Richelsdorfer Reit- und Springfest setzt einen weiteren Akzent: Es wird traditionell zu Pfingsten gefeiert und zieht Besucher aus ganz Deutschland an. Da die genauen Veranstaltungstage und das Programm wechseln können, prüfen Sie vor der Reise die Angaben für das gewünschte Jahr.
Im übergeordneten Reiseziel Hersfeld-Rotenburg finden die Bad Hersfelder Festspiele seit 1951 jährlich in der Stiftsruine statt. Die Stiftsruine gilt als größte romanische Kirchenruine der Welt. Ebenfalls in Bad Hersfeld wird das Lullusfest seit 852 ohne Unterbrechung jedes Jahr in der Woche des 16. Oktober zu Ehren des Stadtgründers Lullus gefeiert. In Nentershausen findet außerdem jedes Jahr am ersten Oktoberwochenende das Burgfest mit mehr als 600 Darstellern statt; genaue Termine sollten Sie jährlich prüfen. Die Burg Tannenberg in Nentershausen wurde um 1300 von Ludwig I. von Baumbach erbaut und war eine Lehnsburg der Abtei Hersfeld.
Im Jahreslauf stehen damit der traditionelle Pfingsttermin des Richelsdorfer Festes und die Lullusfest-Woche im Oktober deutlich auseinander.
Weitere Reiseziele entdecken: Obersuhl, Niederaula, Cornberg, Friedewald, Ronshausen, Bebra, Nentershausen, Rotenburg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hersfeld-Rotenburg.