Zum Inhalt

Schenklengsfeld: Linde, Geschichte und Wege

Unterkünfte in Schenklengsfeld

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Schenklengsfeld bietet verschiedene Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: eine als Naturdenkmal ausgewiesene Linde, die evangelische Mauritiuskirche, historische Friedhöfe und das Judaica-Museum. Auch Radfahren und Wandern gehören zu den Themen, die sich mit dem Ort verbinden. Überlegen Sie bei der Hotelwahl, ob für Ihren Aufenthalt eher Bau- und Erinnerungsgeschichte oder eine Tour im Freien im Vordergrund stehen soll.

Linde, Radweg und Wanderroute

Die Schenklengsfelder Linde ist als Naturdenkmal ausgewiesen. An ihr findet alle zwei Jahre das Lindenblütenfest statt. Ortsvereine sowie Volkstanz- und Gesangvereine unterhalten die Besucher dabei mit Tanz, Musik und Theater. Wenn das Fest für Ihre Reiseplanung eine Rolle spielt, prüfen Sie vorab den nächsten Veranstaltungstermin; ein konkretes Datum lässt sich aus der zweijährlichen Folge nicht ableiten.

Für eine Radtour ist der Solztalradweg ein konkreter Bezugspunkt: Er verläuft vom Bahnhof Bad Hersfeld nach Schenklengsfeld auf der Trasse der ehemaligen Bad Hersfelder Kreisbahn. Die Route folgt damit dem Verlauf einer früheren Bahnstrecke. Die Wegverbindung und ihre historische Trasse geben dem Radweg einen anderen Schwerpunkt als den Wanderwegen rund um den Ort.

Der permanente Wanderweg „Wunderschönes Landecker Amt“ wurde am 1. April 2011 eröffnet. Seine 13 Kilometer lange Strecke führt in Richtung Schenklengsfeld und endet an der Linde. So wird das Naturdenkmal zum Zielpunkt der beschriebenen Wanderroute. Für die konkrete Tour ist es sinnvoll, den aktuellen Wegzustand vorab zu prüfen. Die Angaben zu Länge und Verlauf geben Ihnen einen Anhaltspunkt für die Planung, ohne eine Aussage über die aktuellen Bedingungen des Weges zu treffen.

Kirche und historische Friedhöfe

Die evangelische Mauritiuskirche wurde 1141 erstmals als Mutterkirche des Kirchspiels Schenklengsfeld erwähnt. Das barocke Kirchenschiff entstand später: Es wurde von 1737 bis 1741 nach Plänen des hessischen Landbaumeisters Adam Johann Erdinger erbaut. Die Daten stehen für unterschiedliche Abschnitte der Baugeschichte – die erste Erwähnung der Kirche und die Bauzeit des Kirchenschiffs. Wer sich für Architektur interessiert, kann so die lange Geschichte des Kirchenorts von der konkreten Entstehungszeit des barocken Schiffs unterscheiden.

Der historische Friedhof umfasst 270 handwerklich kunstvoll gestaltete Grabsteine aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Besonders mit den sogenannten „sprechenden Grabsteinen“ verbindet sich eine Deutung der Vergangenheit: Sie wurden aus Buntsandstein der Region gehauen und veranschaulichen Lebenswelten früherer Generationen, die im Volksglauben und Brauchtum verwurzelt waren. Anzahl, Zeitraum und kulturelle Einordnung ergeben dabei unterschiedliche Blickwinkel auf denselben Ort: die handwerkliche Gestaltung der Steine und die Lebenswelten, die sie veranschaulichen.

Anzeige

Der Jüdische Friedhof Schenklengsfeld umfasst 118 Grabstätten; auf den Grabsteinen finden sich unterschiedliche Symbole der jüdischen Religion. Das Judaica-Museum ergänzt diesen Erinnerungsort mit zahlreichen Exponaten zur Geschichte und Religion der Juden sowie zu ihrer Vertreibung ab 1933. Die Themen reichen damit von den Symbolen auf den Grabsteinen bis zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und ihrer Vertreibung.

Besuch des Judaica-Museums

Besichtigungen des Judaica-Museums sind nach Voranmeldung möglich. Besuchergruppen und Schulklassen können sich im Seminarraum mit Fachbibliothek über die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Schenklengsfeld informieren lassen oder selbst Studien betreiben. Wenn Sie einen Besuch einplanen, stimmen Sie ihn vorher ab. Für Gruppen und Schulklassen sind sowohl eine Einführung in die Gemeindegeschichte als auch eigenes Arbeiten vorgesehen.

Ergänzender Blick auf das Reiseziel Fulda

Im übergeordneten Reiseziel Fulda bietet die Rhön im Landkreis Fulda Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren. Die Wasserkuppe ist Hessens höchster Berg und zählt zu den markanten Orten im Landkreis. Einen eigenen Kulturrahmen bildet der Kultursommer Main-Kinzig-Fulda, der seit mehr als 27 Jahren veranstaltet wird. Im Rahmen des Kultursommers werden mehr als 100 Veranstaltungen aus Musik, Theater, Kunstausstellungen, Literatur und weiteren Bereichen gefördert. Seine Spielstätten verteilen sich auf den Main-Kinzig-Kreis und den Landkreis Fulda. Diese regionalen Hinweise beziehen sich auf Fulda und ergänzen den Blick auf die örtlichen Themen Schenklengsfelds.

Weitere Reiseziele entdecken: Flieden, Großenlüder, Burghaun, Tann, Kalbach, Haselstein, Rasdorf, Dipperz

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Fulda.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.