Dahlewitz entdecken
Unterkünfte in Dahlewitz
Dahlewitz verbindet eine historisch geprägte Dorfstruktur mit markanten Bauwerken und dem Gutspark. Parkgestaltung, Baugeschichte und das Planetarium setzen unterschiedliche Schwerpunkte, die Sie für Ihre eigene Reiseplanung gewichten können.
Gutspark und Wege
Im übergeordneten Reiseziel Blankenfelde-Mahlow umfasst der Gutspark Dahlewitz etwa 7 Hektar. Offene Wiesenflächen liegen im westlichen und zentralen Parkteil; außerdem verfügt die Anlage über ein Rundwegenetz. Vier Brücken machen das Grabensystem erlebbar, ermöglichen den Übergang über den Wassergrabenring und dienen dem Zugang zur Großen Insel. Der erste authentische Nachweis des Parks findet sich im Preußischen Urmesstischblatt von 1869. Der Gutspark wurde 1989 als „Geschützter Park“ ausgewiesen und steht seit 1994 unter Denkmalschutz.
Die Jahreszahlen markieren unterschiedliche Schritte: 1869 steht für den ersten authentischen Nachweis, 1989 für die Ausweisung als „Geschützter Park“ und 1994 für den Denkmalschutz. So lässt sich die Geschichte des Parks sowohl über seine Gestaltung als auch über seine historischen Schutzdaten einordnen.
Eine etwa 10 km lange Route führt vom Bahnhof Dahlewitz am Gutspark vorbei und über einen asphaltierten Weg zum Kienitzberg. Sie bietet Ausblicke auf Dahlewitz und die nähere Umgebung. Anschließend verläuft sie über Glasow zu den S-Bahnhöfen Blankenfelde oder Mahlow. Die ungefähre Länge und die benannten Ziele geben Ihnen einen konkreten Rahmen, um diese Route bei Ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen.
Dorfstruktur und Baugeschichte
Die Ortsgeschichte zeigt sich sowohl in der Dorfstruktur als auch an einzelnen Bauwerken. Der Ortsbereich Dorfstraße–Dorfanger entspricht mit seinem Wegesystem der typischen Anlage eines mittelalterlichen deutschen Angerdorfs. Diese Einordnung lenkt den Blick auf die Struktur des Ortsbereichs und ergänzt die Betrachtung einzelner Sehenswürdigkeiten.
Die Dorfkirche Dahlewitz beeindruckt durch ihren mächtigen quergestellten Westturm. Der „Riesenstein von Dahlewitz“ ist ein Findling mit Näpfchenstrukturen, der in der Außenseite der Friedhofsmauer eingemauert ist. Der Dahlewitzer Wasserturm wurde 1897 erbaut, war knapp 50 Jahre in Betrieb und ist derzeit außer Betrieb.
Bruno Taut ließ 1926 sein eigenes Wohnhaus in Dahlewitz errichten. Das Haus fällt durch seinen Grundriss in Form eines Viertelkreises auf; das Taut-Haus wurde 1989 zum Baudenkmal erklärt. Mit dem besonderen Grundriss und dem markanten Westturm stehen dabei unterschiedliche architektonische Merkmale im Ortsbild nebeneinander.
Planetarium in der Sternwarte
Das Planetarium der Schul- und Volkssternwarte Dahlewitz ist in einer 6-m-Kuppel untergebracht und verfügt über einen Projektor des Typs „ZKP-1“. Wenn Sie sich für astronomische Themen interessieren, setzt es einen anderen Schwerpunkt als Parkgestaltung und Baugeschichte: Kuppel und Projektionstechnik prägen hier den thematischen Zugang.
Blankenfelde-Mahlow als übergeordnetes Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Blankenfelde-Mahlow ist die Alte Aula ein weiterer kulturgeschichtlicher Bezugspunkt. Sie wurde aus den Materialien des 1948 abgerissenen Schlosses erbaut, das im 15. oder 16. Jahrhundert als Herrenhaus des Geschlechts von der Liepe gegründet wurde. Ihren heutigen Namen erhielt die Alte Aula 1997; dort finden jährlich verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt.
Im übergeordneten Reiseziel Blankenfelde-Mahlow befindet sich außerdem das Mauerfall-Denkmal an der B96 am Ortsausgang von Mahlow. Das ehemalige Ausländerkrankenhaus auf der Gemarkung des Ortsteils Mahlow wurde als Gedenk-, Erinnerungs- und Erfahrungsort gestaltet.
Weitere Reiseziele entdecken: Jüterbog, Kloster Zinna, Kemnitz, Woltersdorf, Nuthe-Urstromtal, Ihlow, Trebbin, Seehausen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teltow-Fläming.