Großkmehlen: Schloss, Silbermannorgel und Kmehlener Berge
Unterkünfte in Großkmehlen
Großkmehlen bietet für die Planung eines Aufenthalts zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Geschichte rund um Schloss und Silbermannorgel sowie eine Wanderung durch die Kmehlener Berge. Zum Schloss Großkmehlen gehören ein sanierter Gutshof und ein öffentlicher Schlosspark. Ein Rittersitz ist seit 1391 nachweisbar, und die Silbermannorgel führt zu Ereignissen aus den Jahren 1717 und 1996. Die Ortsgeschichte umfasst außerdem die spätere Nutzung des Schlosses als Altenheim nach dem Zweiten Weltkrieg. Draußen beginnt in Großkmehlen eine Wanderung, die ausgeschilderten Waldwegen entlang des Kamms folgt. So können Sie vor der Reise entscheiden, ob historische Bezüge oder eine Tour durch die Landschaft Ihr Schwerpunkt sein sollen.
Schloss und Ortsgeschichte
Ein Rittersitz in Großkmehlen ist seit 1391 nachweisbar. 1499 wurde die Familie von Lüttichau mit Großkmehlen belehnt. Schloss Großkmehlen diente nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1997 als Altenheim und stand danach leer. Damit treffen in der Ortsgeschichte ein mittelalterlicher Bezug und eine viel spätere Nutzung des Schlosses aufeinander.
Die Silbermannorgel: Auftrag und Weihe
Der Vertrag über die Silbermannorgel in der Großkmehlener Kirche wurde am 11. Januar 1717 mit Gottfried Silbermann geschlossen. Auftraggeberin war Johanna Eleonore, verwitwete Generalin von Brauße; als Bezahlung wurden 1.000 Taler vereinbart. Nach einer Restaurierung wurde die Orgel 1996 mit einem Konzert von Matthias Eisenberg ein zweites Mal geweiht. Die Weihe 1996 und das Ende der Altenheimnutzung 1997 liegen zeitlich nah beieinander, gehören jedoch zu unterschiedlichen Geschichten von Orgel und Schloss.
Wandern in den Kmehlener Bergen
Die Wanderung durch die Kmehlener Berge beginnt in Großkmehlen und folgt ausgeschilderten Waldwegen entlang des Kamms. Auf der Route liegen Reste einer ehemaligen Skischanze, darunter die deutlich erkennbare Schneise des einstigen Aufsprunghangs. Der sichtbare Rest gibt der Wanderung neben dem Wegverlauf einen konkreten Bezug zur früheren Nutzung der Landschaft.
Weitere Perspektiven in Oberspreewald-Lausitz
Für Ihre Planung weiterer Aktivitäten ist auch das übergeordnete Reiseziel Oberspreewald-Lausitz relevant. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gibt es Wanderrouten mit Längen zwischen 4 und 32 km. Mehr als 580 km ausgeschilderte Radwanderwege verbinden die Regionen zwischen dem Spreewald und den Kmehlener Bergen; überregional verbinden sie Südbrandenburg mit Sachsen und Nordbrandenburg. Daneben gibt es im Landkreis Radwanderwege ab 40 km Länge, darunter individuelle oder geführte Mehrtagestouren mit guten Rast- und Einkehrmöglichkeiten. Der Unterschied zwischen Wanderrouten von 4 bis 32 km und Radwanderwegen ab 40 km Länge gibt einen Überblick über verschiedene regionale Streckenformate. Im Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz entsteht durch die Flutung ehemaliger Tagebaue eine Wasserlandschaft mit mehr als 20 künstlichen Seen, das Lausitzer Seenland. Auch die historische Altstadt von Lübbenau/Spreewald im Landkreis Oberspreewald-Lausitz umfasst ein klassizistisches Schlossensemble.
Weitere Reiseziele entdecken: Frauwalde, Ruhland, Kroppen, Senftenberg, Gosda, Lauchhammer, Hohenbocka, Lübbenau/Spreewald.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oberspreewald-Lausitz.