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Parlow: Moorlandschaft, Kraniche und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Parlow

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Parlow ist ein Dorf inmitten von Feldern, die rundherum von Wäldern umgeben sind. Mit dem Aussichtsturm, dem Moor am ehemaligen Mellnsee und der Dorfarchitektur bietet der Ort unterschiedliche Ansatzpunkte für einen Aufenthalt. Sie können Naturbeobachtungen, die Landschaft und die Geschichte der Dorfgebäude als eigene Schwerpunkte betrachten.

Moorlandschaft und Naturbeobachtung

Der Aussichtsturm bei Parlow bietet einen Blick über ein Moor am Standort des ehemaligen Mellnsees. Braun- und Torfmoose finden dort Lebensraum. Der Turm liegt im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

In der Umgebung des Dorfes lassen sich Kraniche auf dem Durchzug und mit etwas Glück auch während der Brutsaison beobachten. Vom Aussichtsturm am verlandeten Flachsee mit wertvollen Restmooren – dem heute nicht mehr sichtbaren Mellnsee – können außerdem Schalenwild, Wiesenbrüter und zahlreiche Greifvogelarten beobachtet werden. Bei Kranichen spielen Durchzug und mit etwas Glück die Brutsaison eine Rolle; für die weiteren Tiergruppen ist die Beobachtung vom Turm aus der konkrete Bezugspunkt.

Das Kranich-Informationszentrum in Parlow bietet eine Fotoausstellung, einen Film und Informationsmaterial. So gibt es neben den Beobachtungsmöglichkeiten in der Umgebung auch ein eigenes Angebot rund um das Thema Kraniche.

Dorfgeschichte und Architektur

Der Getreidespeicher in Parlow wurde um 1860 erbaut und hat sein ursprüngliches Aussehen weitgehend bewahrt. Der restaurierte Speicher bildet das historische und kulturelle Herzstück des Dorfes. Auch die Dorfkirche stammt aus der Ortsgeschichte dieses Zeitraums: Sie wurde 1860 geweiht. Die Jahreszahl verbindet zwei Bauwerke, steht beim Speicher aber für die ungefähre Bauzeit und bei der Kirche für das Weihejahr.

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Moritz von Wedel–Parlow ließ die Dorfkirche auf eigene Kosten erbauen. Sie ist ein einschiffiger, romanisierender Backsteinbau mit Apsis und Westturm. Einschiffig bezeichnet einen Kirchenraum mit einem Hauptschiff; „romanisierend“ verweist auf eine an die Romanik angelehnte Gestaltung. Die Apsis ist der bauliche Abschluss am Chorraum. So lässt sich die Kirche sowohl über ihre Entstehungsgeschichte als auch über ihre Architektur betrachten.

Wege mit historischen Spuren

Der Melliner Rundweg führt am alten Friedhof des verschwundenen Dorfes Mellin und am Franz-Neumann-Gedenkstein vorbei. Neben dem Naturerlebnis rückt die Runde damit auch die Geschichte eines nicht mehr bestehenden Dorfes und einen weiteren Erinnerungsort in den Blick. Das macht den Weg besonders interessant, wenn Sie beim Unterwegssein auch historische Spuren wahrnehmen möchten.

Kultur in Friedrichswalde

Im übergeordneten Reiseziel Friedrichswalde kommen weitere, eigenständige Kulturthemen hinzu. Die Reformierte Kirche in Friedrichswalde wurde von 1776 bis 1783 erbaut. 1890 wurde ihr Fachwerk mit Backstein ummantelt; der einschiffige Ziegelbau wirkt architektonisch besonders eindrucksvoll. In Friedrichswalde wird außerdem die Tradition des Holzschuhmacherhandwerks durch den Heimatverein „Pfälzer Erbe“ belebt und gepflegt. Damit stehen dort sowohl ein historischer Kirchenbau mit einer späteren baulichen Veränderung als auch die in Friedrichswalde gepflegte Tradition des Holzschuhmacherhandwerks im Mittelpunkt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Friedrichswalde.

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