Gasteig entdecken: Ortsgeschichte und Geologische Orgeln
Unterkünfte in Gasteig
Gasteigs Ortsgeschichte und die Wanderung zu den Geologischen Orgeln sind getrennte Themen. Die Ortsgeschichte führt zu früheren Veranstaltungen, einem Radfahrverein und einer Kinderaktion an der B299-Unterführung. Die Tour zu den Geologischen Orgeln startet dagegen in Unterneukirchen und führt weiter in Richtung Oberschroffen.
Veranstaltungen und Radgeschichte in Gasteig
2014 fand das Oldtimer-Treffen am Haindl-Wirtsparkplatz in Gasteig zum neunten Mal statt. Es wurde damals jährlich veranstaltet und war gut besucht. Mit seiner neunten Ausgabe steht das Treffen für eine wiederkehrende Veranstaltung der damaligen Zeit. Das unterscheidet es von einem einzelnen Festmoment und gibt der Ortsgeschichte einen eigenen Bezug zur Oldtimer-Szene.
Der Radfahrverein Gasteig wurde 1921 gegründet und später vorübergehend wiederbelebt. Zu dieser Wiederbelebung gehörten ein Fest und ein Radrennen rund um Gasteig. Gründungsjahr und zeitweilige Wiederbelebung markieren unterschiedliche Abschnitte der Vereinsgeschichte; das Fest mit Rennen gehört zur späteren Episode. Wer sich für Radfahren interessiert, findet hier neben der Wanderung auch ein historisches Thema aus dem Ort.
Bei einem früheren Dorffest am 13. Mai stellten die Rasenmäher-Bulldog-Freunde Maderlehen den Maibaum mit Muskelkraft auf. Schauplatz war das Wirtshaus von Hermann und Gudrun Haindl im Ortsteil Gasteig. Im Unterschied zum Oldtimer-Treffen, dessen jährliche Folge beschrieben ist, steht bei diesem Ereignis die Maibaumaufstellung im Mittelpunkt. Die benannte Gruppe und die Art des Aufstellens geben dieser Festszene einen eigenen Akzent.
Im Jahr 2002 bemalten 35 Kinder eine Seite der B299-Unterführung in Gasteig mit einem Unterwasserbild. Die Bemalung ergänzt die Vereins- und Festgeschichte um eine gemeinsame Gestaltungsaktion. Während beim Dorffest und beim Radrennen das Ereignis im Vordergrund steht, ist es hier das Unterwasserbild an einer konkreten Stelle im Ort.
Geologische Orgeln und Wanderung
Bei Oberschroffen befinden sich in einem ehemaligen Steinbruch natürliche Röhren in einem eiszeitlichen Schotterkonglomerat. Die Geologischen Orgeln haben einen Durchmesser von 50 bis 60 Zentimetern und reichen zapfenförmig sowie senkrecht bis zu zehn Meter in die Tiefe. Der Unterschied zwischen Durchmesser und Tiefe verdeutlicht die verschiedenen Maßstäbe dieser Formen; ihre senkrechte Ausrichtung gehört ebenso zu ihrer Gestalt wie die Röhrenform.
Die 5,0 Kilometer lange Wanderung zu den Geologischen Orgeln beginnt in Unterneukirchen. Sie führt über Winkl, Pinsmaier und Obergrund weiter in Richtung Oberschroffen und weist 53 Höhenmeter Aufstieg auf. Streckenlänge, Aufstieg und Wegpunkte bieten unterschiedliche Orientierung für die Planung: Sie geben die Distanz, den ausgewiesenen Anstieg und die Abfolge der benannten Orte an. Der Start in Unterneukirchen ist dabei ein eigener Bezugspunkt der Tour, getrennt von den historischen Szenen in Gasteig.
Kirchengeschichte in Unterneukirchen
Im übergeordneten Reiseziel Unterneukirchen wurde die Pfarrkirche Christkönig 1962 erbaut. Die restaurierte Nebenkirche St. Johannes und St. Ägidius stammt aus dem Jahr 1479. Damit stehen zwei kirchliche Bezugspunkte aus deutlich unterschiedlichen Zeiten nebeneinander: die ältere Nebenkirche und die später erbaute Pfarrkirche. Wer historische Kirchen in die Reiseplanung einbeziehen möchte, findet hier zwei klar datierte Beispiele aus Unterneukirchen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Unterneukirchen.