Waldstetten entdecken
Unterkünfte in Waldstetten
Waldstetten vereint Bauwerke aus mehreren Jahrhunderten mit Möglichkeiten für Spaziergänge und kleine Touren. Zur Auswahl für Ihre Reiseplanung gehören die Pfarrkirche St. Martin, mehrere Kapellen, das Rathaus und das ehemalige Schloss der Herren von Rechberg. Ein historischer Mühlenkomplex liegt etwa einen Kilometer östlich des Ortes. Die Bauwerke unterscheiden sich nicht nur durch ihre Nutzung, sondern auch durch ihre Entstehungszeit und Architektur.
Kirchen und Kapellen in Waldstetten
Die katholische Pfarrkirche St. Martin ist ein neuromanischer Saalbau mit eingezogenem, dreiseitig schließendem Chor und schlankem südlichem Turm. Die Kirche entstand 1852/53, der Turm 1869. Sie ersetzte an derselben Stelle die ältere Kirche, die 1851 wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde. Für den Neubau ist der Zeitraum 1851 bis 1853 angegeben. Die zeitlichen Angaben unterscheiden somit den Abbruch der Vorgängerkirche, die Bauphase der heutigen Kirche und die spätere Errichtung des Turms.
Die Kapelle St. Leonhard ist ein Rechteckbau mit eingezogenem Dreiseitschluss und entstand von 1705 bis 1711 auf älterer Grundlage. Eine andere Form zeigt die Maria-Hilf-Kapelle: Sie ist ein kleiner Satteldachbau mit geschwungenem Giebel und einer Ausstattung aus dem 19. Jahrhundert; der Bau stammt aus dem 18. Jahrhundert. In Heubelsburg bei Waldstetten steht die Kapelle St. Anna. Ihr kleiner Rechteckbau besitzt eine halbrunde Apsis, einen geschweiften Blendgiebel und einen Giebelturm mit achteckigem Aufsatz. Die Kapelle entstand 1751/52. Wer die Kapellen miteinander vergleicht, findet also verschiedene Grundrisse und Dachformen sowie Bauzeiten zwischen dem frühen und dem späteren 18. Jahrhundert.
Rathaus und ehemaliges Schloss
Das Rathaus von Waldstetten wurde 1769/71 von Franz Ignaz Anton Bagnato erbaut. Es ist ein zweigeschossiger Walmdachbau mit teilweise offenem Hochkeller, einem Obergeschoss in Fachwerkständerbauweise und einem sechseckigen Dachreiter. Früher diente das Gebäude als Amtshaus des Deutschen Ordens. Damit lässt sich am Rathaus sowohl die frühere Funktion als auch die konkrete Bauform nachvollziehen. Im Vergleich zu den kirchlichen Bauten steht hier die Geschichte eines öffentlichen Gebäudes im Mittelpunkt.
Auch das ehemalige Schloss der Herren von Rechberg gehört zur Baugeschichte Waldstettens. Sein Baukern stammt von 1587, das Dachtragwerk von 1675. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Bau verändert. Diese unterschiedlichen Zeitangaben helfen, Baukern, Dachtragwerk und spätere Veränderungen auseinanderzuhalten, ohne sie zu einer einzigen Bauphase zusammenzufassen.
Mühlenkomplex an der Günz
Etwa einen Kilometer östlich des Ortes an der Günz liegt der historische Mühlenkomplex. Zu ihm gehören ein Wohn- und Mühlengebäude aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Wirtschaftsgebäude aus dem 18. Jahrhundert und eine zugehörige Mühlenkapelle aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Anders als Rathaus, Schloss und Kapellen befindet sich dieser Komplex im näheren Umfeld Waldstettens. Seine verschiedenen Gebäude und Bauzeiten geben einen weiteren, eigenständigen Blick auf die historische Architektur der Umgebung.
Spaziergänge in verschiedene Richtungen
In und rund um Waldstetten sind Spaziergänge und kleine Touren möglich. Ein Spaziergang von Waldstetten kann in Richtung Ellzee zum Günzstausee führen. Weitere Spaziergänge verlaufen in Richtung Autenried und Wallenhausen durch waldreiche Bereiche. Die genannten Richtungen bieten unterschiedliche Anhaltspunkte für die Planung: Der Günzstausee ist ein Ziel in Richtung Ellzee, während bei Autenried und Wallenhausen die waldreichen Bereiche beschrieben sind. So können Sie für Ihre Reise zwischen Baugeschichte im Ort und einer Tour in die Umgebung wählen, ohne diese Ziele als einen einzigen Rundgang zu behandeln.
Für die Orientierung lohnt es sich, die Themen nach Interesse zu ordnen: St. Martin und die Kapellen zeigen verschiedene kirchliche Bauformen und Entstehungszeiten; Rathaus und ehemaliges Schloss ergänzen diese Auswahl um öffentliche und frühere herrschaftliche Gebäude. Spaziergänge setzen dazu einen anderen Schwerpunkt. Der Mühlenkomplex wiederum liegt nicht im Ort, sondern etwa einen Kilometer östlich davon an der Günz.
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