Burgau entdecken
Unterkünfte in Burgau
Burgau zwischen Mindel und Kammel
Burgau liegt zwischen den Flüssen Mindel und Kammel. Die Altstadt entwickelte sich um eine hochmittelalterliche Burg, die 1147 erstmals erwähnt wurde. Um die Burg entstand gegen 1300 ein Marktort. Diese Anfänge geben der Stadtgeschichte einen klaren zeitlichen Rahmen.
Schloss und Stadtmuseum
Das Schloss in Burgau beherbergt heute das Heimatmuseum und wurde bis 1720 unter Verwendung mittelalterlicher Bauteile neu errichtet. Einzelne Räume im Schloss dienen seit 1907 dem neu gegründeten Museum der Stadt Burgau. Das Museum präsentiert auf mehr als 700 Quadratmetern die Stadtgeschichte vom Mittelalter bis zur jüngsten Vergangenheit sowie die Lebensverhältnisse in einer Kleinstadt während der vergangenen 200 Jahre. So stehen eine lange historische Perspektive und ein genauer umrissener Blick auf das Kleinstadtleben nebeneinander. Die Geschichte des Schlosses und die Museumsgeschichte markieren dabei eigene Zeitabschnitte: Der Wiederaufbau reicht bis 1720 zurück, die Nutzung einzelner Räume durch das Museum begann 1907.
Rathaus, Stadttor und Kirchen
Das Alte Rathaus wurde 1709/11 nach Plänen von Valerian Brenner errichtet. Zu seinen Merkmalen gehört ein Uhrtürmchen mit Zwiebelhaube. Das Stadttor entstand 1614 in seiner heutigen Form und ist ein Wahrzeichen der Stadt. Seine heutige Form ordnet es zeitlich anders ein als das Rathaus, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet wurde.
Auch die Kirchen setzen unterschiedliche Bauzeitpunkte. Langhaus und Chor der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurden 1788–90 nach Plänen von Kaspar Zengerle errichtet. Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1789 erbaut und birgt seltene Fresken von J. Baptist Enderle und Konrad Huber. Die evangelisch-lutherische Christuskirche entstand 1957/58; ihr freistehender Campanile folgte 1959. Damit gehören sowohl Bauwerke des späten 18. Jahrhunderts als auch ein Kirchenbau aus den 1950er Jahren zu den örtlichen Bezugspunkten für eine Beschäftigung mit Burgauer Architektur.
Friedhofskapelle St. Leonhard
Die Friedhofskapelle St. Leonhard ist eine 1667/68 von Georg Kraus errichtete Chorturmkapelle mit Ausstattung. Die Friedhofsmauer mit rundbogigen Torbögen entstand 1726. Kapelle und Mauer stehen somit für zwei verschiedene Bauphasen. Zusammen mit Rathaus, Stadttor und Kirchen erweitert die Kapelle den Blick auf Burgau um ein weiteres sakrales Bauwerk und eine eigenständige Gestaltung der Friedhofsmauer.
Radfahren im Reisegebiet Günzburg
Im übergeordneten Reisegebiet Günzburg bietet der Kammeltal-Radweg einen regionalen Radfahr-Schwerpunkt. Die Strecke ist insgesamt 60 Kilometer lang und eignet sich als Tagestour oder für zwei Etappen. Im Landkreis Günzburg verläuft sie überwiegend über ebene Straßen und Wege. Diese Angaben beschreiben den Radweg im Reisegebiet Günzburg; sie ergänzen die Burgauer Stadtgeschichte um eine regionale Perspektive für die Reiseplanung.
Weitere Reiseziele entdecken: Bibertal, Burtenbach, Bubesheim, Deisenhausen, Krumbach, Ziemetshausen, Kötz, Neuburg an der Kammel.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Günzburg.